Presseschau – 12. April 2026

Peter Slo­ter­di­jk / Moni­ka Maron / Fritz Rudolf Fries / Dana Gri­gorcea / Saman­ta Schweb­lin / Micha­el Köhl­mei­er / Joan­na Bator / John Gris­ham / Mar­cel Proust / Petro Rych­lo …

Die Welt
„Das Leben schreibt die selt­sams­ten Roma­ne“
Ein Gegen­gift gegen den Trend zum Auto­bio­gra­fi­schen: Muri­el Sparks Klas­si­ker „Vor­sätz­lich Her­um­lun­gern“ erzählt sati­risch von einem vor­neh­men Club, des­sen Mit­glie­der ihre Lebens­ge­schich­ten auf­schrei­ben. Die Haupt­fi­gur aber fin­det deren Sto­rys zu lang­wei­lig.

Die Welt
Als San­dor Pető­fi die unga­ri­sche Revo­lu­ti­on anführ­te
Es begann im Kaf­fee­haus und ende­te mit 20.000 Men­schen, die in Buda und Pest die Habs­bur­gi­schen Statt­hal­ter und Exzel­len­zen zum Zttern brach­ten. Ein jun­ger Dich­ter lös­te den Auf­stand 1848 aus. Viel älter wur­de er nicht. Aber sein Lied lebt ewig.

Die Welt
Als die Fran­zo­sen sich aufs Kol­la­bo­rie­ren ver­leg­ten, kämpf­te der Mann aus Gui­nea wei­ter
Erst vor weni­gen Jah­ren erfuh­ren die Fran­zo­sen, wer der geheim­nis­vol­le Fahr­rad­ku­rier der Résis­tance in den Voge­sen war. Tier­no Monén­em­bo hat ihn in einem Roman ver­ewigt, poli­tisch inkor­rekt – wie es der Held selbst war.

Die Welt
„Schnat­ter­zo­ne einer Damen­toi­let­te“ – Buch­kri­ti­ker Scheck löst Sexis­mus-Debat­te aus
Poin­tier­te Kri­tik oder her­ab­las­sen­der Ton? Nach umstrit­te­nen Rezen­sio­nen von Denis Scheck wer­fen Autorin­nen wie Ildi­kó von Kür­thy und Sophie Pass­mann der Sen­dung „Druck­frisch“ Sexis­mus vor. Die ARD wider­spricht – und stellt sich hin­ter ihren Mode­ra­tor.

Die Welt
„Mein Mit­ge­fühl für Hete­ro-Män­ner hält sich in Gren­zen“
Män­ner wer­den zuneh­mend als Män­gel­we­sen beschrie­ben.

FAZ
Eine Mil­li­on Euro für ein ein­zi­ges Buch?
Der spa­ni­sche Aena-Kon­zern hat sei­nen neu­en Lite­ra­tur­preis der in Ber­lin leben­den Argen­ti­nie­rin Saman­ta Schweb­lin zuge­spro­chen. So viel Geld muss­te eine Debat­te ent­zün­den.

FAZ
„Nach­rich­ten aus der Schnat­ter­zo­ne einer Damen­toi­let­te“
Zum Streit zwi­schen der Erfolgs­au­torin Ildi­kó von Kür­thy und dem TV-Kri­ti­ker Denis Scheck äußert sich jetzt sogar die ARD. Dabei läuft es doch bes­tens: Die Feh­de zahlt kräf­tig ein auf die Kon­ten derer, die sie aus­tra­gen.

FAZ
Alex­an­der Gel­man: „Wenn das Gedicht noch kei­ne Form hat“
Wie ent­steht ein Gedicht? Ver­se über die Göt­ter und ihre Werk­zeu­ge, Segen und Eigen­sinn der Inspi­ra­ti­on und die Gren­zen des poe­ti­schen Hand­werks.

FAZ
Die ande­ren Frau­en vor den „Rie­sin­nen“
Vor „Die Rie­sin­nen“ hat Han­nah Häff­ner drei Kri­mis geschrie­ben. Sie spie­len alle an der deut­schen Küs­te. Und mit Moti­ven, die man aus dem neu­en Best­sel­ler kennt: Her­kunft. Iden­ti­tät. Schick­sals­ge­mein­schaf­ten.

FAZ
Im Wild­wuchs von Peter Slo­ter­di­jks Den­ken
Auf­ge­schrie­be­nes ist gut: Peter Slo­ter­di­jk streift bei sei­nen Über­le­gun­gen zu gro­ßen Män­nern durch ein Laby­rinth von Asso­zia­tio­nen, Rand­be­mer­kun­gen und Quer­ver­wei­sen.

