Antifaschist, grosso modo

Nach zwan­zig Jah­ren Arbeit liegt die his­to­risch-kri­ti­sche Aus­ga­be der Wer­ke Ödön von Hor­váths seit Kur­zem geschlos­sen vor. Ändert sie unser Bild des Autors? Her­aus­ge­ber Klaus Kast­ber­ger im Gespräch mit Tho­mas Keul.

VOLLTEXT  Neun­zehn groß­for­ma­ti­ge Bän­de, drei­ßig  Per­so­nen­jah­re Arbeits­zeit, 1,3 Mil­lio­nen Euro For­schungs­gel­der – die bei deGruy­ter erschiene­ne his­to­risch-kri­ti­sche Wie­ner Aus­ga­be sämt­li­cher Wer­ke Ödön von Hor­váths ist ein edi­ti­ons­phi­lo­lo­gi­sches Mam­mut­pro­jekt. Wie kam es zu die­sem Unter­neh­men, der Nach­lass von Ödön von Hor­váth lag ja zuerst in Ber­lin?

KLAUS KASTBERGER Der Nach­lass wur­de Anfang der 1960er-Jah­re, als nie­mand mehr erwar­tet hat, dass mit dem Werk von Hor­váth noch viel zu machen ist, dem Archiv der Aka­de­mie der Küns­te in Ber­lin über­ge­ben und Lajos von Hor­váth, Ödöns Bru­der, hat sei­ne Nach­lass­pfle­ge damals auch ein­ge­stellt. Wenig spä­ter, Ende der 1960er-Jah­re, ist Hor­váth aller­dings ful­mi­nant wie­der­ent­deckt wor­den, sei­ne Stü­cke wur­den rauf und run­ter gespielt und Jugend ohne Gott zu einem Klas­si­ker der Schul­lek­tü­re. Ende der 1980er-Jah­re woll­ten die Erben daher den Bestand zurück, mit der Begrün­dung, es habe sich nur um eine Leih­ga­be gehan­delt und der Bestand sei nicht sorg­sam behan­delt wor­den – womit sie Recht hat­ten. Man hat­te den Bestand in Ber­lin völ­lig will­kür­lich umge­ord­net und zum Teil sogar in die Doku­men­te hin­ein­ge­schrie­ben. Die Erben haben schließ­lich vor Gericht Recht bekom­men und der Nach­lass soll­te bei Sotheby’s in Lon­don ver­stei­gert wer­den. Er wur­de dann aber vor­her von der dama­li­gen Wien­bi­blio­thek und dem im Ent­ste­hen begrif­fe­nen Lite­ra­tur­ar­chiv in der Öster­rei­chi­schen Natio­nal­bi­blio­thek um sie­ben Mil­lio­nen Schil­ling erwor­ben – ein rela­tiv güns­ti­ger Preis ange­sichts der Reich­hal­tig­keit die­ses Bestan­des.

„Akten edie­ren gehört zum Schwie­rigs­ten, was es gibt.“

VOLLTEXT Von wel­chem Umfang spre­chen wir?

KASTBERGER Es waren um die 5.000 Sei­ten. Wobei das Wesent­li­che dar­an war, dass man die Ent­ste­hung der Tex­te sehen konn­te. Gera­de bei den bes­ten Tex­ten, den  Neu­en Volks­stü­cken, gibt es ein  unglaub­lich umfang­rei­ches werk­ge­ne­ti­sches Mate­ri­al – ers­te Noti­zen, Zwi­schen­fas­sun­gen, Kor­rek­tur­pro­zes­se, hand­schrift­li­che Sei­ten, Typo­skrip­te, die viel­fach geklebt und geschnit­ten waren. Man hat­te die Ent­ste­hung der Wer­ke also förm­lich vor Augen. Das ist unter ande­rem des­halb inter­es­sant, weil in der For­schung bis dahin eher der Ein­druck geherrscht hat, Hor­váth schaue qua­si den klei­nen Leu­ten aufs Maul, er wäre auf dem Okto­ber­fest unter­wegs, beob­ach­te da genau und spieg­le in sei­nen Tex­ten  wider, wie die Leu­te wirk­lich reden. Im Nach­lass  sieht man aber, dass gera­de jene Stel­len, wo man das Gefühl hat, da redet eine rea­le Figur aus Fleisch und Blut, die kon­stru­ier­tes­ten Tei­le sind, dass es da lan­ge Anläu­fe gab und dass die Poin­ten­haf­tig­keit die­ser Tex­te in einem sehr auf­wen­di­gen und prä­zi­sen Pro­zess gewon­nen wer­den muss­te. Es gibt him­mel­ho­he Unter­schie­de zwi­schen den frü­hen Fas­sun­gen und dem, was als fer­ti­ges Stück oder fer­ti­ge Pro­sa  bei Hor­váth übrig­bleibt.

