Presseschau – 7. April 2026

Die Tage­bü­cher von Moni­ka Maron / War­um wur­de Ben­ja­mins „Kunstwerk“-Aufsatz ver­stüm­melt? / Sal­man Rush­die / Chris­toph W. Bau­er / Madame Niel­sen / Vik­tor Jero­fe­jew …

NZZ
Der fata­le Hit­ler­gruss: Madame Niel­sen und der Skan­dal, der kei­ner sein soll­te
Eine Künst­le­rin zwi­schen Pro­vo­ka­ti­on und Pro­jek­ti­on: In «Das Zeit­geis­ter­haus» ver­dich­tet Madame Niel­sen einen rea­len Skan­dal zu einer Para­bel auf die ängst­li­che Gegen­wart Deutsch­lands. Eine Begeg­nung auf dem Mon­te Veri­tà.

NZZ
Der „chi­ne­si­sche Traum“ als Alb­traum der Mensch­heit – Yang Lians Essay­samm­lung „Im Ein­klang mit dem Tod“
Es gibt aus chi­ne­si­schen Exil­krei­sen im Wes­ten nicht mehr oft kri­ti­sche Stim­men zum Zustand und zur Ent­wick­lung Chi­nas zu ver­neh­men. Xis Regime der Ein­schüch­te­rung wirkt auch im Aus­land. Der Dich­ter Yang Lian aber hat den Mut zum Klar­text behal­ten.

Die Welt
Die nied­li­che rus­si­sche Schuld
„Die neue Bar­ba­rei“ von Vik­tor Jero­fe­jew

Die Welt
War­um Sie Ihren Oster­spa­zier­gang in die­sem Dorf bei Rom machen soll­ten
Nicht nur Goe­the hat Spu­ren als Ita­li­en­tou­rist hin­ter­las­sen. In der Nähe von Rom wur­de eine gan­ze Künst­ler­ko­lo­nie hei­misch. Jetzt erzählt ein For­scher, wie Kit­sch­ma­le­rei damals das aus­ge­löst hat, was heu­te nur noch Insta­gram kann.

Die Welt
„Bit­te gestat­ten Sie mir eine län­ge­re Rei­se zu unter­neh­men. Ich bit­te um einen Son­der­sta­tus.“
Von Moni­ka Maron

Die Welt
Nach Ita­li­en fah­ren, von „Wien am Meer“ träu­men und Titos Reden­schrei­ber tref­fen
Für Fans ist Tri­est schon lan­ge das bes­se­re Vene­dig. Mit Fede­ri­ca Man­zons Roman „Alma“ kann jeder die Magie die­ser Stadt ent­de­cken. Es geht um eine Jugend­lie­be, Jugo­sla­wi­en im Spie­gel zwei­er Gene­ra­tio­nen – und ein Lebens­ge­fühl zwi­schen k.u.k und Karst.

FAZ
Hier wird die Lite­ra­tur­land­schaft auf der Mikroebe­ne erschlos­sen
Rin­gel­natz als Bei­spiel: Gleich meh­re­re Ver­la­ge haben Bro­schü­ren­se­ri­en zu den Lebens­or­ten bedeu­ten­der Schrift­stel­ler im Pro­gramm. Das Publi­kum liebt sie, die Schau­plät­ze der Hef­te noch mehr.

FAZ
Sinkt der Pegel, beginnt das Zit­tern
Die Gefahr zu ster­ben ist real: Chris­toph Peters erzählt in sei­nem neu­en, auto­bio­gra­phi­schen Roman „Ent­zug“ von der Höl­le des Alko­ho­lis­mus – und wie er ihr ent­kam.

FAZ
Das uner­schöpf­lich Böse eines Ortes
Kunst­vol­le Ver­mi­schung von Wahr­heit und Fik­ti­on rund um den Krieg Russ­lands gegen die Ukrai­ne: Ser­gej Lebe­dews neu­er Roman „Die „Beschüt­ze­rin“.

FAZ
War­um wur­de Wal­ter Ben­ja­mins „Kunstwerk“-Aufsatz ver­stüm­melt?
Von Ador­no bearg­wöhnt: Wal­ter Ben­ja­mins bahn­bre­chen­der Auf­satz „Das Kunst­werk im Zeit­al­ter sei­ner tech­ni­schen Repro­du­zier­bar­keit“ erschien zunächst in einer stark gekürz­ten Fas­sung.