FAZ
Wahl-Ber­li­ne­rin gewinnt Mil­lio­nen­preis für Erzähl­band
Saman­ta Schweb­lin ist die ers­te Gewin­ne­rin des spa­ni­schen, mit einer Mil­li­on Euro dotier­ten Aena-Lite­ra­tur­prei­ses. Sie erhält die Aus­zeich­nung für ihr Buch „Das gute Übel“. Das sorgt für hit­zi­ge Debat­ten.

FAZ
Die Lücken in den Tex­ten und die Fra­gen danach
Moni­ka Maron hat ihre Tage­bü­cher aus den Jah­ren 1980 bis 2021 ver­öf­fent­licht, in denen sie zur Schrift­stel­le­rin, Chro­nis­tin der Ein­heit und Streit­fi­gur wur­de. Ein schon geführ­tes Inter­view dazu mit der F.A.S. hat sie nicht frei­ge­ben.

FAZ
Immer die­se inten­si­ven Gefüh­le im hei­ßen Som­mer
Pau­li­na Spiech­o­wicz erzählt in ihrem Debüt­ro­man „Wenn alles brennt“ eine unru­hi­ge, pol­nisch-ita­lie­ni­sche Fami­li­en­ge­schich­te. Und spielt mit der Nost­al­gie der Gegen­wart für die Ver­gan­gen­heit der Neun­zi­ger­jah­re.

FAZ
Kann man sich dem Mob­bing in der Schu­le ent­zie­hen?
Marek Torčík erzählt in sei­nem fas­zi­nie­ren­den Debüt­ro­man von einem homo­se­xu­el­len Jun­gen, der sich nach der Wen­de in Tsche­chi­en müh­sam eman­zi­piert. Und sich nach Jah­ren sei­ner Ver­gan­gen­heit stellt.

FAZ
Gegen Poe­sie kommt die Wahr­heit nicht immer an
Vom Arbei­ten mit Grace Kel­ly bis zum Anti­se­mi­tis­mus in Öster­reich: Micha­el Köhl­mei­ers Buch über den Film­re­gis­seur Robert Dorn­helm bewährt sich als Zwit­ter zwi­schen Roman und Bio­gra­phie.

FAZ
Bli­cke aus dem Bull­au­ge des Fern­se­hens
Was Fritz Rudolf Fries in der spa­nisch­spra­chi­gen Lite­ra­tur ent­deck­te, taug­te ihm auch zur Ana­ly­se der DDR. Das bewei­sen sei­ne Tex­te in dem Sam­mel­band „Auf der Suche nach dem ver­lo­re­nen Para­dies“.

Die Pres­se
Flo­rence Knapps Best­sel­ler „Die Namen“: Sag mir, wie du heißt …
… und ich sage dir, wer du bist. Tat­säch­lich? Flo­rence Knapp macht dar­aus in „Die Namen“ ein packen­des Gedan­ken­ex­pe­ri­ment.

Die Pres­se
Im ehe­ma­li­gen Jugo­sla­wi­en gehör­ten Waf­fen zum Haus­halt – ein neu­er Roman von Ena Kata­ri­na Haler
In Ena Kata­ri­na Halers Roman „Die Schuld­lo­sen“ keh­ren eine Mut­ter und ihre zwei Kin­der in ein Dorf im ehe­ma­li­gen Jugo­slawien zurück. Die bei­den sind fas­sungs­los: Für die­sen trost­lo­sen, kaput­ten Land­strich haben sie alles ihnen Bekann­te ver­las­sen?

Die Pres­se
Wenn der Ehe­mann auf Kre­ta ver­schwin­det – neue Geschich­ten der pol­ni­schen Autorin Joan­na Bator
Eine Frau mutiert zur Fle­der­maus, eine kran­ke Allein­er­zie­he­rin ­kol­la­biert im Wald. Von Flucht aus dem all­täg­li­chen Dasein han­deln die neu­en Geschich­ten der pol­ni­schen Autorin Joan­na Bator.

Frank­fur­ter Rund­schau
Jetzt wür­de er die Lan­ge­wei­le vor­zie­hen
John Gris­hams „Das Ver­mächt­nis“ über einen Anwalt, der unter Mord­ver­dacht gerät.

Frank­fur­ter Rund­schau
Fla­schen­post gegen den Strom
Eine klei­ne Ukrai­ne-Biblio­thek (78): Petro Rych­los Band „Regen­bo­gen über der Donau“ zu deutsch-ukrai­ni­schen Lite­ra­tur­be­zie­hun­gen.

Ber­li­ner Zei­tung
„Bam­bi­no“ von Mar­co Bal­za­no: Die­ser Roman rückt nah an den Leser ran
Ein Ich-Erzäh­ler lädt ein, sich in ihn hin­ein­zu­ver­set­zen. Doch was tut die­ser kind­lich-jun­ge Mann im faschis­ti­schen Ita­li­en? Die Buch­kri­tik.