Ödön von Horváth © Wiener Ausgabe (Bd. 18, S. 290)

Ödön von Hor­váth ver­such­te auch nach 1933 noch im deut­schen Kul­tur­be­trieb Fuß zu fas­sen. Foto: Wie­ner Aus­ga­be (Bd. 18, S. 290)

VOLLTEXT Wie kommt es, dass aus­ge­rech­net der Nach­lass eines so jung ver­stor­be­nen Autors so reich­hal­tig ist?

KASTBERGER Es war ver­mut­lich ein gro­ßes Glück, dass sich Ende der Zwan­zi­ger­jah­re der Lei­ter der Mona­cen­sia in Mün­chen mit der Fra­ge an Hor­váth gewandt hat, ob er nicht über Mate­ria­li­en ver­fü­ge, die sei­ne Pro­duk­ti­on doku­men­tie­ren. Die­ser Brief war ver­mut­lich mit ein Grund dafür, dass Hor­váth ab die­sem Zeit­punkt begon­nen hat, die­se Mate­ria­li­en über­haupt auf­zu­he­ben. Hor­váth hat die­se Sachen bei sei­nen Eltern in Mün­chen gelas­sen, die sie wäh­rend des Krie­ges in einem Bank­schließ­fach depo­niert haben. So kam es, dass die­ser Bestand über­haupt ent­stan­den ist und dass er die Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus sicher über­dau­ert hat.

VOLLTEXT Wie hat man sich den Beginn der Arbeit dar­an vor­zu­stel­len? Die­se 5.000 Sei­ten sind jetzt in Schach­teln ange­lie­fert und …
Kast­ber­ger Es war sehr, sehr schwie­rig den Bestand zu ver­ste­hen. Die Ber­li­ner hat­ten ihn völ­lig umge­legt, weil sie schon so etwas wie eine gene­ti­sche Rei­he eta­blie­ren woll­ten. Sie hat­ten ein kom­pli­zier­tes Abla­ge­sys­tem in Map­pen geschaf­fen, um die Ent­ste­hungs­pro­zes­se der Tex­te nach­voll­zieh­bar zu machen. Die­se Pro­zes­se konn­ten in Wahr­heit aller­dings nur nach­voll­zo­gen wer­den, wenn man die Beschrif­tung die­ser Map­pen gekannt hat. Nach­dem die Ber­li­ner aber ange­fres­sen waren auf die Wie­ner, haben sie nur den Bestand selbst gelie­fert und nicht die­se Map­pen­be­schrif­tun­gen. Gott sei Dank hat­te eine Prak­ti­kan­tin den Pro­zess aber anhand eines Bei­spiels publi­ziert, sodass wir ver­stan­den haben, wie die Ber­li­ner prin­zi­pi­ell vor­ge­gan­gen sind.

VOLLTEXT Ändert die his­to­risch-kri­ti­sche Aus­ga­be etwas am Bild des Autors Ödön von Hor­váth?

