Presseschau – 10. November 2025

Rech­te Buch­mes­se in Hal­le / Eva Ilouz / Goe­the in Wei­mar / Sebas­ti­an Haff­ner / Nava Ebra­hi­mi / Yulia Mar­fu­to­va / Ver­ne­sa Ber­bo …

NZZ
Das Nach­rich­ten­ma­ga­zin „Der Spie­gel“ ver­gibt einen Lite­ra­tur­preis, der haupt­säch­lich auf das eige­ne Kon­to ein­zah­len soll
Mit einem Count­down wird eine zwan­zig Titel umfas­sen­de Short­list abge­ar­bei­tet. Wer am Schluss übrig bleibt und gewinnt, geht trotz­dem leer aus.

NZZ
Goe­the war ein Star, als er vor 250 Jah­ren nach Wei­mar umzog. Man emp­fing ihn wie einen Mes­si­as
Der Her­zog des klei­nen Fürs­ten­tums per­sön­lich hat­te Goe­the 1775 nach Wei­mar gelockt. Dem Dich­ter wur­den wich­ti­ge Tei­le der Regie­rungs­ge­schäf­te über­tra­gen. Nach zehn Jah­ren hat­te Goe­the genug. Heim­lich setz­te er sich nach Ita­li­en ab.

Die Welt
Schil­lers „Räu­ber“, König Lear und der ein­zi­ge inter­es­san­te Trump-Ver­gleich
Die Sozio­lo­gin Eva Ill­ouz wur­de in den ver­gan­ge­nen Mona­ten wie­der­holt Opfer des gan­zen Spek­trums post­mo­der­nen Mund­tot­ma­chens. Jetzt hielt sie in Mar­bach die Schil­le­re­de. Und sprach über Eigen­lob, Selbst­ver­herr­li­chung und Wahn­sinn.

FAZ
Mohn­saft, du stillst uns den Schmerz
Wäh­rend des „Drit­ten Rei­ches“ erschien auch in Deutsch­land Lite­ra­tur, die sich als mehr oder weni­ger ver­deck­te Kri­tik am Regime ver­ste­hen ließ. Ist ihr sub­ver­si­ver Gehalt den Kon­trol­leu­ren etwa ent­gan­gen?

FAZ
Volks­front überm Bücher­tisch
Orga­ni­sier­ter Angriff auf den Rechts­staat: Wie Wert­kon­ser­va­ti­ve, Rech­te und Rechts­extre­me sich unter dem Vor­wand der Kul­tur wäh­rend der Bücher­mes­se „Sei­ten­wech­sel“ in Hal­le an der Saa­le am Wochen­en­de in den Armen lagen.

FAZ
Was haben die gro­ßen Autoren zu ver­ber­gen?
Ador­no kann gar kein Teu­fel sein, bei der Fri­sur! Micha­el Maar unter­sucht in sei­nem Essay­band „Das vio­let­te Hünd­chen“ die Welt­li­te­ra­tur.

FAZ
So klein, der Mensch
Kunst­stück mit Wie­der­ho­lungs­fi­gu­ren: In sei­nem Lyrik­band „ver­bren­ner“ geht Jörg Pirin­ger der Fra­ge nach, in wel­chem Zeit­al­ter wir leben.

Die Pres­se
Wie sie eine Mischung aus Poli­zis­tin und Betrü­ge­rin wur­de
Die Schrift­stel­le­rin Mar­ga­ret Atwood hat ihre Memoi­ren vor­ge­legt. In Wahr­heit ist es eine Auto­bio­gra­fie: dicht und voll mit 85 Jah­ren Leben. Es war lich­ter, als man den­ken wür­de.

Die Pres­se
Ein per­fi­der Lie­bes­be­trug
Sarah Kutt­ner ver­ar­bei­tet in „Mama & Sam“ den plötz­li­chen Tod ihrer Mut­ter – und dass die­se auf „Love Scamming“ her­ein­ge­fal­len ist.

Frank­fur­ter Rund­schau
Ein­übun­gen ins Wil­de
Jan Röh­nert und sein anre­gen­des Buch über „Schrei­ben, Tun und Natu­re Wri­ting“.

