Presseschau – 27. Oktober 2025

Patri­cia High­s­mith / Tho­mas Pyn­chon / Vir­gi­nia Woolf / Michail Prischwin / E.T.A. Hoff­mann / Theo­dor Storm / Dani­el Kehl­mann …

NZZ
Die gehei­men Tage­bü­cher von Michail Prischwin zeu­gen von der Bru­ta­li­tät im Sta­li­nis­mus
Kurz vor dem sta­li­nis­ti­schen Gros­sen Ter­ror besuch­te Michail Prischwin (1873–1954) ein avant­gar­dis­tisch-sozia­lis­ti­sches Expe­ri­ment an der Peri­phe­rie der Sowjet­uni­on. Die pos­tum ver­öf­fent­lich­ten Tage­bü­cher zei­gen sein inne­res Rin­gen um das, was er erleb­te.

NZZ
Im Tes­sin bekam Patri­cia High­s­mith Besuch vom Meis­ter­mör­der Tom Ripley. Und schrieb ihr letz­tes Buch
Seit den sech­zi­ger Jah­ren leb­te die ame­ri­ka­ni­sche Schrift­stel­le­rin Patri­cia High­s­mith in Euro­pa. 1988 zog sie nach Tegna im Onser­no­ne­tal. In ein Haus wie eine Fes­tung, wo sie umge­ben war von Kat­zen und Schne­cken.

NZZ
Bei Tho­mas Pyn­chon steigt die Mafia ins Käse­ge­schäft ein und macht damit Welt­po­li­tik
Der New Yor­ker Kult­au­tor ver­öf­fent­licht 88-jäh­rig einen neu­en Roman, der auch sein letz­ter sein könn­te. Noch ein­mal bril­liert er mit sei­ner Kunst und mischt gro­tes­ken Witz mit poli­ti­schen Anspie­lun­gen.

Die Welt
Ganz Frank­reich ahnt, wo das Die­bes­gut ver­steckt sein könn­te
Der Juwe­len­raub im Lou­vre fas­zi­niert nicht nur Frank­reich. Aber vor allem dort hat man sofort an einen legen­dä­ren Meis­ter­dieb gedacht, als die Tat bekannt wur­de. Was Arsè­ne Lupin aus dem Muse­um stahl, war aber wert­vol­ler.

Die Welt
Reichs­tags­brand rel­oa­ded – Stell Dir vor, Deutsch­land wird von Rechts­extre­men regiert
Im Jahr 2033 gewinnt eine rechts­extre­me Par­tei die Bun­des­tags­wah­len. Sie ver­bie­tet Zei­tun­gen, inhaf­tiert poli­ti­sche Geg­ner und lässt das Holo­caust-Mahn­mal schred­dern. So malt es sich der Jurist Bijan Moini aus.

FAZ
Wir leben in einem Poli­zei­staat
„Das Ver­bot von Büchern ist der ers­te Schritt in einen faschis­ti­schen Staat“: Per­ci­val Ever­ett ist einer der wich­tigs­ten Autoren Ame­ri­kas. Wenn er über sei­ne Hei­mat spricht, ver­düs­tert sich der Hori­zont.

FAZ
Ich wür­de also nicht berühmt wer­den
Iro­ni­sche Por­träts geis­ti­ger Grö­ßen: Ulrich Noe­thens Lesun­gen von „Ich und Kamin­ski“ und „Mahlers Zeit“ füh­ren ins Zen­trum der Roman­wel­ten von Dani­el Kehl­mann.

FAZ
Der Teu­fel muss ein Wie­ner sein
Das Werk E.T.A. Hoff­manns wur­de ver­ges­sen, wie­der­ent­deckt und immer neu aus­ge­legt. Wie sei­ne Tex­te als Hör­spie­le adap­tiert wur­den, zeigt eine Retro­spek­ti­ve als CD-Samm­lung.

FAZ
Letz­te Wor­te im Lie­bes­dis­put
An Sprich­wör­tern und Rede­du­el­len das Funk­tio­nie­ren von Spra­che in den Blick brin­gen: Ein Band macht mit dem emi­nen­ten, doch oft über sei­ner Rol­le als Doy­en des fran­zö­si­schen Lite­ra­tur­be­triebs ver­ges­se­nen Autor Jean Paul­han bekannt.

FAZ
Wer rei­tet den Schim­mel?
Theo­dor Storms Meis­ter­no­vel­le erzählt vom Kampf mit dem Meer, vom Deich­bau und von einem Geis­ter­pferd. Anre­gun­gen dazu fand er beim roman­ti­schen Maler Füss­li. Und bei Edgar Allan Poe.

FAZ
Die Boll­ori­sie­rung einer Legen­de der fran­zö­si­schen Lite­ra­tur
Wie aus dem berühm­ten lite­ra­ri­schen Ver­lags­haus Fayard eine Werk­statt rechts­extre­mis­ti­scher Poli­tik wird: Fol­gen der Über­nah­me des Hachet­te-Kon­zerns durch den Mil­li­ar­där Vin­cent Bol­lo­ré.

Die Zeit
Und er war halt Nobel­preis­trä­ger
Über die Lie­bes- und Arbeits­ehe der Über­set­ze­rin Anne­ma­rie Böll

Die Fur­che
Durchs Leben navi­gie­ren
In ihrem 1931 erschie­ne­nem Roman „Die Wel­len“ erzählt Vir­gi­nia Woolf for­mal gran­di­os die Selbst­er­fah­rung einer Grup­pe von sechs Per­so­nen im Lauf der Zeit.

 

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Online seit: 27. Okto­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 27. Okt. 2025