Presseschau – 14. April 2024

Hans Chris­toph Buch / Szc­ze­pan Twar­doch / Gabrie­le Ter­git / Tahir Hamut Izgil / Anne Weber …

NZZ
„Wenn du als Sol­dat eine Droh­ne siehst, kannst du nur hof­fen, dass sie dich nicht zuerst gese­hen hat“, sagt der pol­ni­sche Schrift­stel­ler Szc­ze­pan Twar­doch
Der Autor sam­melt regel­mäs­sig Geld und bringt Waf­fen und mili­tä­ri­sche Güter an die Front in der Ukrai­ne. Jetzt erscheint sein neu­er Rom

NZZ
„Toxi­sche Pom­mes“ bringt die Gefüh­le von migran­ti­schen Kin­dern auf den Punkt
In ihrem Debüt­ro­man „Ein schö­nes Aus­län­der­kind“ schreibt „Toxi­sche Pom­mes“ über Nicht­in­te­gra­ti­on. Die Geschich­te ist nah bei ihrer eige­nen.

FAZ
Unru­hi­ge See­len
Im Debüt­ro­man von Şehnaz Dost ringt ein Ber­li­ner Grund­schul­leh­rer mit sei­ner Ver­gan­gen­heit: Er wuchs eltern­los in der Tür­kei auf, wäh­rend sei­ne Mut­ter und sein Vater in Deutsch­land arbei­te­ten.

FAZ
Marie T. Mar­tin: „Lösen“
Damit das Herz nicht vor Kum­mer zer­springt: Ein Gedicht über gelös­te Bin­dun­gen, schla­fen­de Lek­tio­nen und das Licht, das uns die Füße leckt.

FAZ
Lek­tü­re als Hei­mat
Man kennt ihn als den weit­ge­reis­tes­ten unter den deut­schen Schrift­stel­lern sei­ner Gene­ra­ti­on. Hans Chris­toph Buch ist auch mit acht­zig Jah­ren weder welt- noch schreib­mü­de.

FAZ
Ihre geis­ti­ge Hei­mat war der Huma­nis­mus
In Deutsch­land kam sie nicht wie­der an: Nico­le Hen­ne­bergs Bio­gra­phie der Schrift­stel­le­rin Gabrie­le Ter­git.

Die Pres­se
Jür­gen Ser­ke gestor­ben: „Ein Leben für die ver­brann­ten Dich­ter“
Der 1938 gebo­re­ne Schrift­stel­ler Jür­gen Ser­ke ist kurz vor sei­nem 86. Geburts­tag ver­stor­ben. Sei­ne jour­na­lis­ti­sche Arbeit stand im Zei­chen der Erin­ne­rung an Autoren, die durch die NS-Zeit oder in der DDR ver­drängt und ver­bo­ten wur­den.

Die Pres­se
Als der Arbei­ter­staat Kin­der raub­te: ein ver­dräng­tes Kapi­tel der DDR
In „Mai­flie­gen­zeit“ erzählt Mat­thi­as Jüg­ler ein ver­dräng­tes DDR-Kapi­tel: Poli­tisch Unlieb­sa­men wur­den die Kin­der genom­men und zur Adop­ti­on gege­ben.

Die Pres­se
Aste­rix lebt jetzt im Slum
In die Pari­ser Vor­städ­te führt Anne Weber in ihrem Roman „Bann­mei­len“ – und damit in von Bett­lern gesäum­te Beton­wüs­ten, bie­nen­stock­ar­ti­ge Wohn­blö­cke, auf Schmugg­ler­märk­te und in „Män­ner­knei­pen“. Eine Welt der Aus­gren­zung ohne Per­spek­ti­ve und Visi­on.

Die Pres­se
Marei­ke Fall­wickl schreibt über eine Welt, in der die Frau­en sich aus Pro­test auf die Stra­ße legen
Sie sind aus­ge­laugt. Sie haben die Män­ner ver­las­sen. Um ihren Pro­test öffent­lich zu machen, legen sich die Frau­en stumm auf die Stra­ßen. Marei­ke Fall­wickl ent­wirft in ihrem Roman „Und alle so still“ ein erschre­cken­des Sze­na­rio.

