Im Namen des Guten

In sei­nem Roman Der Cir­cle nimmt sich Dave Eggers gewich­ti­ger The­men an. Erzählt wird lei­der etwas bie­der. Von Tho­mas Lang

Seit drei Tagen ver­such­te Mara ver­geb­lich sich auf Face­book ein­zu­log­gen. Sie hat­te ein Ser­vice-Mail erhal­ten, in dem ver­spro­chen wur­de, das Pro­blem schnell zu behe­ben, dann ein wei­te­res E‑Mail, das einen Link ankün­dig­te, mit des­sen Hil­fe sie ihre Zugangs­da­ten zurück­set­zen könn­te. Der Link wur­de ihr nicht zuge­sandt. Seit einem Tag kam sie gar nicht mehr an ihre in der Cloud gespei­cher­ten Daten. Sie konn­te Mails weder sen­den noch emp­fan­gen. Sie rief mehr­mals bei der Hot­line des Cloud-Hos­ters an, flog aber jedes Mal bin­nen zwei Minu­ten aus der Lei­tung. Von einer Freun­din, die ein­mal im Monat zu Besuch kam, erfuhr sie, dass vie­le ähn­li­che Pro­ble­me hat­ten. Eini­ge ver­mu­te­ten, dass die Pre­mi­um-Kun­den der größ­ten Pro­vi­der ein­fach zu viel Traf­fic erzeug­ten. Ande­re woll­ten wis­sen, dass ein wich­ti­ger Back­bone aus­ge­fal­len war und nie­mand die Repa­ra­tur bezah­len woll­te oder konn­te. Mara setz­te einen Tweet ab, „Sch… Inter­net“, auf den nie­mand reagier­te, obwohl sie fünf­zehn­hun­dert Fol­lower hat­te. Am Nach­mit­tag mel­de­te ihr Kühl­schrank, dass er ver­geb­lich bei vier ver­schie­de­nen Super­märk­ten Soja­milch bestellt hat­te. Der Smart Fri­dge mach­te öfters Mist, des­halb woll­te sie sich nicht auf ihn ver­las­sen. Also ging sie los, um selbst Soja­milch zu kau­fen. Der Kühl­schrank hat­te recht, es gab kei­ne Soja­milch. Zum ers­ten Mal seit fünf­ein­halb Jah­ren kauf­te sie Kuh­milch. Sie nahm etwa hun­dert Mil­li­li­ter davon mit ihrem Müs­li zu sich und ihr wur­de schlecht. Das E‑Paper ihrer Tages­zei­tung konn­te sie am Abend mühe­los run­ter­la­den. Aller­dings war nur die Titel­sei­te neu (der Rest von ges­tern) und ohne Nach­rich­ten­wert. Seit dem unrühm­li­chen Ende von Sky­pe hat­te Mara sich ganz auf Whats­App ver­legt. Doch seit dem letz­ten Update ihres Betriebs­sys­tems stürz­te die App jedes Mal ab, wenn sie dar­auf zugrei­fen woll­te. Ein Fix war ange­kün­digt, bis jetzt aber nicht raus­ge­kom­men. Spä­ter tele­fo­nier­te sie auf einer ziem­lich holp­ri­gen Line mit ihrer Mut­ter. Um 21.38 Uhr ging sie schla­fen. Ihre Mut­ter hat­te gesagt, sie sol­le hof­fen. Ohne die Ermun­te­rung ihrer Netz-Com­mu­ni­ty fiel ihr das schwer.

So könn­te sie ja auch aus­se­hen, unse­re omi­nö­se digi­ta­le Zukunft. Ange­sichts groß ange­leg­ter Umbau­ten staat­li­cher und gesell­schaft­li­cher Sys­te­me fast über­all auf der Welt und dro­hen­der neu­er Finanz- und Ener­gie­kri­sen scheint ein run­ter­ge­kom­me­nes, höchs­tens noch für Viel-Zah­ler attrak­ti­ves Inter­net nicht völ­lig unwahr­schein­lich. Dave Eggers hat sich in Der Cir­cle anders ent­schie­den. Bei ihm bie­tet die Tech­nik unbe­grenz­te Mög­lich­kei­ten, die Algo­rith­men wer­den zuneh­mend per­fekt, doch die Absich­ten sind per­fi­de.

Die jun­ge Mae Hol­land bekommt einen Job beim Cir­cle, einer gigan­ti­schen Inter­net­fir­ma, die einem Zusam­men­schluss von Goog­le, Apple, Face­book und Co. gleicht. E‑Commerce und Social­Me­dia pro­fi­tie­ren von „TruY­ou“. Die­ses Sys­tem schafft die Anony­mi­tät im Netz ab, es gibt für User nur noch eine, näm­lich ihre ech­te Iden­ti­tät, ein Pass­wort, ein Bezahl­sys­tem – „ein ein­zi­ger But­ton für den Rest dei­nes Online­le­bens.“ TruY­ou hat enor­men Erfolg, der gestie­ge­ne Kom­fort über­win­det jeden nen­nens­wer­ten Wider­stand. Das Inter­net, wie wir es ken­nen, ist in Eggers Roman tot.

