Presseschau – 1. April 2026

Hachette nimmt KI-generierten Roman vom Markt / Random House klagt Open AI / David Szalay / Wildgans-Preis für Karin Peschka / Anjet Daanjes Hommage an die Schwestern Brontë …

Online seit: 1. April 2026

Die Welt
„Die entscheidende Umwälzung hat 1945 begonnen“
Auf dem Monte Verità wollte einst Reformer die Welt mit freier Liebe verbessern. Eine Story wie von Houellebecq. Deswegen wählte er den Ort für einen seiner seltenen Auftritte.

Die Welt
„Holocaust und Krieg überlebt, allet janz furchtbar“
„Der Nazi und der Friseur“ heißt sein bekanntestes Werk. 60 Verlage hatten es damals abgelehnt, bevor ein kleiner Kölner Verlag sich traute. Jetzt wäre Edgar Hilsenrath 100 geworden. Eine persönliche Erinnerung. Von Marko Martin

Die Welt
Jetzt soll seine Ideengeschichte eine „Kampfschrift gegen die liberale Demokratie“ sein
Jörg Baberowskis Buch „Am Volk vorbei“ stößt einem Kritiker der „Zeit“ sauer auf. Warum sich die Streitschrift lohnt und welche weiteren Bücher für Debatten sorgen, lesen Sie hier.

FAZ
Gewalt wurzelt in den Gedärmen und explodiert im Kopf
Er war ein illusionsloser Autor, der sich nicht den Diktatoren beugte: Mit „Eine Aufforderung zum Kampf“ hat Frankétienne den Roman des gescheiterten Staates Haiti geschrieben.

FAZ
Asylantrag als Eichhörnchenfutter
Tomer Gardis wilder Sozialreportageroman „Liefern“ erzählt von einem eritreischen Fahrradkurier – und von noch viel mehr.

FAZ
Erschaffen, um das, was nicht existiert, greifbar zu machen
Diese literarische Hommage an die Schwestern Brontë kommt aus den Niederlanden: Anjet Daanjes großartiger Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“.

Die Presse
Sei mein Hund, Geliebte! Großer US-Verlag stolpert über derbe KI-Romanze
Erstmals muss mit Hachette ein renommiertes Verlagshaus einen Roman vom Markt nehmen, weil er fast zur Gänze maschinell erzeugt wurde. Und wer hat das herausgefunden? Die Leserinnen.

Frankfurter Rundschau
Die letzte Frau
Jacqueline Harpmans Roman „Ich, die ich Männer nicht kannte“

Tagesspiegel
Die deutschsprachige Literatur wird global
Gleich zwei deutsche Bücher: Daniel Kehlmann und Shida Bazyar stehen mit den Übersetzungen ihrer Romane „Lichtspiel“ und „Nachts ist es leise in Teheran“ auf der Shortlist des International Booker Prize.

Tagesspiegel
Internationales Literaturfestival Berlin: Boualem Sansal wird Schirmherr
Erstmals in der Geschichte des Festivals übernimmt ein Schriftsteller die Schirmherrschaft. Der franko-algerische Autor ist Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels.

Tagesspiegel
Als im Hinterhof noch Kühe gemolken wurden
Michael Wildenhains Roman „Das Ende vom Lied“ ist eine literarische Zeitkapsel. Wir haben den Schriftsteller bei einer Spurensuche durchs Herz des alten West-Berlin begleitet.

Die Zeit
„Ich schrieb Geschichten und war frei“
Der Schweizer Autor Charles Lewinsky fand als Kind im Schreiben eine Welt, in der er lügen durfte. Ein Gespräch zum 80. Geburtstag

Der Standard
Wie Xaver Bayer im Roman „Hauch“ alle Weltverächter hinters Licht führt
Der Österreichische-Buchpreis-Gewinner von 2020 lockt auf die Fährte des Weltekels. Doch sein Briefroman nimmt Größenverhältnisse aufs Korn

Der Standard
Oberösterreichische Autorin Karin Peschka erhält Anton-Wildgans-Preis
Laut der Jury ist die Autorin „eine ganz und gar eigene, selbstbewusste Stimme in der Österreichischen Gegenwartsliteratur“

Der Standard
„Der kleine Drache Kokosnuss“: Verlag klagt gegen OpenAI
ChatGPT soll Texte und Illustrationen reproduziert und damit Urheberrechte verletzt haben

Süddeutsche Zeitung
Wo man später mal begraben sein möchte
Der Booker-Preisträger David Szalay ist in Kanada geboren, hat schon in London und Ungarn gelebt, jetzt trifft man ihn in Wien. Ein Gespräch über die Vorteile der Heimatlosigkeit.