Presseschau – 9. Februar 2026

Mil­lio­nen-Lite­ra­tur­preis für Saman­ta Schweb­lin / Wie Boua­lem San­sal nach rechts abdrif­te­te / Alex­an­der Klu­ges Begräb­nis / Hans Erich Nossack …

NZZ
„Ich stell­te erstaunt fest: Einen Sohn, der zu Hau­se Hoch­deutsch spricht, ertra­ge ich nicht“ – der Autor Charles Lewin­sky im gros­sen Gespräch
Der Schwei­zer Autor blickt zurück auf sei­ne Kind­heit in einer jüdisch-ortho­do­xen Fami­lie. Sei­ne gros­sen Erfol­ge – ob in der TV-Unter­hal­tung oder als Schrift­stel­ler – hät­ten viel mit Dis­zi­plin und Zuver­läs­sig­keit zu tun, sagt er.

NZZ
Denis auf dem Damen­klo: der kurio­se Kon­flikt zwi­schen Deutsch­lands bekann­tes­tem Lite­ra­tur­kri­ti­ker und Ildi­kó von Kür­thy
In sei­ner Sen­dung „Druck­frisch“ schmäh­te Denis Scheck zum wie­der­hol­ten Mal die Best­sel­ler­au­torin. Nun schla­gen sie und ihre Fans zurück.

Die Welt
Der Tag, an dem die drit­te Bür­ger­rechts­be­we­gung begann
Ein Auf­ruhr in New York wur­de zur Geburts­stun­de der Homo­se­xu­el­len-Bewe­gung. Tho­mas Sparr erzählt die Geschich­te des Chris­to­pher Street Days neu – und stellt gän­gi­ge Gewiss­hei­ten infra­ge.

FAZ
Alles kann die­ser Mann erklä­ren, aber nichts ver­ste­hen
Dana von Suff­rins wun­der­bar böser Bezie­hungs­ro­man „Toxi­ba­by“ lässt eine Groß­stadt­neu­ro­ti­ker­be­zie­hung schei­tern. Und erzählt auch noch über die jüdi­sche Befind­lich­keit von heu­te.

FAZ
Ich ist kein ande­rer
Eine Absa­ge an den Mar­ken­kern des ame­ri­ka­ni­schen Traums: Der Noir-Exper­te Dave Zelt­s­er­man mel­det sich nach län­ge­rer Pau­se mit der Geschich­te eines fol­gen­rei­chen Auf­trags­mor­des zurück.

FAZ
Die Ers­te ihrer alten Schu­le
War­um christ­li­che Rhe­to­rik die Welt ver­än­dern konn­te, erklär­te die Alt­his­to­ri­ke­rin Aver­il Came­ron. So wun­der­bar es klingt: Tex­te über Tex­te wur­den wirk­mäch­tig. Die Pio­nie­rin inspi­rier­te ganz beson­ders ihre weib­li­chen Kol­le­gin­nen. Jetzt ist sie gestor­ben.

FAZ
Wie Boua­lem San­sal nach rechts abdrif­te­te
Obwohl sich sein Ver­lag Gal­li­mard für sei­ne Frei­las­sung aus alge­ri­scher Haft ein­ge­setzt hat­te, wech­sel­te der Autor Boua­lem San­sal in die Hachet­te-Grup­pe des rechts­extre­men Mil­li­ar­därs Vin­cent Bol­lo­ré. War­um?

FAZ
Ver­lo­re­ne Orte, ver­lo­re­ne See­len
Der zwei­te Roman ist immer der schwers­te: Nach einem außer­ge­wöhn­li­chen Kri­mi-Debüt legt Tho­mas Knü­wer sein nächs­tes Buch vor und ermög­licht einen abge­klär­ten Blick auf ver­bor­ge­ne Lebens­rea­li­tä­ten. Wie schlägt er sich?

Die Pres­se
Mil­lio­nen-Lite­ra­tur­preis: Wer ist die Argen­ti­nie­rin, die jetzt so viel Geld wie für den Nobel­preis gewinnt?
Saman­ta Schweb­lin gewinnt eine Mil­li­on Euro für einen Erzähl­band – obwohl sie in Ber­lin lebt, ist sie bei uns immer noch ein Geheim­tipp: Außer­ge­wöhn­lich ist nicht nur der neue Preis.

Frank­fur­ter Rund­schau
Wenn der Post­mann drei­mal klin­gelt
Der rasan­te Thril­ler „The Mail­man“ von Andrew Welsh-Hug­gins.

Tages­spie­gel
Ein Haus mehr, das dich fest­hält
Die Ber­li­ner Autorin Shel­ly Kup­fer­berg erzählt die Geschich­te einer Schö­ne­ber­ger Haus­be­sit­ze­rin und die der „Rote-Kapelle“-Widerstandskämpferin Lia­ne Ber­ko­witz.

Der Stan­dard
Autor Chris­toph Peters war 20 Jah­re Alko­ho­li­ker, ehe er auf „Ent­zug“ ging
Der Deut­sche schil­dert in sei­nem Roman so scho­nungs­los wie ana­ly­tisch sei­ne Erkran­kung. Zuletzt muss­te er alle zwei Stun­den trin­ken, um nicht zu zit­tern

Der Stan­dard
Argen­ti­nie­rin Saman­ta Schweb­lin gewinnt Mil­lio­nen-Lite­ra­tur­preis
Erzähl­band „Das gute Übel“ wur­de zum bes­ten spa­nisch­spra­chi­gen Buch des Jah­res 2025 gewählt – Erst­mals ver­ge­be­ner Aena-Preis mit einer Mil­li­on Euro dotiert

Die Zeit
Der berühm­tes­te unbe­rühm­te Schrift­stel­ler Deutsch­lands
Plötz­lich zählt ein deut­scher Roman zu den wich­tigs­ten des 20. Jahr­hun­derts – aber hier­zu­lan­de kennt nie­mand Hans Erich Nossacks „Der Unter­gang“. Das soll­te sich ändern.

Süd­deut­sche Zei­tung
Am Ende spielt Hel­ge Schnei­der Saxo­fon
Alex­an­der Klu­ge ist in Ber­lin, auf dem Doro­theen­städ­ti­schen Fried­hof, beer­digt wor­den – bei Hegel, Brecht und schräg gegen­über von sei­ner Schwes­ter Alex­an­dra.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Ich bin 77, aber ich war mal 47“
Unse­re Lieb­lings­schau­spie­ler kön­nen dank KI-Vide­os ihr jün­ge­res Ich umar­men, und das Ber­lin der Stumm­film­zeit erstrahlt in Far­be: Sind die digi­ta­len Zeit­rei­sen rei­ne Sehn­sucht nach frü­her oder eine neue Form von Lebens­weis­heit?

 

 

 

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Online seit: 9. April 2026

Zuletzt geän­dert: 10. Apr. 2026