Mae, die vor­her bei den rück­stän­di­gen Stadt­wer­ken in der kali­for­ni­schen Pro­vinz arbei­te­te und dort nicht nur vom Acht­zi­ger­jah­re-Ambi­en­te unter­for­dert war, ist von ihrem neu­en Job geflasht. Ein super­mo­der­ner Arbeits­platz, ein irrer Cam­pus mit zehn­tau­send Kol­le­gen, wöchent­li­che Mee­tings, die wie Got­tes­diens­te zele­briert wer­den, Sport­mög­lich­kei­ten, kos­ten­lo­se Kon­zer­te, Zir­kus, inter­ne Inter­es­sen­ver­net­zung – der Cir­cle bie­tet sei­nen Mit­ar­bei­tern prak­tisch alles. Und end­lich ist sie auch gefor­dert. Sie arbei­tet zunächst in der Cus­to­mer Expe­ri­ence (CE). Dort ist sie für die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Fir­men­kun­den zustän­dig, die dem Cir­cle Geld ein­brin­gen. Die Kun­den wer­den nach jedem Kon­takt auf­ge­for­dert, die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu bewer­ten. Dazu ist eine Ska­la von 1 bis 100 da. Ziel der Cir­cler ist es, min­des­tens 95 zu errei­chen. Und ehr­lich, 95 ist nicht wirk­lich gut. Vie­le schaf­fen 98. Auch Mae schafft das. Ist ein Rating unter 100, schickt sie dem Kun­den ein „Fol­low-up“, einen wei­te­ren Fra­ge­bo­gen. Die meis­ten Kun­den geben dann mehr Punk­te.
Mae ist moti­viert, sogar ehr­gei­zig. Sie hofft, auf­zu­stei­gen. Sie träumt, kurz gesagt, den ame­ri­ka­ni­schen Traum in sei­ner neo­li­be­ra­len, glo­ba­li­sier­ten Vari­an­te: Du kannst alles schaf­fen, wenn du alles gibst und dich selbst opti­mierst. Die Mit­ar­bei­ter­füh­rung des Cir­cle beruht auf Moti­va­ti­on, aber über­all unter der jung-dyna­mi­schen Ober­flä­che lau­ert ein unheim­lich rigi­des Sys­tem. Bevor Mae sich ver­sieht, sind alle Daten von ihrem Note­book in der Cir­cle Cloud gelan­det, sie hat nicht län­ger die Hoheit über ihre Infor­ma­tio­nen. Im Gegen­zug bekommt sie von ihrem Arbeit­ge­ber die neu­es­ten tech­ni­schen Gad­gets.
Beim Gesund­heits­check schluckt sie unbe­merkt einen Sen­sor, der in einem Smoothie ver­steckt ist. Eine Alter­na­ti­ve hät­te sie auch nicht gehabt, wäre sie vor­her gefragt wor­den. Sie hat ihren Arbeits­ver­trag unter­schrie­ben, ohne rich­tig hin­zu­schau­en, und mit die­sem Ver­trag hat sich der Cir­cle unter Vie­lem ande­ren zusi­chern las­sen, dass er ihre sämt­li­chen aktu­el­len, durch ein umfas­sen­des Moni­to­ring erho­be­nen Gesund­heits­da­ten sam­meln und in die Cloud laden darf. Ihre alten Kran­ken­ak­ten wer­den ange­for­dert und eben­falls hoch­ge­la­den.

Bes­ser durch Trans­pa­renz

Mae wird zuneh­mend sozi­al und trans­pa­rent. Ihr gro­ßes Ver­gnü­gen, ein­sam Kanu zu fah­ren, trifft im Cir­cle auf Unver­ständ­nis und Ableh­nung. Ein­mal ist der Ver­leih geschlos­sen, und Mae nimmt sich ein­fach ein außer­halb des Gelän­des lie­gen­des Kanu. Die­sen Dieb­stahl zeich­nen die Kame­ras des Cir­cle auf, die nach und nach die Welt erobern, alle wis­sen nun davon. Sie wird sich eine der­ar­ti­ge Über­tre­tung nicht mehr erlau­ben. Die Trans­pa­renz scheint sie zu einem bes­se­ren Men­schen zu machen.
Schwe­rer fällt es ihr, die sexu­el­le Inti­mi­tät auf­zu­ge­ben. Als sie mit ihrem Kol­le­gen Fran­cis rum­macht, muss sie anschlie­ßend fest­stel­len, dass er das Gan­ze gefilmt hat. Sie ver­langt, dass er den Film löscht. Das geht aber gar nicht, weil die Datei auf sei­nem Smart­phone und damit auto­ma­tisch in der Cloud ist. Mae kann nur hof­fen, dass der pein­li­che Clip in all den Cir­cle-Daten unter­geht wie ein Trop­fen im Meer.