FAZ
Hen­ning Ahrens: „Brief“
Schau an, der Früh­ling ver­lässt mich auch! Ein Gedicht über Abschie­de, die all­ge­gen­wär­ti­ge Ver­gäng­lich­keit, den Flug der Vögel und das Rät­sel der Schrift.

Die Pres­se
Eine unge­wöhn­li­che Fami­lie
David Vaj­da erzählt eine Fami­li­en­ge­schich­te von bal­ka­ni­scher Robust­heit, aber auch gro­ßer Zärt­lich­keit.

Die Pres­se
Nost­al­gier­ei­se ins Ita­li­en der 1970er
„Pre­mio Strega“-Gewinner San­dro Vero­ne­si erzählt in „Schwar­zer Sep­tem­ber“ vom letz­ten unbe­schwer­ten Leuch­ten einer Kind­heit, die abrupt endet.

Die Pres­se
Sebas­ti­an Fit­zek bekommt recht viel Spott ab
Tho­mas Kunsts Pro­sa ist wie ein iro­ni­scher Spie­gel unse­rer Medi­en­welt. Und klingt ein biss­chen wie Tho­mas Bern­hard.

Die Pres­se
Anti­se­mi­tis­mus am Wie­ner Hof
Vla­di­mir Vert­lib erzählt in „Der Jude der Kai­se­rin“ von der jun­gen Kai­se­rin Mar­ga­ri­ta Tere­sa von Spa­ni­en, die mit Kai­ser Leo­pold I. ver­hei­ra­tet war. Ein Roman über Mob­bing und Juden­hass am Wie­ner Hof.

Die Pres­se
Män­ner aus höhe­ren Schich­ten nutz­ten die Frau­en in ihrem Umfeld aus
Vor dem Ver­ges­sen geret­tet: Emi­lie Mata­jas Roman „Anstän­di­ge Frau­en“ aus dem 19. Jahr­hun­dert beschreibt eine scham­lo­se Affä­re.

Die Pres­se
Die Piep-Piep-Piep-Geräu­sche an der Super­markt­kas­sa rau­ben den Kas­sie­re­rin­nen den Ver­stand
Hun­ger und Durst sind die stän­di­gen Beglei­ter einer Super­markt­kas­sie­re­rin. Aber war­um begreift die Prot­ago­nis­tin im Roman „Die Schicht“ der tsche­chi­schen Autorin ­Anna Bea­ta Háb­lo­vá ihren Job als Bestra­fung?

Tages­spie­gel
Es liegt ein Gül­le­ge­ruch in der fri­schen Bran­den­bur­ger Luft
Ergie­bi­ger Stoff für eine Komö­die: Der Ber­li­ner Schrift­stel­ler Maxim Leo nimmt den Well­ness- und Acht­sam­keits­be­trieb ins Visier.

Tages­spie­gel
Der bewun­derts­te aller Dich­ter mit Spitz­bart und Schne­cken­haus­na­se
Gro­ße Ent­täu­schung: Wie der Erzäh­ler der „Recher­che“ bei den Swanns das ers­te Mal den von ihm bewun­der­ten Schrift­stel­ler Berg­ot­te trifft.

Frank­fur­ter Rund­schau
Zurück in die Skla­ve­rei
Octa­via E. But­lers „Ver­bun­den“, neu über­setzt und her­aus­ge­bracht.

Frank­fur­ter Rund­schau
Baut Bur­gen auf Mis­hau­fen!
„Inven­tur eines Dino­sau­ri­ers“: Hen­ning Ahrens’ neue Lyrik ver­an­schau­licht den Ernst der Welt­la­ge – und ver­wei­gert sich jed­we­der trös­ten­den Bot­schaft. Fast.

Frank­fur­ter Rund­schau
Es gibt kei­nen Aus­gleich für ver­säum­tes Leben
Fremd zu Haus: Die Tage­bü­cher von Moni­ka Maron.

Ber­li­ner Zei­tung
Moral ist ein Irr­tum: Was man in Sta­lins Lagern ler­nen konn­te
Mat­thi­as Nawrat hat mit „Das glück­li­che Schick­sal“ einen phi­lo­so­phi­schen Roman über die Illu­si­on von Wil­le und Indi­vi­dua­li­tät geschrie­ben.

