Presseschau – 1. Dezember 2025

Ril­ke als Schnor­rer / Her­mann Hes­se / Joan Did­ion / Rebec­ca F. Kuang / Ursu­la Kre­chel / Jeho­na Kicaj / Peter Hand­ke / Tom Stop­pard …

NZZ
„Alles, was Faser in mir ist und Geweb, hat gekracht“: Im Wal­lis erleb­te Ril­ke in mön­chi­scher Ein­sam­keit eine dich­te­ri­sche Sturz­flut
Vor 150 Jah­ren wur­de Rai­ner Maria Ril­ke in Prag gebo­ren. Die letz­ten sechs Lebens­jah­re ver­brach­te er im Schloss Muz­ot bei Siders, wo er im Febru­ar 1922 einen unge­heu­ren Schaf­fens­rausch erfuhr.

NZZ
„Mei­ne Mut­ter hat mei­ne Bücher erst gele­sen, als die Sex­sze­nen ent­fernt wur­den“
Mit über 190 Mil­lio­nen ver­kauf­ten Büchern gehört Ken Fol­lett zu den erfolg­reichs­ten Autoren der Gegen­wart. In sei­nem neus­ten Roman geht es um das Rät­sel von Stone­henge – und um Gefüh­le von Stein­zeit­men­schen.

NZZ
Nach über hun­dert Jah­ren taucht ein bis­her unbe­kann­tes Gedicht von Rai­ner Maria Ril­ke bei Recher­chen in einem Zür­cher Archiv auf
1919 kommt Ril­ke für Lesun­gen nach Zürich und besucht hier die Male­rin Mara Cor­ra­di­ni. Er schreibt für sie ein Wid­mungs­ge­dicht, das bis heu­te unent­deckt in ihrem Nach­lass lag.

NZZ
Die Büch­nerpreis­trä­ge­rin Ursu­la Kre­chel schreibt über vier Frau­en­le­ben
Ursu­la Kre­chels anspruchs­vol­ler Roman mäan­dert zwi­schen den Müt­tern und den Jahr­tau­sen­den.

NZZ
„Ich kann mei­ne Lie­be nicht poli­tisch umer­zie­hen“: Ein Deutsch-Ukrai­ner hadert mit der „Mut­ter-Spra­che“ Rus­sisch
Dmit­rij Kapi­tel­mans Roman „Rus­si­sche Spe­zia­li­tä­ten“ beschreibt nüch­tern, wie ein jun­ger Mann sei­ne Mut­ter an die rus­si­sche Pro­pa­gan­da ver­liert. Was sie ver­bin­det, ist die Spra­che – die Spra­che des Krie­ges.

NZZ
Pres­sen, pres­sen, pres­sen! Vere­na Kess­ler gelingt mit „Gym“ ein genia­ler Roman über den Fit­ness­wahn
Wer die­ses Buch liest, muss mit zusam­men­ge­bis­se­nen Zäh­nen lachen.

NZZ
Nora Gom­rin­ger schreibt das Buch des Jah­res
Die Dich­te­rin schreibt in ihrem Roman­de­büt über ihre Mut­ter, ihren Vater und sich selbst. So etwas Lus­ti­ges, Trau­ri­ges und Zärt­li­ches hat man sel­ten gele­sen.

NZZ
Ja, die Mid­life-Cri­sis kann ein Neu­an­fang sein. Das fin­den zumin­dest zwei skan­di­na­vi­sche Autorin­nen
Hel­le Hel­le & Min­na Ryti­sa­lo erzäh­len in ihren Roma­nen von Frau­en, die in der Mit­te ihres Lebens aus­bre­chen – mit einer Däne­mark-Rei­se und durch einen neu­en Namen.

NZZ
Wie wird eine über­for­der­te Mut­ter zur Trad­wi­fe?
Han­nah Lüh­mann beschreibt im Roman „Hei­mat“, wie sich eine Frau radi­ka­li­siert: Mit Hil­fe der Mama-Bubble.

NZZ
Joan Did­ion stellt sich den Fra­gen ihres Psy­cho­ana­ly­ti­kers
Die „Noti­zen für John“ pro­to­kol­lie­ren Joan Didions psy­cho­ana­ly­ti­schen Sit­zun­gen. Dar­in geht es auch um das kom­pli­zier­te Ver­hält­nis zu ihrer Toch­ter.

NZZ
Sie kämpf­ten für die ukrai­ni­sche Spra­che, als sie noch ver­bo­ten war
Taras Schewtschen­ko und Les­ja Ukra­jin­ka setz­ten sich schon im 19. Jahr­hun­dert für die Eigen­stän­dig­keit der ukrai­ni­schen Spra­che ein. Nun ist ihr lite­ra­ri­sches Werk neu über­setzt wor­den.

NZZ
„Ich zer­mah­le jedes ein­zel­ne Wort, bevor ich spre­che“: Jeho­na Kicaj schreibt über den Koso­vo-Krieg
Jeho­na Kica­js star­kes Debüt kreist um die alba­ni­sche Spra­che, um Sprach­lo­sig­keit und den Krieg in Koso­vo

NZZ
Syri­en Dik­ta­tor ist gestürzt – aber was kommt jetzt? – Eine ein­drück­li­che Repor­ta­ge von Ronya Oth­mann
Die Autorin reist in das Land ihres Vaters, das einst ein gros­ses Gefäng­nis war. Ob es nun frei wird?

