Presseschau – 27. März 2026

Jon Fos­se / Weg­ge­fähr­ten über Alex­an­der Klu­ge / Josef Wink­ler / Ein rus­si­scher Nobel­preis? / Chris­toph Peters / Tho­mas Hett­che / Nadi­ne Schnei­der …

NZZ
Lei­den­schaft­lich und «crin­ge», wie die Gen Z sagen wür­de: Tho­mas Hett­che erzählt in sei­nem Buch von einer Boo­mer-Lie­be
Ein Lie­bes­dra­ma unter Ü‑60-Jäh­ri­gen vor dem Hin­ter­grund der aus­bre­chen­den Coro­na-Pan­de­mie: Die Idee des Romans «Lie­be» ist schlüs­sig. Den­noch ist er vir­tu­os miss­glückt.

Die Welt
„Christ­de­mo­kra­tie bekä­men wir dann von Leu­ten, die nicht wis­sen, wie die funk­tio­niert“
Ein jun­ger Mann lebt im Ver­bin­dungs­haus und sucht – die Lie­be. In Vol­ker Zier­kes Roman „Her­ren­ge­deck“ tau­melt ein Nihi­list durch die rech­ten Milieus von heu­te. Die Geschich­te spielt in Dres­den. Hat sich „Wert­her“ an die Elbe ver­irrt?

FAZ
An der Quel­le von Zuver­sicht und Ent­täu­schung
Nadi­ne Schnei­ders Roman „Das gute Leben“ ist ein Drei­ge­ne­ra­tio­nen­por­trät von Frau­en, eine Migra­ti­ons­er­zäh­lung und eine Sozi­al­ge­schich­te der Bun­des­re­pu­blik.

FAZ
Etwas vom Traum hat die­se Wirk­lich­keit immer
Jon Fos­ses Grea­test Hits: Der neue Roman des nor­we­gi­schen Schrift­stel­lers ist der Ers­te, den er nach dem Lite­ra­tur­no­bel­preis geschrie­ben hat.

FAZ
Der tote Vater bleibt schön in sei­nem Grab
Hei­mat kann auch ein Ort sein, den man ver­las­sen darf, aber nicht ver­las­sen möch­te: Han­nah Häff­ner beleuch­tet in „Die Rie­sin­nen“ das Ver­hält­nis drei­er Frau­en zu ihrem Lebens­ort im Schwarz­wald.

FAZ
Eine Tüte Glück zum Buch
Es fehl­te ein­fach die Zeit, mit Wolf­ram Wei­mer zu hadern: Ein Besuch der Deut­schen-Buch­hand­lungs­preis­trä­ge­rin „Seri­fee“ in Leip­zig.

FAZ
„Er war ein beherrsch­ter Mann, außer im Bett“
Zwei Ril­ke-Aben­de unter dem Titel „Kei­ner schwallt so schön wie Rai­ner“: Der ers­te ver­dammt den Dich­ter noch, der zwei­te preist ihn.

FAZ
Sebas­ti­an Fit­zek, was ist Ihr Erfolgs­re­zept?
Kein deut­scher Autor ist erfolg­rei­cher als Sebas­ti­an Fit­zek mit sei­nen Psy­cho­thril­lern. Hier erzählt er, wovon er sich inspi­rie­ren lässt – und war­um er beim Schrei­ben nie an sei­ne Leser denkt.

FAZ
„Es ist ein Irr­tum, dass die Toten tot sind“
Als der Autor, Fern­seh- und Fil­me­ma­cher Alex­an­der Klu­ge am Mitt­woch starb, hat­te er noch Pro­jek­te für wei­te­re zehn Jah­re. Hier erin­nern sich Kol­le­gin­nen und Weg­ge­fähr­ten wie Elfrie­de Jeli­nek, Ben Ler­ner und Joseph Vogl an ihn.