An ihrem Arbeits­platz bekommt sie einen Bild­schirm nach dem ande­ren hin­ge­stellt, sie­ben wer­den es ins­ge­samt, um ver­schie­de­ne inter­ne und exter­ne Social-Media-Diens­te zu bedie­nen. Sie „zingt“ kur­ze State­ments, ver­teilt und erhält Smi­les und Frowns. Im Par­ti­zi­pa­ti­ons-Ran­king des Unter­neh­mens steigt sie immer höher. Ein Algo­rith­mus berech­net dabei eine Zahl, die umso nied­ri­ger liegt, je mehr ein Mit­ar­bei­ter sich in den sozia­len Netz­wer­ken, aber auch bei Cam­pus-Akti­vi­tä­ten enga­giert. „Jedes Mal, wenn du irgend­was pos­test oder kom­men­tierst oder irgend­ei­ne Ver­an­stal­tung besuchst, wird das mit­ein­ge­rech­net“, erklärt ihr ein Mit­ar­bei­ter, „und dein Ran­king ver­än­dert sich ent­spre­chend. Das macht dann rich­tig Spaß.“

Auch hier gibt es eine magi­sche Gren­ze. Der Kreis der 2.000 Bes­ten (2TK) ist schwer zu errei­chen. Mae schafft es mit hem­mungs­lo­ser Selbst­aus­beu­tung. Das beha­viou­ris­ti­sche Beloh­nungs­mo­dell und die gera­de­zu mecha­ni­sche Folg­sam­keit, mit der die Cir­cler auf Rang­sys­te­me reagie­ren, gehört zu den wirk­lich schau­er­li­chen Din­gen in die­sem Roman. Hopp oder Top, Drin- oder Drau­ßen­sein – mehr braucht es offen­bar nicht, um Men­schen in den Arsch zu tre­ten. Für Mae gip­felt das Gan­ze in einem Test­lauf für ein Tool, das der Welt Direk­te Demo­kra­tie brin­gen soll. Die Mit­ar­bei­ter wer­den beim Test gefragt, ob Mae spit­ze sei. Sie bekommt 97 Pro­zent Smi­les. Von inzwi­schen über 12.000 Kol­le­gen, so rech­net sie, haben ihr rund 370 ein Frown gege­ben. Das kränkt ihre von stän­di­gen Auf­stie­gen in Bewer­tungs­sys­te­men auf­ge­peitsch­te Eigen­lie­be zutiefst.

Die Kame­ra läuft per­ma­nent

Inter­es­san­ter­wei­se macht sie im Unter­neh­men nicht wirk­lich Kar­rie­re. Als „Trans­pa­ren­te“ mit einer per­ma­nent lau­fen­den Kame­ra aus­ge­stat­tet, läuft sie zwar meis­tens auf dem Fir­men-Cam­pus her­um, stellt der in die Mil­li­ar­den gehen­den Cir­cle-Com­mu­ni­ty ver­schie­de­ne Aspek­te des Unter­neh­mens vor und wird damit eine Art Star, die viel­leicht bekann­tes­te Per­son der Welt. Sie hat Kon­takt mit den Bos­sen und nimmt teil an Tref­fen der „Vier­zi­ger­ban­de“ der wich­tigs­ten Cir­cler. For­mell bleibt sie aber Teil der CE und damit auf einer unte­ren Hier­ar­chie-Stu­fe. Immer wie­der kehrt sie in die­sen Bereich des Cir­cle zurück, um mit „rich­ti­ger“ Arbeit die düs­te­ren Gedan­ken, den Riss zuzu­de­cken, den sie in sich auf­ge­hen spürt.

