Presseschau – 3. November 2025

T.C. Boyle / Har­per Lee / Kevin Chen / Juri Fel­sen / Tho­mas Mann / Die­ter Wel­lers­hoff / Doro­thy Thomp­son / Oyin­kan Brai­thwai­te / Dag­mar Leu­pold …

NZZ
Die Stim­men der Leben­den und der Toten – Kevin Chens poly­fo­ner Roman über die Selbst­be­frei­ung eines Tai­wa­ners in Ber­lin
Lite­ra­tur aus Tai­wan fin­det hier­zu­lan­de zu Unrecht kaum Beach­tung: Kevin Chens Roman „Geis­ter­däm­me­rung“ bie­tet ein melan­cho­li­sches Epo­chen- und Fami­li­en­ta­bleau, poe­tisch und unsen­ti­men­tal, oft von schrä­ger Komik und dop­pel­bö­di­gem Humor.

NZZ
1933 ver­lässt Tho­mas Mann Deutsch­land und ver­bringt die ers­ten Mona­te des Exils an der Côte d’Azur. Flo­ri­an Illies ist dabei und berich­tet live
Im Som­mer 1933 fin­det sich eine illus­tre Schar exi­lier­ter deut­scher Schrift­stel­ler in Sana­ry-sur-Mer. Flo­ri­an Illies erzählt in sei­nem neu­en Buch haut­nah von die­sem gespens­tisch schö­nen Som­mer.

Die Welt
Die letz­ten Rät­sel der Har­per Lee
Mit „Wer die Nach­ti­gall stört“ schrieb Har­per Lee so etwas wie Ame­ri­kas Lieb­lings­buch – und danach nie wie­der etwas. Jetzt aber erschei­nen acht Geschich­ten, die lan­ge Zeit ver­schol­len waren. Sie tra­gen zur Lösung von zwei der drei Har­per-Lee-Rät­sel bei.

Die Welt
Als Pier Pao­lo Paso­li­ni zum letz­ten Mal zum Bahn­hof ging
Es ist die Nacht vom 1. auf den 2. Novem­ber 1975: Hin­ter dem Bahn­hof Ter­mi­ni im Zen­trum Roms liest Pier Pao­lo Paso­li­ni einen Unbe­kann­ten auf. Auch nach einem hal­ben Jahr­hun­dert ist der „Caso Paso­li­ni“ unge­löst.

Die Welt
Han­nah Are­ndt, Kon­rad Ade­nau­er, Eva Ill­ouz – klu­ge Sach­bü­cher für Novem­ber
Eine Bio­gra­fie über den ers­ten Kanz­ler der Bun­des­re­pu­blik, ein Por­trät der Den­ke­rin Han­nah Are­ndt und die Panik links­li­be­ra­ler Eli­ten vor Dis­rup­ti­on: Mit die­sen aktu­el­len Sach­bü­chern ver­steht man alte und neue Debat­ten bes­ser.

FAZ
Hein­zel­mann schafft Bau­grund ran
Zum hun­derts­ten Geburts­tag von Die­ter Wel­lers­hoff sind sei­ne Ansich­ten von Köln in erwei­ter­ter Form erschie­nen. Peter Hen­ning hat Erin­ne­run­gen auf­ge­schrie­ben, Mar­kus Schwe­ring das Gesamt­werk von Ein­zel­sze­nen her erschlos­sen.

FAZ
Willst du mich mit dei­nem Buch beein­dru­cken?
Der neu­es­te Vor­wurf der Inter­net­ge­mein­de: Wer im öffent­li­chen Raum ein Buch zur Hand nimmt, vor­zugs­wei­se eins von hoher lite­ra­ri­scher Qua­li­tät, möch­te beson­ders gebil­det wir­ken. Und liest das Buch mit­un­ter gar nicht.

FAZ
Ich habe mei­ne eige­nen Obses­sio­nen
Er ist immer noch Punk: In 50 Jah­ren hat der ame­ri­ka­ni­sche Kult­au­tor ein ein­zig­ar­ti­ges Werk geschaf­fen. Zu Besuch bei T.C. Boyle, der in Kali­for­ni­en ein magi­sches Haus bewohnt und von sei­nen deut­schen Lesern ver­ehrt wird.

FAZ
Zäh­len, erzäh­len und: Wer nicht zählt
Lui­se Büch­ner war nicht nur die Schwes­ter von Georg, sie war auch eine Autorin eige­nen Rechts: eine Mit­den­ke­rin. War­um wird sie so wenig gewür­digt?

FAZ
Sie sah den Faschis­mus kom­men
Die ame­ri­ka­ni­sche Jour­na­lis­tin Doro­thy Thomp­son wur­de durch ihre Berich­te aus Nazi-Deutsch­land zum Star. Heu­te haben ihre Tex­te unheim­li­che Aktua­li­tät. Höchs­te Zeit, sie wie­der­zu­ent­de­cken.

Die Pres­se
„Der Fluch der Falo­dun-Frau­en“: Wo kein Mann blei­ben will
In „Der Fluch der Falo­dun-Frau­en“ erzählt Oyin­kan Brai­thwai­te mit­rei­ßend von einem Gene­ra­tio­nen-Trau­ma.

Tages­spie­gel
„Ich könn­te den Him­mel zer­rei­ßen wegen die­ses quä­len­den Gefühls der Hei­mat­lo­sig­keit“
Was ist die­ses Blau in unse­rer Fer­ne? Wo ist unser Hori­zont? Der Brief­wech­sel der afgha­ni­schen Exil-Autorin Taman­na Easar mit der aus der Schweiz stam­men­den Ber­li­ner Autorin Yael Ino­kai.

Der Stan­dard
Die Euro­päi­schen Lite­ra­tur­ta­ge in Krems fra­gen heu­er: Was ist echt?
Von 20. bis 23. Novem­ber sind Nava Ebra­hi­mi, Eva Men­as­se oder Geor­gi Gos­po­di­nov zu Gast. Am Eröff­nungs­abend spricht Buch­preis-Gewin­ne­rin Mar­ti­na Hef­ter

Der Stan­dard
Juri Fel­sens Roman „Getäuscht“ liegt erst­mals auf Deutsch vor
Der in Ausch­witz ermor­de­te Emi­grant galt als „rus­si­scher Proust“. Nun liegt sein ers­ter Roman in deut­scher Über­set­zung vor

Der Stan­dard
Dag­mar Leu­pold ver­sucht im Roman „Mut­ter­ma­le“ Ver­lo­re­nes wie­der­zu­ge­win­nen
Die deut­sche Schrift­stel­le­rin erin­nert sich in ihrem neu­en Roman an eine Mut­ter, die zeit­le­bens wenig von sich preis­gab – und war für den Baye­ri­schen Buch­preis nomi­niert

Der Stan­dard
Man­fred Reb­handl über das lee­re Haus sei­ner Eltern. Eine Erin­ne­rung
Der Schrift­stel­ler Man­fred Reb­handl über den Ort, an dem er auf­ge­wach­sen ist, das Ver­schwin­den der Eltern und das plötz­lich ein­set­zen­de Ver­ste­hen, wie es damals wirk­lich war

Süd­deut­sche Zei­tung
Zwi­schen allen Fron­ten
Die Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung ver­leiht ihre wich­tigs­ten Prei­se an Ursu­la Kre­chel, Dan Diner und Ilma Rakusa, und ein Wochen­en­de lang geht es um Wahr­heit, Lüge und wie man der simp­len Empö­rung wider­steht.

 

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Online seit: 3. Novem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 3. Nov. 2025