Presseschau – 12. Februar 2025

Sal­man Rush­die / Bet­ty Pao­li / Tho­mas Mann / Juli­en Gracq / Durs Grün­bein über Ber­tolt Brecht / Fer­idun Zai­mo­g­lu / Vea Kai­ser …

NZZ
«Unse­re Leben berühr­ten sich für einen Augen­blick und trenn­ten sich dann» – vor Gericht trifft Sal­man Rush­die auf sei­nen Angrei­fer
Etwas mehr als zwei Jah­re sind ver­gan­gen, seit ein Angrei­fer 15 Mal mit einem Mes­ser auf den Autor ein­stach. Beim Pro­zess im Glied­staat New York erzählt Rush­die erneut von der Mes­ser­at­ta­cke. Sein Angrei­fer plä­diert auf „nicht schul­dig“.

NZZ
Sie brach­te Dampf ins Bie­der­mei­er: Bet­ty Pao­li schrieb und leb­te, als wäre sie aus einer ande­ren Zeit
1814 in Wien gebo­ren, gehört die Schrift­stel­le­rin und Jour­na­lis­tin Bet­ty Pao­li zu den bemer­kens­wer­tes­ten Figu­ren ihrer Epo­che. Eine Bio­gra­fie und eine Werk­aus­wahl rufen sie in Erin­ne­rung.

Die Welt
Der gro­ße Irr­tum über den poli­ti­schen Tho­mas Mann
Über die poli­ti­sche Hal­tung des Schrift­stel­lers kur­sie­ren vie­le Kli­schees. Immer wie­der heißt es, Tho­mas Mann habe sich erst all­mäh­lich zum Demo­kra­ten gewan­delt. Doch in die­ser Les­art wird eine Sache über­se­hen.

FAZ
Die gefähr­li­che Sehn­sucht nach der erlö­sen­den Tat
Juli­en Gracqs „Das Ufer der Syr­ten“ han­delt vom Unter­gang eines Staats durch den träu­me­ri­schen Leicht­sinn eines Ein­zel­nen. Der Roman zeigt: Was per­sön­lich groß und stei­gernd wirkt, kann poli­tisch ver­hee­rend sein.

Die Pres­se
„Mir war ganz klar, dass ich ster­be“: Autor Rush­die trifft vor Gericht auf sei­nen Angrei­fer
Im August 2022 wur­de Autor Sal­man Rush­die auf offe­ner Büh­ne mit einem Mes­ser atta­ckiert. Nun sitzt der Täter, der es ver­mei­det, sein Opfer anzu­schau­en, auf der Ankla­ge­bank.

Tages­spie­gel
Jagd­zeit im Inter­net
Der neue Roman des Jour­na­lis­ten und Schrift­stel­lers Peter Huth han­delt von der Macht des Gerüchts. Ein Pädo­kri­mi­nel­ler dringt ein in ein Vor­stadt­idyll. Und schon nimmt die Geschich­te einen fata­len Lauf.

Tages­spie­gel
Über­le­ben in der Zwi­schen­zeit
Spä­te Beru­fung: In ihrem neu­en Roman „Als sei alles leicht“ erzählt die 80-jäh­ri­ge Schrift­stel­le­rin Elfi Con­rad von der Flucht meh­re­rer Frau­en 1945 aus Schle­si­en.

Der Stan­dard
„Das Kul­tur­ver­ständ­nis der FPÖ ist schlicht depri­mie­rend“
Ger­hard Rühm, wich­tigs­ter hei­mi­scher Avant­gar­de-Autor und einst Wie­ner-Grup­pe-Mit­glied, fei­ert am Mitt­woch sei­nen 95. Geburts­tag

Süd­deut­sche Zei­tung
Im ambu­lan­ten Archiv
Der Dich­ter und Büch­ner-Preis­trä­ger Durs Grün­bein stö­bert in Ber­lin einen ver­gnüg­ten Abend lang in den Notiz­bü­chern Ber­tolt Brechts.

Süd­deut­sche Zei­tung
Mit einem Bein in sei­ner Welt
Wie soll das gehen, wirk­lich Abschied neh­men, los­las­sen? Fer­idun Zai­mo­g­lu schreibt sei­nen Roman „Sohn ohne Vater“ als ein Road­mo­vie der Trau­er, das jeden mit­neh­men kann, der Kind war und Eltern hat­te.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Vea Kai­ser: „Sie kön­nen Ihr Baby nicht mit­neh­men“
Ohne Müt­ter als Schrift­stel­le­rin­nen fehlt ein rea­ler Blick auf das Phä­no­men Fami­lie, sagt Best­sel­ler-Autorin Vea Kai­ser. Ein Gespräch über unzu­rei­chen­des Karenz­geld, Dis­kri­mi­nie­rung von Frau­en in der Lite­ra­tur­bran­che und den Kult um ver­meint­li­che Genies.

 

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Online seit: 12. Febru­ar 2025

Zuletzt geän­dert: 13. Feb. 2025