Maes Arbeits­pro­zess erin­nert an den der frü­hen Tele­fo­nis­tin­nen, deren Arbeit wie ein Brenn­glas der vor hun­dert Jah­ren gras­sie­ren­den Neur­asthe­nie (einer ursäch­lich wie sym­pto­ma­tisch schwam­mi­gen „ner­vö­sen“ Erkran­kung) wirkt. Damals klag­te eine Tele­fo­nis­tin: „Set­zen Sie ein­mal, die sie­ben­te oder ach­te Stun­de am Tag, das Mikro­fon am Ohr ein paar Dut­zend Schnü­re und Lam­pen und zehn­tau­send Klin­ken vor sich und alles durch­ein­an­der: Ruf­zei­chen und Fra­gen, Ver­bin­dun­gen, wie­der Tren­nen und Zwi­schen­fra­gen, Schluss­zei­chen und sie­ben Beschwer­den; dazwi­schen wie­der tren­nen und eine Auto­ma­ten­ver­bin­dung (mit vier Schnü­ren, fünf Rück­fra­gen und wie­der ver­bin­den!), unge­dul­di­ges Lämp­chen­blin­ken und ‚noch­mals rufen‘ und ein­mal ‚Feu­er­wehr‘ und dann die Auf­sicht und dann das Fern­amt, und wie­der tren­nen. Und fin­den Sie ein­mal unter zehn­tau­send Num­mern die rich­ti­ge in einer hal­ben Sekun­de und hau­en Sie nicht dane­ben und behal­ten Sie im Kopf, daß der gel­be Stöp­sel in die­ser Klin­ke das, der grü­ne in jener dies, und der gekreuz­te wie­der etwas ande­res bedeu­tet. Und dann blei­ben Sie ganz ruhig, den­ken Sie nur an Ihr Fern­sprech-Dia­log-Lexi­kon mit sei­nen 50 Fra­ge-Ant­wort-For­meln und unter­ste­hen Sie sich, ein­mal Ihre Ner­ven spre­chen zu las­sen.“ (Zitiert nach Rad­kau, Das Zeit­al­ter der Ner­vo­si­tät)

Hier genau­so wie bei Eggers wird ein Zeit­phä­no­men am bes­ten an einer Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Schnitt­stel­le sicht­bar. Maes Job ähnelt dem der Tele­fo­nis­tin auf ver­blüf­fen­de Wei­se. Sie ver­mit­telt zwi­schen Cir­cle und Außen­welt, ihre Moni­to­re bil­den außer­dem das Sicht­ba­re der Cir­cle-Welt ab. In sei­nen Tie­fen bleibt das Unter­neh­men rät­sel­haft – irgend­wo in sei­ner Unter­welt ste­hen rie­si­ge Rech­ner, die Mae zwar mal zu sehen bekommt, die im Übri­gen aber unan­ge­tas­tet blei­ben. Die man­geln­de Tech­ni­zi­tät ist von tech­nisch ver­sier­ten Leu­ten, etwa im Maga­zin Wired, kri­ti­siert wor­den. Sie hat aber den Vor­teil, die digi­ta­le Welt so abzu­bil­den, wie die Mehr­zahl der Nut­zer sie emp­fin­den dürf­te – letzt­lich als eine auf omi­nö­sen Rechen­ope­ra­tio­nen, qua­si gött­li­chen Algo­rith­men basie­ren­de mys­ti­sche Welt. Sie funk­tio­niert wie eine Zau­ber­show mit tol­len Effek­ten, die umso mehr fas­zi­nie­ren, als die zugrun­de lie­gen­de Tech­nik nicht mit­be­dacht, geschwei­ge denn mit­be­grif­fen wird. Eggers Roman bedient sich weni­ger des ech­ten als eines gefühl­ten Inter­net.

Den­noch ist es bedau­er­lich, dass Mae im Ver­lauf der Hand­lung nicht wirk­lich Macht gewinnt. Sie hat Ein­fluss auf das sexu­el­le Erre­gungs­le­vel von Fran­cis oder auf das, was Mil­lio­nen von Usern am Bild­schirm sehen. Die lenk­ba­re Mas­se folgt ihr am Ende bei der Suche nach einer Kri­mi­nel­len und bei der Jagd auf ihren Ex-Freund Mer­cer. Die­ser ist ein Ver­wei­ge­rer der schö­nen neu­en Cir­cle-Welt und ver­sucht, sich im Off(-line) zu ver­ber­gen. Aber die Cir­cle-Kame­ras fin­den ihn, Droh­nen ver­fol­gen ihn und trei­ben ihn schließ­lich in den Tod als den ein­zi­gen Bereich, der sich dem Cir­cle ent­zieht. Gleich­zei­tig zeigt sich hier am deut­lichs­ten, dass Mae im Grun­de Opfer ist, nicht mehr als ein Spiel­ball in der Flut der Beloh­nungs- und Sank­ti­ons­sys­te­me des Cir­cle. Sie hat nichts Wesent­li­ches zu ent­schei­den. Mer­cers Tod ist so gese­hen die unbe­ab­sich­tig­te Fol­ge einer von Mae unab­sicht­lich aus­ge­lös­ten Hatz.

