Presseschau – 11. Januar 2026

Lite­ra­tur­über­set­zun­gen mit KI / Robert Wal­ser / Boua­lem San­sal / Robert Pros­ser / Leï­la Sli­ma­ni / Jolán Föl­des / Tho­mas Hür­li­mann …

NZZ
Die Kin­der der Kolo­nien suchen die Frei­heit
Leï­la Sli­ma­ni schliesst ihre Marok­ko-Tri­lo­gie ab. «Trag das Feu­er wei­ter» ist eine atem­be­rau­ben­de Lek­tü­re.

NZZ
Will­kom­men im Hotel Euro­pa – Jolán Föl­des’ Roman «Die Stras­se der fischen­den Kat­ze» folgt dem Schick­sal von Migran­ten im Paris der Zwi­schen­kriegs­zeit
Die unga­ri­sche Schrift­stel­le­rin Jolán Föl­des (1902–1963) schrieb Dreh­bü­cher selbst für Hol­ly­wood­grös­sen. Den­noch wur­de sie nach ihrem Tod ver­ges­sen. Jetzt erscheint ihr Roman über Men­schen zwi­schen wirt­schaft­li­cher Not und poli­ti­scher Ver­fol­gung neu.

Die Welt
Wie Künst­li­che Intel­li­genz jetzt auch Über­set­zer von Roma­nen arbeits­los macht
Lite­ra­tur­über­set­zun­gen schie­nen vor Künst­li­cher Intel­li­genz bis­lang sicher. Das ändert sich nun bei einem gro­ßen fran­zö­si­schen Ver­lag. Zunächst in einer bestimm­ten Spar­te – und Men­schen sol­len das letz­te Wort haben. Aber wie lan­ge noch?

Die Welt
Als Bücher zum Boll­werk gegen den lin­ken Zeit­geist wur­den
Auf „1968“ reagier­ten deut­sche Kon­ser­va­ti­ve mit der Grün­dung der Zeit­schrift „Cri­ti­con“. Zen­tra­le Figur dahin­ter war Cas­par von Schrenck-Not­zing. Sein Ver­mächt­nis prägt die Debat­ten bis heu­te – und auch einen beson­de­ren Ort in Ber­lin.

Die Welt
„Sie müs­sen frü­her auf­ste­hen. Ich kann nicht dul­den, dass Sie so lan­ge lie­gen blei­ben“
Er war arm und haus­te in Löchern, die ihn depres­siv mach­ten. Aber er leb­te sei­nen Traum vom Schrei­ben. Jetzt ist der Schwei­zer Schrift­stel­ler Robert Wal­ser neu zu ent­de­cken – als Meis­ter kur­zer Tex­te.

Die Welt
Als es rich­tig kalt war in Ber­lin
Die Ver­gan­gen­heit war nicht ver­gan­gen nach dem Ende des Zwei­ten Welt­kriegs. Wer über­lebt hat­te, der wur­de gebraucht. Bei­na­he egal, was er war und getan hat­te in der Nazi-Zeit. Wel­che Fol­gen das im Hun­ger­win­ter 1946 hat­te, erzählt Anne Stern in einer neu­en Kri­mi-Rei­he.

FAZ
Por­trät eines Lan­des in Schock­star­re
Eine Fla­schen­post im Fluss der Zeit: Der bela­rus­si­sche Autor Vik­tor Mar­ti­no­witsch unter­sucht in sei­nem neu­en Roman, wie man das Böse bekämpft, ohne selbst böse zu wer­den.

FAZ
Die ers­ten und die letz­ten Bücher des Lebens
„Abschied(e)“ soll das letz­te Buch des gro­ßen eng­li­schen Autors der Lie­be und Erin­ne­rung sein. Sagt er selbst. Und schaut dar­in zurück und vor­aus. Ich auch: Es begann mit gebro­che­nem Herz und Sprung­ge­lenk und „Metro­land“

FAZ
Sarah Kirsch: „die Nacht streckt ihre Fin­ger aus“
Die­ses Nacht­ge­dicht ist eine Offen­ba­rung der schöns­ten Art. Sein unver­wech­sel­ba­rer Ton klingt nach alter Weis­heit und jugend­li­cher Neu­gier.

FAZ
„Den einen bin ich zu west­lich, den ande­ren zu ara­bisch“
Die Schrift­stel­le­rin Leï­la Sli­ma­ni hat einen neu­en Roman geschrie­ben, der in Marok­ko spielt und auch von der eige­nen Kind­heit erzählt. Ein Gespräch über Iden­ti­tät, den Gefäng­nis­auf­ent­halt ihres Vaters – und über den Ver­such, durch Schrei­ben Gerech­tig­keit zu schaf­fen.

FAZ
Der bes­te Zeu­ge für die spa­ni­sche Malai­se
Der spa­ni­sche Schrift­stel­ler Anto­nio Muñoz Moli­na gehört seit vie­len Jah­ren zu den bedeu­tends­ten Autoren sei­nes Lan­des. Ein Glück­wunsch zum sieb­zigs­ten Geburts­tag.

Die Pres­se
Pas­cal Mer­ciers Ver­mächt­nis: Fünf Erzäh­lun­gen zwi­schen Fest­hal­ten und Los­las­sen
Im Nach­lass des 2023 ver­stor­be­nen Schrift­stel­lers Pas­cal Mer­cier fan­den sich fünf Erzäh­lun­gen, die nun unter dem Titel „Der Fluss der Zeit“ erschie­nen sind.