Ber­li­ner Zei­tung
Ein ver­spiel­ter Roman über die Lie­be und das Erzäh­len
In dem Buch von Dana Gri­gorcea wirkt die Erzäh­le­rin wie eine Schwes­ter von Ali­ce im Wun­der­land. Sie erlebt zau­ber­haf­te Din­ge im Nach­wen­de-Rumä­ni­en.

Die Zeit
Jen­ny Erpen­beck ver­rät, was Abitu­ri­en­ten über ihr Buch wis­sen müs­sen
Bald begin­nen die Abitur­prü­fun­gen, der Roman „Heim­su­chung“ von Jen­ny Erpen­beck ist Pflicht­lek­tü­re für das Deutsch-Abi. Wer könn­te da bes­ser hel­fen als die Autorin selbst?

Die Zeit
Zum Tod von Alex­an­der Klu­ge
Autor, Fil­me­ma­cher, Pro­du­zent: Alex­an­der Klu­ge hat die kul­tu­rel­le Land­schaft in Deutsch­land seit 1945 inspi­riert und geprägt. Erin­ne­run­gen an einen Geist, der über alle Gren­zen sprang.

Die Zeit
Das Licht kommt
Aber vor­her stirbt Jesus am Kreuz. Was bedeu­tet uns die Pas­si­ons­ge­schich­te heu­te? Was hilft gegen die Fins­ter­nis? Eine Schrift­stel­le­rin und ein Kar­di­nal, Theo­lo­gen und Redak­teu­re erzäh­len.

Der Stan­dard
„Ich habe immer an sie geglaubt“: Lite­ra­tur­agen­tin Anna Web­ber über „ihre“ Boo­ker-Pri­ze-Gewin­ner
Stra­te­gin im Hin­ter­grund: Anna Web­ber ist Lite­ra­tur­agen­tin und betreut unter ande­rem die bei­den letz­ten Boo­ker-Pri­ze-Trä­ger Saman­tha Har­vey und David Sza­lay

Der Stan­dard
Sama Maanis aber­wit­zi­ge Rei­se nach Tehe­ran
In „Besuch bei Onkel Napo­le­on“ ver­schwim­men die Gren­zen zwi­schen Fik­ti­on und Rea­li­tät. Mit gro­ßer Fabu­lier­lust geht es in den Iran und Fern­seh­wel­ten der 1970er-Jah­re

Der Stan­dard
Mys­tik und Dras­tik. „Letz­te Tage mit Tere­sa von Ávila“, der neue Roman von Cris­ti­na Mora­les
Die spa­ni­sche Autorin Cris­ti­na Mora­les schlüpft in ihrem neu­en Buch in die Haut der Mys­ti­ke­rin Tere­sa von Ávila und erzählt ihr Leben neu

Der Stan­dard
Die Erin­ne­run­gen von Mar­cel Prousts Haus­häl­te­rin als Gra­phic Novel
Die Comic­zeich­ne­rin Chloé Cruch­au­det lässt in zwei Bän­den wich­ti­ge Sze­nen aus Mar­cel Prousts Leben Revue pas­sie­ren und setzt sei­ner Haus­häl­te­rin ein Denk­mal

Der Stan­dard
Jedes Leben kann ent­glei­sen. Chris­toph W. Bau­ers Novel­le „Lärm“
Chris­toph W. Bau­er legt eine form­voll­ende­te Novel­le über die Erfah­rung der Fül­le und des Zer­falls sowie einen Mann im Sod­bren­nen des Ich vor

Süd­deut­sche Zei­tung
„In den sozia­len Medi­en kur­sie­ren Auf­ru­fe, mich zu eli­mi­nie­ren“
Lin­ker Faschis­mus? Der Jour­na­list Nicho­las Pot­ter ana­ly­siert die „neue auto­ri­tä­re Lin­ke“ und zeich­net ein beun­ru­hi­gen­des Bild, das von His­to­ri­kern gestützt wird.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Die Trump-Regie­rung hat offen­sicht­lich gro­ße Angst vor Humor“
Der Best­sel­ler­au­tor Sal­man Rush­die im Gespräch über eine gro­ße Schwä­che des US-Prä­si­den­ten, das Wei­ter­ma­chen, wenn man eigent­lich schon tot war – und dar­über, wel­che Musik auf der Dis­co­par­ty zu sei­nem 100. Geburts­tag lau­fen soll.

 

 

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Online seit: 7. April 2026

Zuletzt geän­dert: 7. Apr. 2026