Mit der Lie­be klappt es bei ihr nicht beson­ders gut. Ihren frü­he­ren Lover und Lieb­lings-Schwie­ger­sohn der Eltern, eben Mer­cer, fin­det Mae zuneh­mend unat­trak­tiv, er ist nicht fit (dick), er macht Lam­pen aus Hirsch­ge­wei­hen (uncool, poten­zi­ell tier­ge­fähr­dend) und will sie nicht mal über Social-Media ver­mark­ten (blöd). Mer­cer über­nimmt den Part der kri­ti­schen Stim­me in dem Buch: er ist jemand der sich nicht von Hypes lässt, der das direk­te und exklu­si­ve Gespräch bevor­zugt, der nicht auf alle Welt wir­ken will. Er ist nicht berech­nend, weder will er aus sei­nem Geschäft das Maxi­mum her­aus­ho­len noch aus sei­nen mensch­li­chen Bezie­hun­gen. Aber Leu­te wie er fin­den kei­nen Platz mehr in der Welt. Der Mann, den Mae im Cir­cle ken­nen lernt, folgt einer ande­ren Öko­no­mie der Lie­be. Für Fran­cis ist die Bezie­hung zu Mae etwas, das sich mana­gen und aus­beu­ten lässt. Er outet schon ziem­lich am Anfang sein Inter­es­se an Mae auf offe­ner Cir­cle-Büh­ne, ohne sie um Erlaub­nis zu bit­ten. Wenn sie Sex haben, will er nach­her ein Rating. Fran­cis lei­det unter vor­zei­ti­gen Samen­er­güs­sen. Die unbe­frie­dig­te Mae gibt ihm den­noch eine glat­te 100. Und er hin­ter­fragt das nicht. Eine ande­re Sache läuft mit einem geheim­nis­vol­len Mit­ar­bei­ter, der ab und zu auf­taucht und ihr ein paar Geheim­nis­se des Cir­cle zeigt. Bei Kal­den wird Mae lei­den­schaft­lich, sie fühlt sich bei­nah ver­liebt. Doch je weni­ger sie über ihn raus­fin­den kann und je mehr er sich ihr auf einer intrans­pa­ren­ten Ebe­ne der Heim­lich­kei­ten nähert, des­to weni­ger hat sie für ihn übrig. Am Schluss ver­rät sie ihn.

Emo­tio­nen der Nut­zer

Maes emo­tio­na­le Flach­heit passt per­fekt in die Cir­cle-Welt. Der Phi­lo­soph Byung-Chul Han hat dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das Inter­net kein Ort für Gefüh­le, son­dern allen­falls für Affek­te und Emo­tio­nen ist. Gefüh­le beschreibt Han als „kon­sta­tiv“; sie stel­len etwas fest, las­sen Dau­er zu und haben eine „nar­ra­ti­ve Län­ge oder Brei­te“ (zitiert nach Han, Psy­cho­po­li­tik). Das sind Eigen­schaf­ten, die zum flie­ßen­den Cha­rak­ter des Inter­net nicht gut pas­sen. Emo­tio­nen dage­gen beschreibt Han als „dyna­misch, situa­tiv und per­for­ma­tiv“. Des­halb setzt das kom­mer­zi­el­le Inter­net – oder all­ge­mei­ner mit Han gesagt: der neue, smar­te Kapi­ta­lis­mus – stark auf die Emo­tio­nen sei­ner Nut­zer. Emo­tio­na­li­tät ver­bin­den wir mit einem Gefühl der Frei­heit, und der Wunsch nach Frei­heit wird im Neo­li­be­ra­lis­mus gründ­lich aus­ge­beu­tet. Das geht ein­her mit einem Abbau von Kon­ti­nui­tä­ten und der Aus­wei­tung von Unbe­stän­dig­kei­ten (etwa befris­te­ten Arbeits­ver­trä­gen oder eben „frei­er“, also rein auf­trags­be­zo­ge­ner Mit­ar­beit). Obwohl die von Eggers beschrie­be­ne Arbeits­welt in die­ser Hin­sicht recht kon­ser­va­tiv wirkt, sind in ihr die neo­li­be­ra­len Mecha­nis­men doch ein­deu­tig am Werk.

Die weni­gen Gefühls­tie­fen des Romans kom­men aus der alten Welt von Maes Eltern. Da ist ein bewe­gen­der Moment, in dem ihr an Mul­ti­pler Skle­ro­se lei­den­der Vater sich in die Hosen scheißt. Mae begreift nur schwer, dass sie nichts tun kann, um ihm zu hel­fen, außer sich zu ent­fer­nen: Inti­mi­tät zu gewäh­ren. Und da ist der Augen­blick, in dem die schon trans­pa­ren­te, ihren gesam­ten All­tag mit der Kame­ra auf­zeich­nen­de Mae ihre Eltern bei den Vor­be­rei­tun­gen zum Sex über­rascht. Die Sze­ne geht sofort um die hal­be Welt. Doch die­se unpas­sen­den Momen­te des ana­lo­gen Lebens wer­den vom neu­en digi­ta­len gleich pla­niert, kom­men­tiert, gera­tet, bes­mi­let und befrownt.

