Presseschau – 30. September 2024

Tru­man Capo­te / Sieg­fried Unseld / Goe­thes Best­sel­ler / Die Bron­të-Schwes­tern / Jac­ques Lus­sey­ran / Her­man Mel­ville / Pau­lus Man­ker / Elfrie­de Jeli­nek …

NZZ
Er war ein Meis­ter der Täu­schun­gen und Selbst­täu­schun­gen: Tru­man Capo­te bleibt auch hun­dert Jah­re nach sei­ner Geburt ein Mythos
Er woll­te zum ame­ri­ka­ni­schen Proust wer­den und war der Ein­schleich­dieb der New Yor­ker Gesell­schaft: Ihr hat Capo­te mit sei­nem Charme die Her­zen geraubt und mit sei­ner Lie­be zur Wahr­heit bei­na­he den Ver­stand.

NZZ
Denk­mä­ler kann man stür­zen, doch die musi­ka­li­sche Erin­ne­rung ver­stummt nie
In sei­nem erhel­len­den Buch „Das Echo der Zeit“ unter­sucht Jere­my Eich­ler am Bei­spiel von vier Meis­ter­wer­ken aus dem 20. Jahr­hun­dert, wie Musik das kul­tu­rel­le Gedächt­nis bewah­ren kann – auch gegen poli­ti­sche Wider­stän­de.

FAZ
Suhr­kamps legen­dä­rer Ver­le­ger und sei­ne Brie­fe
Freund­lich, aber unmiss­ver­ständ­lich klar: Zum hun­derts­ten Geburts­tag Sieg­fried Unsel­ds erscheint ein Band mit hun­dert Brie­fen des Suhr­kamp-Ver­le­gers.

FAZ
Tanz­dampf in allen Gas­sen
Aus der Tra­di­ti­on des Dada­is­mus zur bit­te­ren Auto­bio­gra­phie, vom Schluck­specht zum lite­ra­tur­kri­ti­schen Gedicht: Peter Wawer­zi­nek wird sieb­zig Jah­re alt.

FAZ
Wen inter­es­siert noch Latein­ame­ri­ka?
Die Lei­den­schaft für den latein­ame­ri­ka­ni­schen Kon­ti­nent ist der Igno­ranz gewi­chen. War­um? Die Suche nach Erklä­run­gen führt durch die latein­ame­ri­ka­ni­sche Geschich­te und Lite­ra­tur.

FAZ
Ein Abend für den sanf­ten Rie­sen
Er ist nicht mehr da, aber an sei­nem 100. Geburts­tag immer noch erstaun­lich prä­sent: Autoren und Weg­ge­fähr­ten geden­ken in Ber­lin des Suhr­kamp-Ver­le­gers Sieg­fried Unseld.

Die Welt
Wie Goe­the mit einem ein­zi­gen sen­sa­tio­nel­len Best­sel­ler sei­ne Schul­den tilg­te
Heu­te gilt Goe­the als Deutsch­lands größ­ter Dich­ter. Doch den Druck sei­ner ers­ten Wer­ke muss­te er selbst bezah­len. Dann bot 1774 end­lich ein Ver­le­ger har­tes Geld für einen Roman. Es wur­de der größ­te Erfolg des Jahr­hun­derts. War­um trotz­dem kei­ner von den bei­den damit reich wur­de.

Die Welt
Punkt­sieg für die Schwes­tern Bron­të
Als schrei­ben­de Schwes­tern aus York­shire sind Char­lot­te, Emi­ly und Anne Bron­të welt­be­rühmt, aus­ge­rech­net in Poets‘ Cor­ner in West­mins­ter Abbey aber war ihr Name jahr­zehn­te­lang falsch geschrie­ben. Jetzt haben sie die Punk­te über dem e zurück. Aber wo sind die eigent­lich her­ge­kom­men?

Frank­fur­ter Rund­schau
Die Kraft der Freund­schaft
Sein lite­ra­ri­scher Bericht ist ein Glück für alle: Der Fran­zo­se Jac­ques Lus­sey­ran erblin­det als Kind und bekämpft erfolg­reich die Nazis.

Die Zeit
Ein Wal von einem Buch
„Moby-Dick“ ist ein Roman, in des­sen Fül­le man lesend unter­geht. Nun lädt ein „his­to­risch-spe­ku­la­ti­ver“ Gesamt­kom­men­tar dazu ein, Her­man Mel­vil­les Meis­ter­werk von 1851 für die Gegen­wart neu zu ent­de­cken.

Der Stan­dard
„Plas­m­atrop­fen“ und die Kipp­punk­te in uns
Der neue Roman des jun­gen deut­schen Schrift­stel­lers Joshua Groß wid­met sich mit gro­ßer Genau­ig­keit der Tek­to­nik einer Lang­zeit­be­zie­hung.

Der Stan­dard
Ein Pan­op­ti­kum des Unter­gangs
Das Enfant ter­ri­ble Pau­lus Man­ker ver­leiht den „Letz­ten Tagen der Mensch­heit“ von Karl Kraus mit einem illus­trier­ten Pracht­band neue Vita­li­tät.

Die Pres­se
Elfrie­de Jeli­nek zu Wahl­aus­gang: „Ange­sag­te Kata­stro­phen fin­den statt“
Die öster­rei­chi­sche Kul­tur­sze­ne zeigt sich scho­ckiert über das Wahl­er­geb­nis. Schon am Sonn­tag­abend mel­de­ten sich ers­te Stim­men zu Wort. Am Mon­tag fes­tig­te sich das Bild einer erschüt­ter­ten Bran­che wei­ter.

 

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Online seit: 30. Sep­tem­ber 2024

Zuletzt geän­dert: 30. Sep. 2024