Tages­spie­gel
„Das Hotel glich einem Büh­nen­bild“
Seit 1890 mach­te Mar­cel Proust regel­mä­ßig Urlaub in Cabourg in der Nor­man­die. Dar­aus wur­de sein fik­ti­ves See­bad Bal­bec, einer der wich­tigs­ten Schau­plät­ze der „Recher­che“.

Tages­spie­gel
Ein Haus mehr, das dich fest­hält: Shel­ly Kup­fer­berg über das Leben im Natio­nal­so­zia­lis­mus
Die Ber­li­ner Autorin Shel­ly Kup­fer­berg erzählt in ihrem Roman „Stun­den wie Tage“ die Geschich­te einer Schö­ne­ber­ger Haus­be­sit­ze­rin und die der „Rote-Kapelle“-Widerstandskämpferin Lia­ne Ber­ko­witz.

Die Zeit
„Ich glau­be nicht an Inspi­ra­ti­on“
Der Schwei­zer Schrift­stel­ler Mar­tin Suter hat Mil­lio­nen Bücher ver­kauft. Mit sei­nem neu­en Werk setzt er dort an, wo er einst ange­fan­gen hat: beim schö­nen und schreck­li­chen Leben der Mana­ger. Ein Gespräch in sei­nem Zür­cher Arbeits­zim­mer

Die Zeit
Ach du Scheck, das Buch ist weg
Die Art, wie der Lite­ra­tur­kri­ti­ker Denis Scheck im Fern­se­hen Bücher in die Ton­ne wirft, steht in der Kri­tik. Dabei gibt es gute Grün­de für die beherz­te Ent­sor­gung.

Die Zeit
Hit­ze­wal­lung nicht aus­ge­schlos­sen
Die Pro­ble­me des Man­nes ab 50, jetzt auch als Roman

Die Zeit
Mün­chen leuch­tet nicht mehr
Mit dem Tod von Jür­gen Haber­mas und Alex­an­der Klu­ge ver­liert der Münch­ner Geist sei­ne letz­ten gro­ßen Stim­men. Was mit dem Abschied von Hans Magnus Enzens­ber­ger vor eini­gen Jah­ren begann, fin­det nun sei­nen Abschluss. Ein Nach­ruf auf die klu­ge Leich­tig­keit der BRD

Die Zeit
Wie eine Ehe zum Radier­gum­mi wird
Stig Dager­man nahm sich mit 31 Jah­ren das Leben. Jetzt kann man die Erzäh­lun­gen des schwe­di­schen Autors end­lich auf Deutsch ent­de­cken.

Der Stan­dard
Wenn die Stei­er­mark in Bra­si­li­en liegt: Kle­mens Renold­ners neu­es Buch
Der klug kon­zi­pier­te Roman „Die Wol­ken von bei­den Sei­ten gese­hen“ stellt die Fra­ge nach der einen „Wahr­heit“, die es nicht gibt

Der Stan­dard
Die Autorin Dana Gri­gorcea im Inter­view über Rumä­ni­en, Wen­de­zei­ten und ihren neu­en Roman
Die Schrift­stel­le­rin Dana Gri­gorcea lebt in der Schweiz und ist rumä­ni­scher Her­kunft. Ein Gespräch über ihren neu­en Roman „Tan­zen­de Frau, blau­er Hahn“, Fami­li­en­le­ben und Poli­tik

Der Stan­dard
Slo­bo­dan Šnaj­der schreibt mit „Engel des Ver­schwin­dens“ sei­ne Jugo­sla­wi­en-Tri­lo­gie fort
Der kroa­ti­sche Autor Slo­bo­dan Šnaj­der legt einen Roman über ein Miets­haus in Zagreb vor, des­sen Bewoh­ner drei poli­ti­sche Sys­te­me und meh­re­re Jahr­zehn­te erle­ben

Der Stan­dard
„Laza­rus Man“, der neue Roman des US-Autors Richard Pri­ce
Der neue Roman von Richard Pri­ce ist ein Quer­schnitt urba­ner Nöte, Ängs­te und All­ta­ge. Und ein Meis­ter­stück der Dia­log­ge­stal­tung

Süd­deut­sche Zei­tung
Wen man mag, den küsst man
Dana Gri­gorce­as Roman „Tan­zen­de Frau, blau­er Hahn“ dreht sich kunst­voll um eine ein­zi­ge Fra­ge: Wel­che Wün­sche wer­den wahr in der Kunst? Ant­wort: die inten­si­ven und die unbe­ding­ten.

 

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Online seit: 12. April 2026

Zuletzt geän­dert: 12. Apr. 2026