Die Voll­endung des Cir­cle per Pflicht­mit­glied­schaft kommt gegen Ende lei­der zu kurz. Neben zahl­rei­chen Ideen zur immer lücken­lo­se­ren Über­wa­chung der Welt im Namen der Sicher­heit ist es vor allem die Über­nah­me der Poli­tik durch das Pri­vat­un­ter­neh­men, das zur Voll­endung des Mega­kon­zerns bei­trägt. Zum einen gewinnt er zuneh­mend an Ein­fluss auf Poli­ti­ker, die sich zu pro­fi­lie­ren hof­fen, indem sie sich trans­pa­rent und damit ehr­li­cher machen. Zum ande­ren ent­wi­ckelt der Cir­cle auf Anre­gung Maes „Demo­Vis“, mit des­sen Hil­fe sich die Ergeb­nis­se von Umfra­gen qua­si in Echt­zeit erfas­sen las­sen. Ziel ist es, mit die­sem Sys­tem Wah­len durch­zu­füh­ren. Zusam­men mit TruY­ou könn­te Demo­Vis zu einer zuver­läs­sig kon­trol­lier­ba­ren Wahl­pflicht füh­ren – eine Hor­ror­vi­si­on für vie­le Demo­kra­ten.

Die­se Ver­mi­schung von Pri­vat­wirt­schaft und Staat oder, in der zuge­spitz­ten Per­spek­ti­ve, die Mar­gi­na­li­sie­rung des Staats durch gro­ße Pri­vat­un­ter­neh­men könn­te die eigent­li­che Bedro­hung unse­rer Frei­heits­rech­te in den kom­men­den Jahr­zehn­ten dar­stel­len. TTIP etwa könn­te mit der Aus­he­be­lung der demo­kra­tisch insti­tu­tio­na­li­sier­ten Gerich­te durch pri­va­te Schieds­ge­rich­te bei Han­dels­fra­gen einen Schritt in die­se Rich­tung brin­gen. Und die Finanz­kri­se von 2008 hat gezeigt, in wel­chem Maß Staa­ten schon heu­te von Tei­len der pri­va­ten Wirt­schaft abhän­gig sind. Lei­der redu­ziert Eggers sein Sze­na­rio in die­sem Punkt auf eine neue Ver­si­on des Orwell­schen Über­wa­chungs­me­cha­nis­mus und lässt die eigent­li­chen poli­ti­schen Impli­ka­tio­nen sei­ner Geschich­te außen vor.

Appli­ka­tio­nen gegen Kri­mi­na­li­tät

Die Aus­ein­an­der­set­zung um Sinn und Unsinn von Trans­pa­renz und Erkenn­bar­keit der ech­ten Iden­ti­tät des ein­zel­nen Nut­zers im Web trifft er dage­gen ganz gut. Als die Atten­tä­ter von Bos­ton nach weni­gen Tagen anhand der Bil­der von Über­wa­chungs­ka­me­ras, die eine Gesichts­er­ken­nung mit Face­book-Pro­fi­len abglich, iden­ti­fi­ziert wur­den, war das ein gro­ßer Erfolg für die Befür­wor­ter von Daten­trans­pa­renz. Lei­der hat Edward Snow­den ihnen in die Sup­pe gespuckt, indem er offen­leg­te, wie Staa­ten die neu­en tech­ni­schen Mög­lich­kei­ten nut­zen, um alle mög­li­chen Daten aller mög­li­chen (so genann­ten unbe­schol­te­nen) Bür­ger zu sam­meln und durch­such­bar zu machen. Auch das vom Inter­net Archi­ve (archive.org) fest­ge­hal­te­ne, im Netz nur eine hal­be Stun­de lang auf­zu­fin­den­de Pos­ting der Sepa­ra­tis­ten nach dem Abschuss eines Flug­zeugs über der Ukrai­ne im Som­mer 2014 ist ein Bei­spiel für den Nut­zen von Daten­samm­lun­gen. Im Namen der guten Sache wer­den denn auch beim Cir­cle alle Aus­wei­tun­gen der Daten­sam­me­lei und der Kon­troll-Tools gerecht­fer­tigt; stän­dig die­nen die neu­en Appli­ka­tio­nen des Unter­neh­mens der Abnah­me von Kri­mi­na­li­tät oder Kor­rup­ti­on oder Ein­sam­keit. Die neue digi­ta­le Welt wird uns als posi­tiv ver­kauft, mög­li­che Nach­tei­le sind für den Ein­zel­nen kaum spür­bar.

Ins­ge­samt trägt Eggers dick auf und lässt so man­che Dif­fe­ren­zie­rung unter den Tisch fal­len. Die heu­ti­ge Inter­net-Wirt­schaft arbei­tet an der Durch­drin­gung ihrer Nut­zer mit­tels Pro­fil­ing und Emo­ti­ons­er­ken­nung vor allem zu dem Zweck, die Wer­be-Indus­trie zu bedie­nen. Es geht banal­er­wei­se dar­um, durch mini­mier­te Streu­ver­lus­te bei der Wer­bung mög­lichst viel Geld zu ver­die­nen. Den­noch kann es einen per­plex machen, wie bereit­wil­lig vie­le Men­schen alles mög­li­che Pri­va­te von sich preis­ge­ben, um ein biss­chen dazu zu gehö­ren. Das Gan­ze angeb­lich kos­ten­frei. Vie­le Men­schen besorgt die­se Ent­wick­lung und Der Cir­cle genau­so wie die Betrach­tun­gen Byung-Chul Hans kön­nen einer fata­len Para­noi­sie­rung Vor­schub leis­ten. Inso­fern ist es scha­de, dass Eggers einer­seits die Bedro­hung über­treibt, ande­rer­seits das immer noch vor­han­de­ne anar­chi­sche Poten­zi­al des Net­zes völ­lig außer Acht lässt. Aller­dings tut Hou­el­le­becq in Unter­wer­fung, bezo­gen auf das fran­zö­si­sche Staats­we­sen, nichts wesent­lich Ande­res und ist dafür viel gelobt wor­den.