NZZ
Rebec­ca F. Kuang schickt ihre Leser auf einen Fan­ta­sy-Trip in die Höl­le
Die Ame­ri­ka­ne­rin Rebec­ca F. Kuang schreibt Fan­ta­sy für Anspruchs­vol­le. In ihrer Welt sind Magie und Phi­lo­so­phie Zwil­lin­ge.

NZZ
In Anja Kamp­manns Roman gerät alles in Rut­schen und schlit­tert in Rich­tung Unfrei­heit
Die Autorin erzählt von einer Seil­tän­ze­rin und von Ham­burg im Jahr 1933. „Die Wut ist ein hel­ler Stern“ macht die Nazi-Dik­ta­tur kör­per­lich erfahr­bar. Ein her­aus­ra­gen­der Roman

NZZ
Alaa al-Aswa­ni zeigt, wie sich in Alex­an­dria die Dik­ta­tur aus­brei­tet
Der ägyp­ti­sche Schrift­stel­ler erzählt von den poli­ti­schen Umwäl­zun­gen in sei­nem Land. Sein Roman ist auch eine Hom­mage an die Stadt Alex­an­dria und ihre kos­mo­po­li­ti­sche Kul­tur.

FAZ
Alter Kerl bürs­tet sich den Rock
Her­mann Hes­se war nicht der mil­de Mönch von Mon­tagno­la, der Kon­flik­te weg­me­di­tier­te. Auch in sei­nen spä­ten Brie­fen drück­te er star­ke Emp­fin­dun­gen aus und schüt­tel­te nicht nur den Kopf, son­dern bis­wei­len auch die Faust.

FAZ
Stets ist das Tier ein Spie­gel­tier
Pan­ther, Ele­fant und Co.: Drei Bän­de wid­men sich Rai­ner Maria Ril­ke, beson­ders dem ani­ma­li­schen Aspekt sei­ner Dich­tun­gen – und in die­sem Zusam­men­hang auch sei­nem Ver­hält­nis zum Faschis­mus.

Die Zeit
Wer­den Schrift­stel­ler über­flüs­sig?
KI könn­te das Schrei­ben von Büchern mas­siv ver­än­dern. Blei­ben Autoren Schöp­fer ihrer eige­nen Wer­ke? Der Best­sel­ler­au­tor Bene­dict Wells beschreibt eine mög­li­che Zukunft.

Die Zeit
„Ich glau­be nicht an The­ra­pie“
Anna Priz­kau hat einen Debüt­ro­man mit dem Titel „Frau­en im Sana­to­ri­um“ geschrie­ben. Dafür ließ sie sich selbst in eine Kli­nik ein­wei­sen. Begeg­nung mit einer Ruhe­lo­sen

Die Zeit
Die Meis­te­rin der Auf­lö­sung
Katie Kita­mu­ra seziert wun­der­bar ver­wir­rend die Ehe einer altern­den Schau­spie­le­rin.

Die Pres­se
Wie man im wil­den Her­zen der USA über­lebt
In sei­nem Roman „Bären­zäh­ne“ stellt US-Autor Cal­lan Wink die Fra­ge, ob man auf ehr­li­che Wei­se noch über die Run­den kom­men kann.

Die Pres­se
War Ril­ke ein Meis­ter des Schnor­rens? Drei Buch­tipps zum 150. Geburts­tag
In neu­en Büchern wer­den eini­ge von Ril­kes weni­ger bekann­ten Sei­ten the­ma­ti­siert, dar­un­ter auch bri­san­te: Er war begeis­tert von Mus­so­li­ni.

Frank­fur­ter Rund­schau
Die Künst­le­rin und ihr Modell
Isol­de Ohl­baums Peter-Hand­ke-Foto­gra­fien in einem groß­ar­ti­gen Bild­band.

Süd­deut­sche Zei­tung
Unser Pop-Phi­lo­soph
In der welt­um­span­nen­den Popu­lär­kul­tur wird der vor 150 Jah­ren gebo­re­ne Rai­ner Maria Ril­ke seit Jah­ren kul­tisch ver­ehrt. Liest er sich auf Eng­lisch even­tu­ell bes­ser, grif­fi­ger, zitier­fä­hi­ger als im Ori­gi­nal?

Tages­spie­gel
„In den Hän­den die­ses Dik­ta­tors erken­ne ich mein Land nicht wie­der“
Mit sei­nem neu­en Roman „Köni­gin Esther“ ist der Schrift­stel­ler John Irving aktu­ell auf Lese­rei­se, sein Hei­mat­land Ame­ri­ka lässt er dabei aus. Ein Gespräch über Faschis­mus, Außen­sei­ter und lite­ra­ri­sche Tat­toos.

Der Stan­dard
Bri­ti­scher Dra­ma­ti­ker Tom Stop­pard ist tot
Der Oscar- und Gol­den Glo­be-Preis­trä­ger starb im Alter von 88 Jah­ren

Stutt­gar­ter Zei­tung
„Mich ver­bin­det eine Hass­lie­be mit Stutt­gart“
Zum Abschluss der Buch­wo­chen hat die Erfolgs­au­torin Caro­li­ne Wahl aus ihrem neu­en Roman gele­sen und erklärt, was der Lan­des­haupt­stadt fehlt.

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Online seit: 1. Dezem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 1. Dez. 2025