Presseschau – 11. Februar 2025

Zach Wil­liams / Rein­hard Kleist / Ricar­das Gave­lis / Chris­toph Peters / Bela B / Rush­die-Pro­zess / Paul Lynch / Ber­tolt Brecht / Anne Enright / Isa­bel­le Kai­ser …

NZZ
David Bowie: In Ber­lin leg­te er all sei­ne Mas­ken ab, um zu sich selbst und zu einem neu­en Sound zu fin­den
Der Comic­au­tor Rein­hard Kleist schil­dert in «Low», was der bri­ti­sche Pop-Musi­ker in der deut­schen Metro­po­le erleb­te. Mehr als bio­gra­fi­sche Fak­ten inter­es­sie­ren den Zeich­ner die künst­le­ri­schen Zusam­men­hän­ge.

NZZ
Zach Wil­liams zeich­net in sei­nen Erzäh­lun­gen ein ziem­lich ver­rück­tes Ame­ri­ka. Aber es gibt Hoff­nung
In sei­nem hoch­ge­lob­ten Debüt holt der ame­ri­ka­ni­schen Schrift­stel­ler sei­ne Figu­ren mit­ten aus dem All­tag und zeigt, wie dünn die Wand ist zwi­schen Wahn und Wirk­lich­keit.

NZZ
Ricar­das Gave­lis gelang mit „Vil­ni­us Poker“ ein Meis­ter­werk über die Abgrün­de des Kom­mu­nis­mus – und der gröss­te Erfolg der litaui­schen Lite­ra­tur­ge­schich­te
„Vil­ni­us Poker“ ist uner­schöpf­lich in sei­nen Rät­seln und scho­ckie­rend im Wech­sel von Hyper­rea­lis­mus und Phan­tas­tik.

Die Welt
War­um der Gale­rist Johann König einen Roman von Chris­toph Peters ver­bie­ten las­sen will
Der Ber­li­ner Gale­rist Johann König und sei­ne Frau gehen mit juris­ti­schen Mit­teln gegen ein Kunst­werk vor. Sie wer­fen dem Schrift­stel­ler Chris­toph Peters Ver­let­zung ihrer Per­sön­lich­keits­rech­te vor. Wor­um es genau geht und wer jetzt ent­schei­det.

Die Welt
Das befremd­li­che Gen­re der von Män­nern ver­fass­ten MeToo-Lite­ra­tur
Bela B., der Drum­mer von „Die Ärz­te“, hat wie­der einen Roman geschrie­ben. „Fun“ han­delt von sexu­el­len Über­grif­fen berühm­ter Rock­stars. Bela B. hät­te die Chan­ce nut­zen kön­nen, eine ande­re gro­ße Geschich­te zu erzäh­len.

Die Welt
Pro­zess gegen Rush­die-Atten­tä­ter: Und der Ange­klag­te grinst
Der Anwalt erkrankt, sein Kli­ent for­dert zum Pro­zess­auf­takt die Befrei­ung Paläs­ti­nas: Im Bun­des­staat New York ist Hadi Mat­ar des Mord­ver­suchs an Sal­man Rush­die ange­klagt. Das Pro­blem der Ver­tei­di­gung: Ein Saal vol­ler Men­schen hat damals zuge­se­hen. Umso bemer­kens­wer­ter scheint ihre Stra­te­gie.

Die Welt
„Wenn das pas­siert, sind wir erle­digt. Das Ergeb­nis ist Krieg“
Für sei­ne düs­te­ren Visio­nen hat Paul Lynch den Boo­ker-Preis gewon­nen. Er sei eben Rea­list, beharrt der Ire, als wir ihn in sei­nem Haus in Dub­lin besu­chen. Um dann zu erklä­ren, war­um sich unse­re gemein­sa­me Rea­li­tät gera­de auf­löst. Und wohin das neue Stam­mes­den­ken führt.

FAZ
Mut­maß­li­cher Rush­die-Atten­tä­ter plä­diert auf „nicht schul­dig“
Im US-Bun­des­staat New York hat der Pro­zess gegen Hadi Mat­ar begon­nen. Mat­ar soll den Schrift­stel­ler Sal­man Rush­die 2022 mit einem Mes­ser atta­ckiert und lebens­ge­fähr­lich ver­letzt haben.

Die Pres­se
Chris­ti­na Hes­sel­holdt: Froh in Vene­dig
Die däni­sche Schrift­stel­le­rin Chris­ti­na Hes­sel­holdt hat einen Roman geschrie­ben, in dem Tho­mas Manns „Der Tod in Vene­dig“ eine ent­schei­den­de Rol­le spielt.

Tages­spie­gel
Ber­tolt Brechts Notiz­bü­cher: Eine Ermun­te­rung zur Lek­tü­re
Ber­tolt Brechts von Hand geschrie­be­ne Hef­te sind ein Archiv sei­ner Dich­tung und ein fas­zi­nie­ren­des Reser­voir des Unfer­ti­gen, Offe­nen, Abge­bro­che­nen, Ver­wor­fe­nen und Frem­den. Dies dies­jäh­ri­gen Brecht-Tage im Ber­li­ner Lite­ra­tur­fo­rum erkun­den das gan­ze Spek­trum die­ses Schrei­bens.

Tages­spie­gel
Lie­bes­ge­dich­te und ande­re Scher­ben
Hoff­nung und Lie­be, Trau­ma­ta und gebro­che­ne Ver­spre­chen: Die iri­sche Schrift­stel­le­rin Anne Enright hat mit „Vogel­kind“ einen kom­ple­xen Fami­li­en­ro­man geschrie­ben. Ver­lust und Abschied sind dar­in Leit­mo­ti­ve.

Die Zeit
Post­leit­zahl: 6375
Becken­ried ehrt die Autorin Isa­bel­le Kai­ser.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Ver­bots­ver­fah­ren: Skan­dal um einen Schlüs­sel­ro­man
Der Ber­li­ner Gale­rist Johann König und sei­ne Frau wol­len ein Ver­bot gegen Chris­toph Peters’ Haupt­stadt-Roman „Inner­städ­ti­scher Tod“ erwir­ken, weil sie sich in einer dar­in the­ma­ti­sier­ten Sex-Affä­re wie­der­erken­nen.

Süd­deut­sche Zei­tung
Wie weit weg von der Wirk­lich­keit muss Lite­ra­tur sein?
Kunst­frei­heit gegen Per­sön­lich­keits­recht: Der Ber­li­ner Gale­rist Johann König will sich als Figur in einem Roman von Chris­toph Peters wie­der­erkannt haben – und möch­te nun die wei­te­re Ver­öf­fent­li­chung ver­hin­dern.

 

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Online seit: 11. Febru­ar 2025

Zuletzt geän­dert: 12. Feb. 2025