Der Unter­schied liegt viel­leicht dar­in, dass Eggers’ Roman das Skan­da­lö­se sei­ner Hand­lung nicht so gut zuta­ge för­dert. Es ist ihm nicht vor­zu­wer­fen, dass er bru­tal redu­ziert und über­treibt oder den – im rich­ti­gen Leben – doch zu erwar­ten­den Wider­stand ange­sichts einer sol­chen Ent­wick­lung igno­riert. Pro­ble­ma­tisch ist eher, dass das eigent­lich Ängs­ti­gen­de an sei­nem Sze­na­rio im Dun­kel bleibt. Inter­es­sant wäre zu fra­gen, wie gut Algo­rith­men wirk­lich sind, wenn es dar­um geht, das zu erken­nen und zu beschrei­ben, was uns mensch­lich gese­hen aus­macht. Ob sie Erkennt­nis­se zuta­ge för­dern oder nur die zwei­fel­haf­te Sum­me der Tei­le. Hou­el­le­becq dage­gen ana­ly­siert die Gesell­schaft, in der sein Roman spielt, wenn auch recht schlag­wort­ar­tig.

Bei­den gemein­sam ist, dass sie der Pro­sa for­mal wenig Auf­merk­sam­keit wid­men. Bei Eggers zeigt sich das in einer bra­ven, wider­stands­frei­en Erzähl­wei­se. Es fehlt sei­nen Figu­ren eigent­lich eine unbe­wuss­te Dimen­si­on bzw. sie wird nur als „Riss“ erahn­bar, als das Unbe­kann­te, das die Rech­nung nicht völ­lig auf­ge­hen lässt. Die Nar­ra­ti­on scheint sich in zahl­rei­chen Roma­nen der letz­ten Jah­re zuneh­mend der Kon­su­mier­bar­keit zu fügen. Chro­no­lo­gie, Mon­o­per­spek­ti­vi­tät und Plot-Strin­genz, ein all­ge­mei­nes Sin­ken der Ansprü­che an die Leser fol­gen auf die einst als Befrei­ung emp­fun­de­nen her­aus­for­dern­den Kon­struk­te moder­ner und post­mo­der­ner Autoren. Die Kor­rek­tu­ren Fran­zens lösen die Kor­rek­tur Bern­hards ab, um es mit dem ame­ri­ka­ni­schen Autor Ben Mar­cus zu sagen. Das ver­rin­gert den Facet­ten­reich­tum und die Nach­hal­tig­keit des lite­ra­ri­schen Genus­ses auf Kos­ten von Erfolgs­er­leb­nis­sen bei der Lek­tü­re.

Bücher wie die von Hou­el­le­becq, Fran­zen, Eggers, Mura­ka­mi las­sen sich leicht durch­le­sen. Das Schei­tern an anspruchs­vol­len oder her­me­ti­schen Tex­ten scheint zu einem Ver­gnü­gen der Ver­gan­gen­heit gewor­den zu sein.

In die­sem Zusam­men­hang kom­me ich noch ein­mal auf Byung-Chul Han zurück. Er beschreibt „Big Data“ als einen Ver­such, sich immer grö­ße­re Tei­le des mensch­li­chen Bewusst­seins und schließ­lich des Unbe­wuss­ten zu bemäch­ti­gen. Micro-Tar­ge­ting ver­sucht, den Ein­zel­nen immer bes­ser ken­nen zu ler­nen, um ihn mit ziel­ge­nau­en Wer­be­bot­schaf­ten zum Kon­sum zu brin­gen. Das wür­de umso bes­ser funk­tio­nie­ren, wenn man den User oder Kun­den bes­ser kennt als er sich selbst. Genau dar­an arbei­tet die Emo­ti­ons-Erken­nung, Soft­ware, die schon heu­te in der Lage ist, aus unse­ren Gesich­tern Emo­tio­nen abzu­le­sen, die uns gar nicht bewusst wer­den. Han spielt mit der Hypo­the­se, dass Big Data aus dem Es ein Ich macht. Es „könn­te auch kol­lek­ti­ve Ver­hal­tens­mus­ter zuta­ge för­dern, deren man sich als Ein­zel­ner nicht bewusst wäre (…) Die digi­ta­le Psy­cho­po­li­tik wäre dann in der Lage, sich des Ver­hal­tens der Mas­sen auf einer Ebe­ne zu bemäch­ti­gen, die sich dem Bewusst­sein [und damit der Gegen­wehr, Th. L.] ent­zieht.“ Gleich­zei­tig ver­spricht der Neo-Libe­ra­lis­mus ja ein Ende des Über-Ichs – nicht mehr „du sollst“, son­dern „du kannst“.
Auch wenn er in der Annah­me irrt, das Inter­net ver­ges­se nicht – eine Web­site hat laut Jill Lepo­re („The Cob­web“, New Yor­ker vom 26.1.15) eine durch­schnitt­li­che Lebens­dau­er von etwa hun­dert Tagen und die Time­line wird mit Face­book ster­ben –, sind die Kon­se­quen­zen enorm inter­es­sant, die Han für das Erzäh­len zieht.

