Schreiben wie ein Chatbot

Tho­mas Lang über Bret Eas­ton Ellis

An einem Mor­gen des Jah­res 1991 saß ich in einem gewohnt über­füll­ten Semi­nar­raum der Frank­fur­ter Uni und folg­te einer Dis­kus­si­on über Rea­li­tät. Die Rea­li­tät möch­te ich sagen. Es ging nicht nur dar­um, ob wir Men­schen sie erken­nen kön­nen, son­dern dar­um, ob es sie über­haupt gebe. Mit­ten in der Sit­zung erlitt ein Stu­dent einen epi­lep­ti­schen Anfall. Er glitt zu Boden und krampf­te, jemand rief den Not­arzt. An die­sem Tag ende­te für mich die Post­mo­der­ne.

Das gan­ze Milieu der rich kids, die alle toll aus­se­hen und tol­le Autos fah­ren – ich dach­te: nicht schon wie­der.

Es war eine Sze­ne, Ent­schul­di­gung, ein Gesche­hen, von dem ich mir gut vor­stel­len konn­te, es eines Tages in eine Erzäh­lung über die Neun­zi­ger­jah­re zu ver­wan­deln. Nun ver­ra­te ich sie hier. Damals waren wir