Presseschau – 26. Juni 2024

Roger Van de Vel­de / Mari­an­na Kija­nows­ka / Wolf von Nie­bel­schütz / Sabi­ne Lud­wig / Klaus Kast­ber­ger zum Bach­mann­preis / Dénes Kru­sov­sz­ky …

NZZ
Er schmug­gel­te sei­ne Geschich­ten in Marl­bo­ro-Packun­gen aus der geschlos­se­nen Anstalt: die irre Lite­ra­tur des Roger Van de Vel­de
Der bel­gi­sche Autor war medi­ka­men­ten­ab­hän­gig und wur­de für geis­tes­ge­stört erklärt. In der Psych­ia­trie schrieb er den meis­ter­li­chen Erzähl­band „Knis­tern­de Schä­del“.

NZZ
Eine Spra­che für die Sprach­lo­sig­keit – Mari­an­na Kija­nows­ka schreibt einen berüh­ren­den Gedicht­zy­klus über das Mas­sa­ker von Babin Jar
In der UdSSR war das gröss­te Ver­bre­chen des Holo­caust kein The­ma – die Ermor­dung von 33 000 Juden pass­te weder ins heroi­sche Sie­ges- noch ins Klas­sen­kampf-Nar­ra­tiv. Eine Ukrai­ne­rin will mit Empa­thie und Ein­bil­dungs­kraft den Opfern Name und Stim­me zurück­ge­ben.

FAZ
Tas­ma­ni­scher Teu­fel gegen Ein­horn
Sie erfand die Miss Brait­whist­le, schrumpf­te die Leh­re­rin und ist eine gefei­er­te Vor­le­se­rin: Zu ihrem 70. Geburts­tag legt Sabi­ne Lud­wig mit „Barnaby“ einen neu­en Roman vor.

Die Pres­se
Eröff­nungs­re­de zum Bach­mann­preis: „Was ist das für eine Kri­se, wenn immer alles wei­ter­geht?“
Der öster­rei­chi­sche Autor Fer­di­nand Schmalz leg­te sei­ne Rede zur Lite­ra­tur als Hym­ne auf die ech­te Kri­se an – gegen „Kri­sen­ge­la­ber“ und reflex­haf­ten Alar­mis­mus.

Die Zeit
Ita­li­ens Schrift­stel­ler weh­ren sich
Ita­li­en ist Gast­land der kom­men­den Frank­fur­ter Buch­mes­se. Doch im Vor­feld eska­liert der Streit zwi­schen Ver­tre­tern der Regie­rung Melo­ni und ita­lie­ni­schen Autoren.

Der Stan­dard
Kast­ber­ger zum Bach­mann­preis: „Wie kann es sein, dass jemand so etwas nomi­niert“
Der Juror ist erst­mals Vor­sit­zen­der in Kla­gen­furt. Zum Start am Mitt­woch ein Gespräch über „grot­ten­schlech­te“ Tex­te und sol­che, die eh nie­man­den „ärgern“ sol­len.

Süd­deut­sche Zei­tung
Die­ses Kamel möch­te kein Sym­bol sein
…son­dern ein­fach ein Kamel: Die Erzäh­lun­gen des unga­ri­schen Schrift­stel­lers Dénes Kru­sov­sz­kys mei­den auf sehr ele­gan­te Wei­se jede Bedeut­sam­keits­po­se.

Stutt­gar­ter Zei­tung
Schwel­len­zeit im Tiny House
In sei­nem Roman „Zeit der Zika­den“ erzählt der Stutt­gar­ter Autor Moritz Heger von der Rei­se zwei­er nicht mehr ganz jun­ger Leu­te ins Offe­ne eines neu­en Lebens­ab­schnitts.

Die Fur­che
Ein Außen­sei­ter der deut­schen Nach­kriegs­li­te­ra­tur
Wolf von Nie­bel­schütz blieb nach dem Zwei­ten Welt­krieg ein Außen­sei­ter, indem er his­to­ri­sche Roma­ne schrieb. Wäh­rend ande­re Autoren sich mit dem Natio­nal­so­zia­lis­mus aus­ein­an­der­setz­ten, hul­dig­te er der baro­cken Opu­lenz.

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Online seit: 26. Juni 2024

Zuletzt geän­dert: 26. Juni 2024