Der nar­ra­ti­ve Ansatz der Moder­ne, sich die Ver­gan­gen­heit qua Erin­ne­rung zu erschlie­ßen, oder der Ansatz der Psy­cho­ana­ly­se, qua Erin­ne­rung das eige­ne So-Sein zu ver­ste­hen, ver­schwin­det, sobald sich der Mensch über sei­ne Time­line oder sein Quan­ti­fied Self (die Daten, die er über sei­nen Kör­per sam­meln kann: Puls, Blut­druck, kalo­rien- oder schlaf­be­zo­ge­ne Daten etc.) defi­niert, herrscht Ein­deu­tig­keit, wäh­rend das Erzäh­len von der Rekon­struk­ti­on bestimmt ist, die so lücken­haft wie mehr­deu­tig aus­fal­len kann. Die Kon­se­quen­zen die­sey Drift vom erzähl­ten zum gezähl­ten Selbst (Han) für die Lite­ra­tur erschei­nen zunächst wenig ver­lo­ckend.

Ech­te Gebur­ten, tie­fe Gefüh­le

Mög­li­cher­wei­se über­sieht Byung-Chul Han dabei die Welt der har­ten Din­ge. Es wird ja nach wie vor pro­du­ziert, Maschi­nen wie Lebens­mit­tel, es gibt Mil­li­ar­den Men­schen, die nicht online sind, und vie­le Mil­lio­nen, die das auch nicht wol­len. Nach wie vor gibt es den rea­len Tod, den Krieg, das Mor­den, das sich per Inter­net per­fi­de instru­men­ta­li­sie­ren lässt, aber real geschieht. Es gibt ech­te Gebur­ten, es gibt tie­fe Gefüh­le, die älter und dau­er­haf­ter erschei­nen als die digi­ta­le Welt. Es gibt wei­ter­hin die Stadt­wer­ke an allen mög­li­chen lang­wei­li­gen Orten der Welt. Selbst bei Mae drückt sich das Pro­ble­ma­ti­sche ihrer Cir­cle-Kar­rie­re am Schluss in einer mehr emp­fun­de­nen als gemes­se­nen kör­per­li­chen Ermü­dung aus.

Eggers nimmt die durch­sonn­te Sili­con-Val­ley-Groß­kotz-Unter­neh­mens­welt viel­leicht erns­ter als sie es ver­dient hat. Sie könn­te ein­mal den Bach run­ter­ge­hen. Sein Buch ist ten­den­zi­ös, selek­tiv und über­zeich­nend. Es fängt vor allem einen Teil der Ent­wick­lun­gen auf, die uns der­zeit in ein ande­res Zeit­al­ter kata­pul­tie­ren. Das ist so span­nend wie not­wen­dig. Wir geben ihm ein 97er-Rating – schon sehr gut, abso­lut ein­wand­frei. Ande­re schaf­fen aller­dings 98, eini­ge sogar 100. Er könn­te sich dem­nach noch etwas mehr anstren­gen. Ein Fol­low-up raus­schi­cken. Sicher kann er es schaf­fen.

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Tho­mas Lang, Jahr­gang 1967, lebt als Schrift­stel­ler in Mün­chen. Zuletzt ver­öf­fent­lich­te er den Roman Boden­los oder Ein gel­bes Mäd­chen läuft rück­wärts (2010) und die Erzäh­lung Jim (2012) bei C.H. Beck.

Dave Eggers: Der Cir­cle. Roman. Aus dem ame­ri­ka­ni­schen Eng­lisch von Ulri­ke Wasel und Klaus Tim­mer­mann. Kie­pen­heu­er & Witsch, Köln 2014. 560 Sei­ten, € 22,99 (D) / € 23,70 (A).

Die­ser Bei­trag erschien zuerst in VOLLTEXT 1/2015.

Online seit: 3. März 2015

Zuletzt geän­dert: 26. Okt. 2015