Süd­deut­sche Zei­tung
„Wir Rech­ten sind Indi­vi­dua­lis­ten“
Die rech­te Buch­mes­se „Sei­ten­wech­sel“ in Hal­le gerät zum logis­ti­schen Durch­ein­an­der. Auch Über­ra­schungs­gast Alex­an­der Gau­land kann die Besu­cher nicht mit der lan­gen Schlan­ge vor dem Würst­chen­stand ver­söh­nen. Ein Besuch.

Süd­deut­sche Zei­tung
Eine Krank­heit namens Eigen­lob
Donald Trump zer­setzt die Moral und stürzt die Welt ins Cha­os. Dabei erin­nert er an King Lear aus Shake­speares Dra­ma – die Will­kür­herr­schaft bei­der Män­ner grün­det in den gestör­ten Ver­hält­nis­sen zu ihren Egos.

Tages­spie­gel
Wer auf der Hüh­ner­brust Holz fühlt, bekommt Bonus­punk­te
Ort rou­ti­nier­ter Gewalt und öko­no­mi­scher Zwän­ge: Nava Ebra­hi­mi lässt für ihren Roman „Und Federn über­all“ auf einem Geflü­gel­schlacht­hof unter­schied­lichs­te gesell­schaft­li­che Grup­pen auf­ein­an­der tref­fen.

Tages­spie­gel
Eine Buch­mes­se in Hal­le wird zum Schau­lau­fen der Rech­ten
Kampf­erprob­te Neo­na­zis, selbst­er­klär­te Rechts­in­tel­lek­tu­el­le, AfD-Poli­ti­ker und ganz nor­ma­le Wut­bür­ger: Auf der Buch­mes­se „Sei­ten­wech­sel“ in Hal­le an der Saa­le kam das gesam­mel­te Rechts­au­ßen-Spek­trum zusam­men.

Tages­spie­gel
Die Schau­spie­le­rin und Autorin Ver­ne­sa Ber­bo erin­nert den Bos­ni­en­krieg
In ihrem Debüt­ro­man „Der Sohn und das Schnee­flöck­chen“ erzählt Ver­ne­sa Ber­bo von der Bela­ge­rung ihrer eins­ti­gen Hei­mat­stadt Sara­je­vo. Eine Begeg­nung in Ber­lin.

Tages­spie­gel
Die kleins­ten Mäu­se ken­nen die größ­ten Geschich­ten
Allem Ende wohnt ein Zau­ber inne: Yulia Mar­fu­to­va erzählt von den letz­ten Tagen des real exis­tie­ren­den Sozia­lis­mus in der Sowjet­uni­on.

Der Stan­dard
Die Autorin Rena­te Welsh rollt ihre Kind­heits­ge­schich­te noch­mals auf
Als „Dieda“ sind wir Rena­te Welsh im gleich­na­mi­gen Kin­der­buch schon ein­mal begeg­net. „Ich fall mir selbst ins Wort“ ist ein Remake-Ver­such nach 23 Jah­ren

Der Stan­dard
Book­tok, Book­tu­be & Booksta­gram: Selbst­be­stä­ti­gung in bekömm­li­chen Por­tio­nen
Sozia­le Medi­en, die lan­ge als Toten­grä­ber des Lesens gal­ten, beför­dern eine neue Sub­kul­tur und einen Hype um Bücher. Das ist nur auf den ers­ten Blick erfreu­lich

Der Stan­dard
Post­hum ent­deck­ter Roman von Sebas­ti­an Haff­ner über unbe­schwer­te Lie­be
Der Roman „Abschied“ han­delt Anfang der 1930er-Jah­re. Die bevor­ste­hen­de Bru­ta­li­tät und der Krieg deu­ten sich schon an

Der Stan­dard
„Einen Ver­lag zu grün­den ist schon opti­mis­tisch!“
Was­ser zum Lesen: Im Okto­ber sind die ers­ten Bücher bei Was­ser Publi­shing erschie­nen. Das Pro­gramm der Grün­de­rin Ste­fa­nie Jaksch fokus­siert auf lite­ra­ri­sche Essays

Der Stan­dard
Ehr­lich, roh und tröst­lich: Alles übers „Blu­ten“
Regel­blu­tung, Fehl­ge­bur­ten, Krank­hei­ten: 15 renom­mier­te Autor:innen schrei­ben über ihre – oft schmerz­vol­len – Erfah­run­gen rund um das The­ma Unter­leib

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Online seit: 10. Novem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 11. Nov. 2025