Boccaccio.cc–Preis für die beste Erzählung des Jahres an Monika Helfer überreicht

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und hat zum Ziel, die bes­te Erzäh­lung des Jah­res aus­zu­zeich­nen.
Monika Helfer in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur. Foto © ÖGfL

Moni­ka Hel­fer in der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für Lite­ra­tur. Foto: ÖGfL

Die öster­rei­chi­sche Schrift­stel­le­rin Moni­ka Hel­fer wur­de am 25. März 2026 in der Öster­rei­chi­schen Gesell­schaft für Lite­ra­tur in Wien mit dem „Boccaccio.cc-Preis für die bes­te Erzäh­lung des Jah­res“ aus­ge­zeich­net.

Die Erzäh­lung „Sie woll­ten sich tren­nen“ wur­de von der Jury, bestehend aus Dana Gri­gorcea, Julia Scho­ch und Tho­mas Stangl, aus einer zehn Titel umfas­sen­den Short­list aus­ge­wählt, die von der Vor­ju­ry auf Basis von über tau­send ein­ge­sand­ten Tex­ten erstellt wur­de.

Die Jour­na­lis­tin Anne-Cathe­ri­ne Simon lob­te in ihrer Lau­da­tio den unver­wech­sel­ba­ren Hel­fer-Sound als einen „Gleich­klang von mensch­li­cher und lite­ra­ri­scher Fein­heit, Zart­heit und Zuge­wandt­heit. Damit zu tun hat auch die Fähig­keit, zu ent­blö­ßen, oft scho­ckie­rend zu ent­blö­ßen, ohne je bloß­zu­stel­len. Men­schen­freund­lich­keit ist zwar kei­ne künst­le­ri­sche Kate­go­rie – es gibt groß­ar­ti­ge mis­an­thro­pe Künst­ler – aber wenn bei­des, die mensch­li­che und künst­le­ri­sche Fein­heit, zusam­men­kommt, dann ist das ein dop­pel­ter Glücks­fall. Und ein wesent­li­cher Grund, war­um so vie­le Men­schen Bücher von Moni­ka Hel­fer lie­ben.“

Die Wie­ner Kul­tur­stadt­rä­tin Vero­ni­ca Kaup-Has­ler hob in ihrer Anspra­che die „ganz ande­re Prä­zi­si­on und Kom­pakt­heit der ver­meint­lich klei­nen Form“ her­vor, die neben den volu­mi­nö­sen Best­sel­lern oft unter­ge­he und daher umso mehr den Ein­satz der Zeit­schrif­ten und unab­hän­gi­gen Ver­la­ge brau­che, um ihr Publi­kum zu fin­den.

Über Moni­ka Hel­fer
Moni­ka Hel­fer, 1947 in Au/Bregenzerwald gebo­ren, lebt in Vor­arl­berg und Wien. Sie hat zahl­rei­che Roma­ne, Erzäh­lun­gen und Kin­der­bü­cher ver­öf­fent­licht. Für ihre Arbei­ten wur­de sie unter ande­rem mit dem Öster­rei­chi­schen Wür­di­gungs­preis für Lite­ra­tur, dem Solo­thur­ner Lite­ra­tur­preis, dem Johann-Peter-Hebel-Preis und dem Bru­no-Krei­sky-Preis für das poli­ti­sche Buch aus­ge­zeich­net. Zuletzt erschie­nen u.a. die Roma­ne Vati (Han­ser, 2021), Löwen­herz (Han­ser, 2022) und Die Jung­frau (Han­ser, 2023), die Erzähl­bän­de Bett­ge­schich­ten und ande­re (Bahoe Books, 2022), Wie die Welt wei­ter­ging (Han­ser, 2024), die Erzäh­lung Der Bücher­freund (Han­ser, 2025) sowie das gemein­sam mit Micha­el Köhl­mei­er ver­fass­te Stück Pra­ter­stern (Brau­mül­ler, 2025).

Über den Preis
Der „Boccaccio.cc-Preis für die bes­te Erzäh­lung des Jah­res“ ist mit 10.000 Euro dotiert und wird jähr­lich ver­ge­ben. Die ers­te Preis­trä­ge­rin 2024 war Nata­scha Wodin, die für ihren Text „Nach­ba­rin­nen“ aus­ge­zeich­net wur­de. Ziel des Prei­ses ist es, die Auf­merk­sam­keit auf die Gat­tung der Erzäh­lung zu len­ken, die im deut­schen Sprach­raum einen unver­dient schwe­ren Stand hat und vom Buch­markt häu­fig über­se­hen wird.

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Spon­so­ren
Der Boc­c­ac­cio-cc-Preis wird unter­stützt von der Text­ma­nu­fak­tur, dem Kor­rek­tur Ver­lag und der Kul­tur­ab­tei­lung der Stadt Wien.

 

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Online seit: 26. März 2026

Zuletzt geän­dert: 31. März 2026