KASTBERGER Was die Pro­duk­ti­on betrifft, zeigt die Aus­ga­be Hor­váth als  einen sehr prä­zi­sen Autor, der mit „Cut & Paste“-Techniken gear­bei­tet hat. Sie zeigt ihn als  einen Ver­tre­ter der lite­ra­ri­schen Moder­ne, bei dem es Brü­che gibt, auch Mate­ri­al­brü­che, und bei dem die Hin­wen­dung zur Spra­che eine ganz wesent­li­che Rol­le spielt. Was man aus die­sen Werk­pro­zes­sen auch ler­nen kann, ist, dass Hor­váth von einem sehr akzen­tu­ier­ten poli­ti­schen Den­ken bestimmt war. Die Rück­bin­dung an kon­kre­te Tages­po­li­tik wird im Pro­duk­ti­ons­pro­zess aber eli­mi­niert. In den gro­ßen Volks­stü­cken kommt am Anfang noch die KPD vor, da gibt es den Funk­tio­när, da gibt es das gan­ze poli­ti­sche Inven­tar der 1920er-Jah­re. In den End­fas­sun­gen ist das nur noch rudi­men­tär ent­hal­ten. In den Geschich­ten aus dem Wie­ner­wald etwa gibt es die­sen proto­fa­schis­ti­schen Cou­sin aus Kas­sel, der immer schie­ßen will. Hor­váth wür­de ihn nie­mals „Faschist“ nen­nen, er zeigt ihn als sol­chen. Ich habe sei­ne Volks­stü­cke ein­mal als  „Zeit­stü­cke ohne Zeit“ bezeich­net. Das Zeit­ko­lo­rit ist so ver­ar­bei­tet, dass die Stü­cke nach hun­dert Jah­ren noch auf die jet­zi­ge Situa­ti­on bezieh­bar sind.   Ein ande­rer Punkt bei Hor­váth, den man schon öfter ver­sucht hat, rich­tig zu stel­len, ist die Ver­stri­ckung in die Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus. Hor­váth war eben nicht von Beginn an ein dezi­dier­ter Geg­ner der Nazis. Man muss sich vor­stel­len, er hat­te 1932 erst­mals wirk­lich gro­ße Erfol­ge mit den Volks­stü­cken in der Wei­ma­rer Repu­blik, war zum ers­ten Mal auch unab­hän­gig vom Vater, und dann kom­men die Nazis! In die­ser Situa­ti­on hat Hor­váth ver­sucht in der deut­schen Film­in­dus­trie Fuß zu fas­sen, obwohl er vor­her dezi­diert Kom­mu­nist gewe­sen ist. Erst mit der Arbeit an Jugend ohne Gott hat er im Arbeits­pro­zess eine dezi­diert anti­fa­schis­ti­sche Posi­ti­on errun­gen, die nur mehr eine Kon­se­quenz zuließ, näm­lich Emi­gra­ti­on. Im Pro­zess des Schrei­bens ist ihm zuneh­mend klar gewor­den, dass er den Roman in einem Exil­ver­lag ver­öf­fent­li­chen muss und dass es für ihn  selbst in Mit­tel­eu­ro­pa kei­ne Zukunft mehr gibt. Bio­gra­fi­sche Hin­ter­grün­de spie­len hier eine gro­ße Rol­le. Es gibt daher in unse­rer Aus­ga­be einen spe­zi­fi­schen Band, der die Lebens­do­ku­men­te ent­hält, die Brie­fe und vor allem auch alle Akten, in denen Hor­váth vor­kommt. Das ist hoch­in­no­va­tiv, denn Akten zu edie­ren gehört zum Schwie­rigs­ten, was es gibt. Für die Arbeit an die­sem Band waren wir auf einen Akten­ex­per­ten ange­wie­sen, weil es nicht allein um das geht, was in einem Akt drin steht, son­dern auch um die gan­zen Para­phen auf der Sei­te – wer hat wann wo den Akt an wen wei­ter­ge­ge­ben, wer hat was geneh­migt et cete­ra. Die Kennt­nis die­ser Akten ist von immenser Bedeu­tung für ein dif­fe­ren­zier­tes Ver­ständ­nis der bio­gra­fi­schen Fra­gen.

Cso­kors „Rekon­struk­ti­on“ von Hor­váths Brief hat­te mit dem spä­ter zufäl­lig auf­ge­tauch­ten Ori­gi­nal nichts gemein.

VOLLTEXT In der Aus­ga­be fin­det sich auch der nach­ste­hend als Fak­si­mi­le abge­druck­te Brief an das Minis­te­ri­um für Volks­auf­klä­rung und Pro­pa­gan­da. War die­ser Brief auch Teil des ange­kauf­ten Nach­las­ses, oder ist der anders­wo ent­deckt wor­den?

KASTBERGER Der Brief war nicht im Nach­lass, wir haben ihn aus dem deut­schen Bun­des­ar­chiv aus­he­ben las­sen. Die Quel­len­la­ge ist hier höchst inter­es­sant: Der Brief ist genau genom­men  ein Schrei­ben des Deut­schen Büh­nen­ver­lags an den „Reichs­dra­ma­tur­gen“ Rai­ner Schlös­ser. In die­sem Schrei­ben des Ver­lags fin­det sich die Abschrift eines Brie­fes, den Hor­váth sei­ner­seits an den Ver­lag geschickt haben soll. Die­se Abschrift ist das ein­zi­ge Zeug­nis von dem angeb­li­chen Brief, das Ori­gi­nal von Hor­váth selbst ist nir­gends auf­find­bar gewe­sen.

 

Horvath Entwurfsblatt Geschichten Wiener Wald

Ent­wurfs­blatt zu „Geschich­ten aus dem Wie­ner Wald“. Foto: Wie­ner Aus­ga­be (Bd. 3, S. 310)

VOLLTEXT Apro­pos „nicht auf­find­bar“ – das bringt uns zum Brief­wech­sel zwi­schen Hor­váth und Franz Theo­dor Cso­kor, der in der Aus­ga­be eben­falls doku­men­tiert ist. Was hat es damit auf sich?

