Presseschau – 15. September 2025

Ernest Heming­way / Robert Wal­ser / Felix Sal­ten / Rim­baud & Ver­lai­ne / Annie Ernaux / Ste­fan And­res / Lea Ypi / Dirk Ster­mann über Gabrie­le d’An­nun­zio / Gre­gor von Rezz­ori / Kamel Daoud …

NZZ
Die Schweiz bot dem „Bambi“-Autor Schutz vor den Nazis. Wohl nur, weil die Behör­den nichts von sei­nem Por­no-Roman wuss­ten
Felix Sal­ten schuf die welt­be­rühm­te Dis­ney-Figur und mit „Jose­fi­ne Mut­zen­ba­cher“ einen Klas­si­ker der Ero­ti­k­li­te­ra­tur. Der schil­lern­de Schrift­stel­ler flüch­te­te 1939 nach Zürich, wo er eini­ge Spu­ren hin­ter­liess.

NZZ
Wo haben die Ame­ri­ka­ner ihre Gold­re­ser­ven ver­steckt? Oder gibt es sie gar nicht?
Per­ci­val Ever­ett par­odiert in sei­nem neu­en Roman „Dr. No“ Donald Trump und die ame­ri­ka­ni­schen Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker. Das garan­tiert für ein gros­ses Lese­ver­gnü­gen.

Die Welt
Der Schrift­stel­ler mit dem Tour­et­te-Syn­drom
Gefei­ert von Kol­le­gen, erfolg­los beim Publi­kum. Lan­ge war Robert Wal­ser der Inbe­griff des ver­kann­ten Schrift­stel­lers. Jetzt räumt eine ame­ri­ka­ni­sche Bio­gra­fin mit eini­gen Wal­ser-Kli­schees auf. Fas­zi­nie­rend an Wal­ser sind sei­ne Aver­sio­nen gegen Berühmt­hei­ten.

FAZ
Der glo­ba­le Aben­teu­rer ist leben­di­ger denn je
Sein Mar­ken­kern wird stär­ker, je län­ger sein Tod zurück­liegt: Über die all­ge­mei­ne Unsterb­lich­keit von Ernest Heming­way.

FAZ
Das Wun­der von Dan­zig
Wenn die Leh­re­rin anony­me Brie­fe schreibt und der bes­te Freund ver­schwin­det: Marie Hütt­ners Kin­der­buch „Rocky Win­ter­feld“ erzählt davon, wie ein Jun­ge aus dem dunk­len Klei­der­schrank her­aus­fin­det.

Die Zeit
Schüs­se auf Rim­baud
Lie­be ist gefähr­lich, auch unter Dich­tern.

Die Pres­se
„Stay away from Gretchen“-Autorin Susan­ne Abel über das Trau­ma einer Gene­ra­ti­on
Susan­ne Abel rollt ein dunk­les Kapi­tel der deut­schen Nach­kriegs­zeit auf: Hun­dert­tau­sen­de Kin­der wuch­sen in Hei­men auf, ohne ihre Fami­li­en und ohne Zunei­gung.

Frank­fur­ter Rund­schau
„Ich scho­ne mich sel­ber auch nicht“
Autorin Rebec­ca Spil­ker über Pop­kul­tur und Pop­kri­tik, das poli­ti­sche Pri­va­te und das Schrei­ben im Inter­net. Ein Inter­view von Klaus Wal­ter

Süd­deut­sche Zei­tung
Ein Kom­pro­miss­lo­ser
Mit sei­ner Zeit­schrift „I Sici­lia­ni“, sei­nen Roma­nen und Thea­ter­stü­cken bot Giu­sep­pe Fava der Mafia die Stirn. Bis er von ihr ermor­det wur­de. Unser Autor hat bei ihm Jour­na­lis­mus gelernt. Eine Erin­ne­rung.

Der Stan­dard
„Die Beses­sen­heit“ einer 85-jäh­ri­gen Nobel­preis­trä­ge­rin
Gera­de ist Annie Ernaux 85 gewor­den. Auf Deutsch erschei­nen ihre auto­fik­tio­na­len Bücher am lau­fen­den Band. In „Die Beses­sen­heit“ erzählt sie vom Gift der Eifer­sucht.

Der Stan­dard
Kamel Daoud erzählt in „Huris“ auf­wüh­lend von alge­ri­schem Bür­ger­krieg
Eine auf­rüh­ren­de Stim­me gegen das Schwei­gen: Kamel Daouds Roman „Huris“ erzählt bewe­gend und mit gro­ßer poe­ti­scher Kraft von einer Über­le­ben­den

Der Stan­dard
Dirk Ster­mann über sein neu­es Buch: „Koka­in, Yoga und knap­pe Hös­chen“
Der Late-Night-Tal­ker und Autor über „Die Repu­blik der Irren“, den deka­dent schil­lern­den Spin­ner Gabrie­le D’Annunzio und Kon­ti­nui­tä­ten des Tota­li­ta­ris­mus bis heu­te

Der Stan­dard
Wie der Dan­dy-Autor Gre­gor von Rezz­ori all­mäh­lich wie­der­ent­deckt wird
In der aktu­el­len Aus­ga­be der Lite­ra­tur­zeit­schrift „Schreib­heft“ wid­met man sich ein­ge­hend dem Erfin­der der „Maghre­bi­ni­schen Geschich­ten“

Der Stan­dard
„Auf­recht“ heißt das neue Buch der gro­ßen euro­päi­schen Vor­den­ke­rin Lea Ypi
Sie stammt aus Alba­ni­en und lehrt an der Lon­don School of Eco­no­mics. Nach ihrem Best­sel­ler „Frei“ beschwört sie in „Auf­recht“ Euro­pas intel­lek­tu­el­le Res­sour­cen.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Wenn Mil­le­ni­als in die Jah­re kom­men
In sei­nem neu­en Roman „Let’s talk about fee­lings“ zeigt Leif Randt, dass man auch im mitt­le­ren Alter eine gute Zeit haben kann. Die Fra­ge ist nur, ob als Spie­gel­bild oder Sati­re?

Die Fur­che
Eine Para­bel als Akt der Oppo­si­ti­on
Ste­fan And­res’ 1942 erschie­ne­ne Novel­le „Wir sind Uto­pia“ kon­fron­tiert mit einer Fra­ge von damals bren­nen­der Aktua­li­tät: der nach Legi­ti­mi­tät und Reich­wei­te von Wider­stand.

 

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Online seit: 15. Sep­tem­ber 2025

Zuletzt geän­dert: 15. Sep. 2025