FAZ
Gerech­tig­keit für Har­riet Mill
Der Hackett-Ver­lag hat sich ent­schie­den, die Ehe­frau von John Stuart Mill als Mit­au­torin der berühm­ten Schrift „Über die Frei­heit“ zu nen­nen. Der Schritt war über­fäl­lig.

Die Pres­se
Nach die­sem Buch wird man nie wie­der ein Tur­nier im Kunst­tur­nen oder Eis­lau­fen ver­fol­gen wol­len
Son Lewan­dow­ski hat mit „Die Rou­ti­nen“ einen dring­li­chen Roman über den Turn­sport und sei­ne Bru­ta­li­tät geschrie­ben. War­um die­se Lek­tü­re nach­hal­tig erschüt­tert.

Die Pres­se
„Unter die­si­gem Him­mel, Milch das Licht, gehen wir noch ein­mal her­ab an den Tiber …“
Marit Heuß erzählt in ihren Gedich­ten von Her­kunft und ver­meint­li­chen Idyl­len, die sich in der Gegen­wart im Zer­fall befin­den.

Die Pres­se
In der Anfangs­zeit des Zio­nis­mus wäre ein Teil von Texas fast das gelob­te Land gewor­den
Rachel Cocke­rell erzählt in einer gro­ßen lite­ra­ri­schen Col­la­ge von ihrer Fami­lie, vom Zio­nis­mus und einem völ­lig ver­ges­se­nen Kapi­tel jüdi­scher Geschich­te.

Die Pres­se
In „hal­lo nie­mand“ wech­selt Ali­ce Wei­del zur CDU
Lyri­sche Komö­die voll poli­ti­schem Witz und Hal­lu­zi­na­tio­nen: „hal­lo nie­mand“ des aus Char­kiw stam­men­den und in Wien leben­den Dich­ters Yev­ge­niy Brey­ger.

Der Stan­dard
Wie Josef Wink­ler im neu­en Buch den Schat­ten der Schwes­ter beschwört
In „Das Glück ist ein Engel mit erns­tem Gesicht“ errich­tet der Kärnt­ner Büch­ner-Preis­trä­ger sei­ner Kind­heits­land­schaft ein rie­si­ges Mahn­mal

Frank­fur­ter Rund­schau
Ein gro­ßer rus­si­scher Lite­ra­tur­preis? 
Mos­kau will dem Lite­ra­tur­no­bel­preis Kon­kur­renz machen. Kul­tur­pro­pa­gan­dist und Schrift­stel­ler Sachar Pril­epin schlägt einen neu­en glo­ba­len Schrift­stel­ler­wett­be­werb vor. Putin befür­wor­tet die Idee.

Tages­spie­gel
„Er form­te eine poe­ti­sche Spra­che der Comics“
Man­ga­zeich­ner Yoshi­ha­ru Tsu­ge mit 88 Jah­ren gestor­ben. In Japan war er stil­prä­gend, inter­na­tio­nal wur­de er erst spät ent­deckt. Anfang März ist der Man­ga­zeich­ner Yoshi­ha­ru Tsu­ge gestor­ben, wie jetzt bekannt wur­de.

Süd­deut­sche Zei­tung
2,3 Pro­mil­le, zwan­zig Jah­re lang
Wenn man den atem­be­rau­ben­den Roman „Ent­zug“ von Chris­toph Peters gele­sen hat, weiß man, was es bedeu­tet, schwe­rer Alko­ho­li­ker zu sein. Mehr kann Lite­ra­tur nicht leis­ten.

Süd­deut­sche Zei­tung
Mein Mann der Stun­de
Alte Auf­zeich­nun­gen von Albert Ein­stein oder Bob Dylan zum Krieg, zur Ver­zweif­lung, zur Wut – wie sehr sie doch die Stim­mung des Moments ein­fan­gen! Fol­ge drei von „Hei­den­reichs Fund­stü­cken“.

 

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Online seit: 27. März 2026

Zuletzt geän­dert: 28. März 2026