Presseschau – 9. September 2024

Sofi Oksa­nen / Lea Ruck­paul / Kat­ja Lan­ge-Mül­ler / Eck­hart Nickel / Anna Katha­ri­na Hahn / Micha­el Con­nel­ly / Ulla Len­ze / Rachel Cusk / Isa­bel­le Lehn / Juli Zeh / Elke Laz­nia / Nadi­ja Rebron­ja …

NZZ
Pros­ami­nia­tu­ren über Krieg und Lie­be: Nadi­ja Rebron­ja schafft in weni­gen Sät­zen einen Kon­trast zwi­schen schein­ba­rer Nor­ma­li­tät und abnor­mer Grau­sam­keit
Der bos­nia­ki­sche Schrift­stel­le­rin gelingt es, schwie­ri­ge The­men wie Krieg und Gewalt, Musik und Lie­be in ganz knap­pen Stü­cken abzu­han­deln.

NZZ
Pil­len für Mascha – wie ein rus­si­scher Sieg in der Ukrai­ne die Welt ver­än­dern könn­te. Eine Dys­to­pie von Sofi Oksa­nen
In einer lite­ra­ri­schen Fik­ti­on erzählt die fin­nisch-est­ni­sche Schrift­stel­le­rin, wie Russ­land die Unter­drü­ckung der Frau­en vor­an­treibt: Der Staat erhebt eine «Unfrucht­bar­keits­steu­er», Gerich­te fäl­len Urtei­le wegen „Ver­hü­tungs-Ter­ro­ris­mus“. Eine Frau in Zürich ver­sucht den Rus­sin­nen und Ukrai­ne­rin­nen zu hel­fen. Bis sie sich fragt: wozu eigent­lich?

FAZ
Inter­na­tio­nal wört­lich genom­men
Ein Gast­ku­ra­tor, unbe­kann­te Namen und die Über­zeu­gung, dass Geschich­ten einem auch mal etwas zumu­ten müs­sen: Das Inter­na­tio­na­le Lite­ra­tur­fes­ti­val Ber­lin eröff­net und wagt eine Neu­jus­tie­rung.

FAZ
„Wie soll ich den Kuss ver­dammt noch mal moti­vie­ren?“
Die Dra­ma­ti­ke­rin und Schau­spie­le­rin Lea Ruck­paul hat Vla­di­mir Nabo­kovs berühmt-berüch­tig­ten Roman „Loli­ta“ noch ein­mal erzählt: aus der Sicht des Mäd­chens, nicht des Man­nes. War­um war das not­wen­dig? Ein Gespräch.

Die Welt
„Und Oma, wo ist Oma? – Na dort, du Dum­mer­chen“
Ida, ein Senio­ren­mo­del mit Sili­kon­bu­sen, zieht bei ihrer Zufalls­be­kannt­schaft Elvi­ra ein. Dort macht ein puber­tie­ren­der Enkel Stress. Kat­ja Lan­ge-Mül­lers neu­er Roman „Unser Ole“ ent­fal­tet ein gna­den­lo­ses Psy­cho­dra­ma, nicht nur zwi­schen Frau­en.

Die Welt
„Gute Män­ner wer­den nie erwach­sen“
„Punk“ heißt der neue Roman von Eck­hart Nickel. Das gro­ße Gespräch über Punk als Lebens­hal­tung gegen hyper­to­le­ran­te Alles­ver­ste­her, sein päd­ago­gi­sches Bul­ler­bü – und dar­über, was sei­ne Freun­de mit einem ohn­mäch­ti­gen Par­ty­girl machen wür­den.

Die Welt
Ali­ce im Wun­den­land
Eine selbst­be­wuss­te, arri­vier­te Mana­ge­rin, die stets alles unter Kon­trol­le hat, lernt beim Sin­gen eine jun­ge Stu­den­tin ken­nen. Und alles gerät aus den Fugen. Bei Anna Katha­ri­na Hahn kann man ler­nen, wie dünn die Wand ist, die unser geord­ne­tes Leben vom Cha­os trennt.

Frank­fur­ter Rund­schau
Nur eins will er noch
Micha­el Con­nel­ly lässt in „Wüs­ten­stern“ noch ein­mal den geal­ter­ten Har­ry Bosch ran.

Frank­fur­ter Rund­schau
Aus dem Gleich­ge­wicht
Sinn­su­che und See­len­schliff ges­tern und heu­te: Ulla Len­zes Roman „Das Wohl­be­fin­den“.

Tages­spie­gel
Rachel Cusks Roman „Para­de“: Die Kunst, die Geschlech­ter, die Gewalt
Wie­der ein­mal ver­sucht sich die kana­disch-bri­ti­sche Schrift­stel­le­rin erfolg­reich an der Spren­gung des Roman­gen­res, zumal des auto­fik­tio­na­len – und for­dert ihr Publi­kum her­aus wie schon lan­ge nicht mehr.

Tages­spie­gel
Dum­me Jungs, böse Onkel
Die Frau mit der Lizenz, Ban­ken hin­ters Licht zu füh­ren: Isa­bel­le Lehn hat mit „Die Spie­le­rin“ einen lite­ra­ri­schen Finanz­kri­mi mit femi­nis­ti­schen Unter­tö­nen geschrie­ben.

Die Zeit
„Ich weiß nicht, ob es ihr Spaß macht“
Die Schrift­stel­le­rin Juli Zeh über die Wahl­er­geb­nis­se in Thü­rin­gen und Sach­sen und Sahra Wagen­knecht als Ersatz­fi­gur für die­je­ni­gen Unzu­frie­de­nen, die nicht die AfD wäh­len wol­len.

Der Stan­dard
Ode an das Leben: Elke Laz­nia gewinnt den Alo­is-Vogel-Preis
Wie viel Leben steckt im Ster­ben? Elke Laz­nia schafft in ihrem Pro­sa­ge­dicht „fisch­grä­ten­ta­ge“ einen fein zise­lier­ten Sprach- und Erfah­rungs­kos­mos.

Der Stan­dard
Maria Lass­nig und die Lite­ra­tur: „Sie konn­te durch­aus gut schrei­ben“
Die Fas­zi­na­ti­on für die 2014 ver­stor­be­ne Künst­le­rin ist unge­bro­chen. Ein bis­her unver­öf­fent­lich­tes Inter­view mit dem 2021 ver­stor­be­nen Autor Oswald Wie­ner über Lass­nigs künst­le­ri­sche Viel­falt und Selbst­be­stim­mung.

 

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Online seit: 9. Sep­tem­ber 2024

Zuletzt geän­dert: 9. Sep. 2024