KASTBERGER Cso­kor hat nach 1945 einen Brief­band her­aus­ge­ge­ben und dar­in in extre­mer Wei­se das Gefühl erzeugt, dass er schon sehr früh erkannt hat, wel­che Unbill und wel­che Ver­bre­chen die Nazis mit sich brin­gen. Vie­le die­ser Brie­fe sind aber nicht authen­tisch. Gera­de was Hor­váth betrifft, hat Cso­kor eine Rei­he von Brie­fen aus dem Gedächt­nis her­aus rekon­stru­iert, also zwan­zig Jah­re nach­dem sie geschrie­ben wur­den. Cso­kor selbst hat argu­men­tiert, dass es zu gefähr­lich gewe­sen wäre, wenn sich die Brie­fe zur Zeit des Natio­nal­so­zia­lis­mus in sei­nem Besitz befun­den hät­ten. Genau die­ser Brief­wech­sel hat aber dazu gedient, auch Hor­váth ein sehr frü­hes anti­fa­schis­ti­sches Bewusst­sein zu attes­tie­ren. Wir haben in unse­rer Edi­ti­on sau­ber unter­schie­den zwi­schen den  Brie­fen, die tat­säch­lich vor­lie­gen, und denen, die rekon­stru­iert sind. Es gibt einen von Cso­kor aus dem Gedächt­nis rekon­stru­ier­ten Brief Hor­váths, von dem spä­ter in einem ganz ande­ren Bestand zufäl­lig das Ori­gi­nal  auf­ge­taucht ist, und man sieht – die bei­den Tex­te haben gar nichts mit­ein­an­der zu tun! Abge­se­hen davon ent­steht in die­sem Brief­wech­sel mit Cso­kor auch der Ein­druck, dass Hor­váth fast die gan­ze Zeit zwi­schen 1933 und 1936 in Henn­dorf in Salz­burg ver­bracht hät­te und nicht im deut­schen Reich. Auch das ist falsch. Hor­váth war sehr wohl in Deutsch­land und ist auch immer wie­der nach Ber­lin gefah­ren, um zu sehen, ob ein Leben dort für ihn doch noch mög­lich wäre. Obwohl in der Hor­váth-For­schung seit drei­ßig Jah­ren bekannt ist, dass die Brie­fe an Franz Theo­dor Cso­kor nicht echt sind, und das auch immer wie­der gesagt wur­de, gibt es vie­le Hor­váth-Anhän­ger, die das nicht zur Kennt­nis neh­men. Für sie bleibt Hor­váth trotz­dem ein mora­lisch ein­wand­frei­er Autor, der gegen den Natio­nal­so­zia­lis­mus auf­ge­tre­ten ist. Das mag grosso modo auch stim­men, aber man muss auch die Abgrün­de und die Brü­che sehen. Hor­váth waren die Wir­kungs­wei­sen von Tex­ten und von per­sön­li­chen Auf­trit­ten deut­lich bewusst. Er passt per­fekt in die 1920er- und 1930er-Jah­re, weil er nicht von der Auf­fas­sung eines ein für alle Mal fest­ge­stell­ten Men­schen aus­geht, son­dern weiß, dass man sich in der Gesell­schaft stän­dig in unter­schied­li­che Rol­len begibt, dass es unter­schied­li­che Mas­ken sind, die man auf­setzt, und dass gesell­schaft­li­ches Leben anders gar nicht funk­tio­niert. Die­se Mas­ken­haf­tig­keit hat er in sei­nen Stü­cken gestal­tet, die­se Mas­ken­haf­tig­keit konn­te er aber auch sel­ber leben.

Horvath_Bundesarchiv_001

Brief des Neu­en Büh­nen­ver­lags an Rai­ner Schlös­ser vom 26.6.1934

Horvath_Bundesarchiv_002

 

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Klaus Kast­ber­ger, gebo­ren 1963 in Gmun­den, ist Pro­fes­sor für neue­re deutsch­spra­chi­ge Lite­ra­tur am Franz-Nabl-Insti­tut der Uni­ver­si­tät Graz und Lei­ter des Lite­ra­tur­hau­ses Graz. Seit 2015 ist er Juror beim Inge­borg-Bach­mann-Preis, 2023 wur­de er mit dem Öster­rei­chi­schen Staats­preis für Lite­ra­tur­kri­tik aus­ge­zeich­net. Zuletzt er­schien Alle Neu­ne. Zehn Auf­sät­ze zur öster­rei­chi­schen Lite­ra­tur (Son­der­zahl, 2023).

Ödön von Hor­váth: Wie­ner Aus­ga­be sämt­licher Wer­ke. His­to­risch-kri­ti­sche Edi­ti­on. Her­aus­ge­ge­ben von Klaus Kast­ber­ger. 19 Bän­de her­aus­ge­ge­ben von Erwin Gart­ner, Kers­tin Rei­mann, Nico­le Streit­ler-Kast­ber­ger und Mar­tin Vej­var. Wal­ter de Gruy­ter, Berlin/Boston 2009–2024. 

Digi­ta­le Edi­ti­on: https://gams.uni-graz.at/context:ohad

Online seit: 19. August 2024

Zuletzt geän­dert: 28. Aug. 2024