Die Pres­se
Vor 50 Jah­ren starb Aga­tha Chris­tie: Kei­ne kill­te cle­ve­rer
Poi­rot und Miss Mar­ple ermit­teln im Ori­ent­ex­press, in der Kari­bik oder eng­li­schen Dör­fern. Doch uner­reicht ist Aga­tha Chris­tie durch ihre küh­nen Plots. Eine Hom­mage zum 50. Todes­tag.

Die Pres­se
Auf den Spu­ren Ste­fan Zweigs in Salz­burg
Das Ste­fan-Zweig-Zen­trum und ein Spa­zier­gang erin­nern an den bedeu­ten­den Schrift­stel­ler, der einst in Salz­burg leb­te.

Die Pres­se
„Das ­geplün­der­te Nest“ fragt danach, was die Ber­ge mit uns machen
Von der Spray­er-Sze­ne in Bei­rut über ein Zwangs­ar­bei­ter­la­ger in der Nazi­zeit bis zum vom Tou­ris­mus gebeu­tel­ten Tirol der Gegen­wart spannt Robert Pros­ser den Bogen in sei­nem Roman „Das ­geplün­der­te Nest“. Ein Roman wie ein Gemäl­de.

Die Pres­se
Wie man sei­nen Onkel zu Tode belei­digt: „Der Wan­de­rer und sein Kof­fer“
„Der Wan­de­rer und sein Kof­fer“ ist ein herr­li­cher und herz­li­cher Streif­zug durch das Werk des Schwei­zer Autors Tho­mas Hür­li­mann.

Die Pres­se
Wenn der Fuchs dein Kraft­tier ist, bist du geret­tet
Der Roman „Elf ist eine gera­de Zahl“ von Mar­tin Bey­er setzt auf die Heil­kraft der Erzäh­lung.

Die Pres­se
„Die­ses Zim­mer kann man nicht essen“: Er war 50, sie war 12
Die slo­wa­ki­sche Autorin Nicol Hoch­holc­zero­vá hat mit „Die­ses Zim­mer kann man nicht essen“ ein Buch über eine missbräuch­liche Bezie­hung zwi­schen einem Leh­rer und sei­ner min­der­jäh­ri­gen Schü­le­rin geschrie­ben, das stark auto­bio­gra­fi­sche Züge trägt. Eine stil­le lite­ra­ri­sche Sen­sa­ti­on.

Ber­li­ner Zei­tung
„Min­ne­so­ta“: Kri­mi­au­tor Jo Nes­bø hat jetzt auch einen Ermitt­ler in den USA
Jo Nes­bø hat die ver­trau­ten Har­ry-Hole-Pfa­de ver­las­sen. Er schickt einen nor­we­gi­schen Autor auf Rei­sen, um einen alten Fall zu recher­chie­ren. Die Kri­tik.

Die Zeit
„Ich dach­te, ich krie­ge Alz­hei­mer“
Im alge­ri­schen Gefäng­nis gin­gen dem Schrift­stel­ler Boua­lem San­sal die Wor­te aus. Hier spricht er über Deutsch­lands Rol­le bei der Frei­las­sung und warnt vor dem Isla­mis­mus.

Frank­fur­ter Rund­schau
Die wah­re Welt­spra­che
Der Lite­ra­tur­be­trieb, die Apo­ka­lyp­se und die Bir­ken, die sie trotz­dem pflanzt: Auður Ava Ólaf­sdót­tir lässt in ihrem schil­lern­den Roman „Eden“ eine islän­di­sche Lin­gu­is­tin zu Wort kom­men.

Der Stan­dard
Ste­fan Kut­zen­ber­ger über den Lite­ra­tur­preis-Zir­kus
Kunst kann alles sein, nur nicht mess­bar, sonst wäre sie kei­ne. Der Schrift­stel­ler Ste­fan Kut­zen­ber­ger über Sinn und Unsinn von Lite­ra­tur­prei­sen. Ein Essay

Der Stan­dard
Tho­mas Mann in Bade­ho­se: Flo­ri­an Illies Best­sel­ler „Wenn die Son­ne unter­geht“
Flo­ri­an Illies erzählt die Geschich­te der Fami­lie Mann, wie sie ihren ers­ten Exil­som­mer 1933 in einem idyl­li­schen Ort an der fran­zö­si­schen Mit­tel­meer­küs­te ver­bringt

Süd­deut­sche Zei­tung
„Ich kann nicht mit dem Gedan­ken leben, begna­digt wor­den zu sein“
Ein Jahr lang saß der Schrift­stel­ler Boua­lem San­sal in Alge­ri­en im Gefäng­nis. Dann wur­de er ent­las­sen – dank deut­scher Hil­fe. Bei einem Besuch in Ber­lin holt er schon Schwung für die nächs­ten Kämp­fe.

Süd­deut­sche Zei­tung
Deutsch­land, dei­ne Bücher
Was lesen, wenn die Welt ver­rückt­spielt? Der Ger­ma­nist Stef­fen Mar­tus erzählt eine unter­halt­sa­me Geschich­te der Gegen­wart aus der Per­spek­ti­ve erfolg­rei­cher Lite­ra­tur.

 

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Online seit: 11. Sep­tem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 11. Jan. 2026