Die Pres­se
Astrid H. Roe­mer: „Ich sag­te, ich feie­re Hol­lands San­ta Claus nicht, das ist ras­sis­tisch. Da feu­er­ten sie mich“
Einst begeis­ter­te die aus Suri­nam stam­men­de Autorin Astrid H. Roe­mer mit ihrem groß­ar­ti­gen Roman „Vom Wahn­sinn einer Frau“ nie­der­län­di­sche Femi­nis­tin­nen – jetzt ist er end­lich auf Deutsch erschie­nen: eine Begeg­nung.

Frank­fur­ter Rund­schau
Schlecht hat es ange­fan­gen, übel wird es enden
Paul Mur­rays Fami­li­en­epos „Der Stich der Bie­ne“ erzählt mit anti­ker Wucht von pre­kä­ren iri­schen Ver­hält­nis­sen.

Frank­fur­ter Rund­schau
Nie­mals sprach­los
Die Gra­phic Novel „Die sie­ben Leben des Ste­fan Heym“ erzählt vom Leben eines Schrift­stel­lers in Zei­ten poli­ti­scher Umbrü­che und Gefah­ren – ein außer­ge­wöhn­li­ches Pro­jekt.

Süd­deut­sche Zei­tung
Alles ist auf­ge­wühlt
Die Früh­jahrs­ta­gung der Deut­schen Aka­de­mie für Spra­che und Dich­tung zeigt: Neu­tra­li­tät gibt es beim The­ma Anti­se­mi­tis­mus nicht.

Süd­deut­sche Zei­tung
Jüdi­sches Leben und jüdi­sches Lei­den
Joann Sfar und Bar­ba­ra Yelin wer­den mit den wich­tigs­ten Prei­sen der deut­schen Comic-Sze­ne aus­ge­zeich­net.

Süd­deut­sche Zei­tung
Die Zer­stö­rung
Unbe­kann­te zer­rei­ßen im Ber­li­ner Kul­tur­kauf­haus Duss­mann rei­hen­wei­se das neue Buch des jüdi­schen Autors Phil­ipp Pey­man Engel zum Anti­se­mi­tis­mus.

Der Stan­dard
Lord Byron als Hun­ger­künst­ler und Opfer eige­ner Schön­heits­idea­le
Vor 200 Jah­ren starb Lord Byron. Richard Schu­berth über den bri­ti­schen Dich­ter, der zeit­le­bens mit sei­nem Gewicht und den Kör­per­vor­ga­ben sei­ner Zeit kämpf­te.

Der Stan­dard
Tahir Hamut Izgils Flucht aus Chi­na
„In Erwar­tung mei­ner nächt­li­chen Ver­haf­tung“: Der uigu­ri­sche Lyri­ker Tahir Hamut Izgil hat ein Buch über Chi­na und sein Leben in der Emi­gra­ti­on geschrie­ben

Der Stan­dard
Wie Andre­as Oko­pen­ko sei­ne Nazi-Kind­heit rück­wärts erzähl­te
Der Roman „Kin­der­na­zi“ von 1981 wur­de jetzt neu auf­ge­legt. Er schil­dert den All­tag in der NS-Dik­ta­tur aus der Per­spek­ti­ve eines Drei­kä­se­hochs

Der Stan­dard
Robert Men­as­ses Essay über die ver­ge­be­nen Chan­cen Euro­pas
„Die Welt von mor­gen“: Robert Men­as­se legt eine zwi­schen Hoff­nung und Ernüch­te­rung schwan­ken­de Bestands­ana­ly­se des Pro­jekts Euro­pa vor

—> Pres­se­schau als News­let­ter abon­nie­ren

* * *

Online seit: 14. April 2024

Zuletzt geän­dert: 14. Apr. 2024