Presseschau – 5. April 2024

Peter Slo­ter­di­jk / Vla­di­mir Vert­lib / Chris­toph Hein / Mar­len Haus­ho­fer / Hugo von Hof­manns­thal / Robert Men­as­se über Per­ry Rho­dan …

NZZ
Zwi­schen den Welt­krie­gen bricht das alte Pari­ser Bür­ger­tum in sich zusam­men. Juli­en Green hat den Absturz in einem Epo­chen­ro­man fest­ge­hal­ten
Der fran­zö­si­sche Schrift­stel­ler zeigt in sei­nem Roman «Treib­gut» das Paris der 1930er Jah­re von sei­ner abgrün­di­gen Sei­te.

NZZ
Mar­len Haus­ho­fer war eine Meis­te­rin ohne Illu­sio­nen
Vie­le ken­nen Mar­len Haus­ho­fer (1920–1970) ein­zig als Autorin des Meis­ter­werks «Die Wand». Eine sechs­bän­di­ge Werk­aus­ga­be zeigt nun ihr gan­zes erzäh­le­ri­sche Genie

NZZ
Sie betäub­te sich mit Donuts, bis ihr schlecht wur­de: In ihrem Buch ver­ar­bei­tet Andrea Pet­ko­vic den Rück­tritt vom Pro­fi-Ten­nis
In «Zeit, sich aus dem Staub zu machen» pro­to­kol­liert die deut­sche Sport­le­rin scho­nungs­los ihre tie­fe Lebens­kri­se und die Suche nach einem Sinn abseits des Sports.

FAZ
Über alle Maßen uner­hört
Inspi­ra­ti­on aus der Zei­tung: Ein unge­druck­ter Brief Hugo von Hof­mannst­hals aus dem Jahr 1928 über sein letz­tes Vor­ha­ben.

FAZ
Johann Wolf­gang Goe­the: „Cele­bri­tät“
Bestaunt, begafft, gefei­ert: Die­ses Gedicht eines Klas­si­kers beleuch­tet die Schat­ten­sei­ten des Ruhms und scheint auf Klas­si­zi­tät zu pfei­fen.

FAZ
Im Spie­gel­ka­bi­nett der Lite­ra­tur
Er war denen, die wir heu­te als Aus­hän­ge­schil­der der post­mo­der­nen Lite­ra­tur ken­nen, weit vor­aus, aber die Gegen­wart hat ihn ver­ges­sen. Nun ist der Schrift­stel­ler John Barth im Alter von 93 Jah­ren gestor­ben.

FAZ
Durch sämt­li­che Dun­kel­hei­ten hin zu den Lich­tern
Tän­zeln­de Lebens- und Sprach­lust: Der öster­rei­chi­sche Schrift­stel­ler Robert Schin­del zieht in sei­nem groß­ar­ti­gen Gedicht­band „Fluss­gang“ Bilanz.

FAZ
Road­trip mit mensch­li­chen Bes­ti­en
Die Sowjet­uni­on in Sta­lins Schat­ten: Vla­di­mir Vert­libs fami­li­en­bio­gra­phi­scher Roman „Die Heim­rei­se“ erzählt von den Erfah­run­gen einer als Jüdin und Frau dop­pelt „Ande­ren“.

Die Pres­se
Arbei­ter­kind wird man nicht, ein Arbei­ter­kind ist man
In den Klein­stadt-Kos­mos führt Mar­tin Becker in sei­nem neu­en Roman. Das ist so authen­tisch wie eine Mit­schrift des rea­len Lebens.

Die Pres­se
Es beginnt damit, dass die Trut­häh­ne tan­zen
Vol­ler Lust am Erzäh­len beschreibt Dana Gri­gorcea den künst­le­ri­schen Schöp­fungs­pro­zess: Ein­mal lesen wir über das Leben ihrer Prot­ago­nis­tin, die gera­de an einem Roman schreibt und an sich als Mut­ter zwei­felt, dann lesen wir in die­sem Roman.

Die Pres­se
Er war ein Fla­neur und Welt­bür­ger, nun ist Adam Zaga­jew­skis letz­tes Buch erschie­nen
In sei­nem letz­ten Gedicht­band ist der pol­ni­sche Dich­ter Adam Zaga­jew­ski dem abwe­sen­den Leben auf der Spur.

Die Pres­se
Huch, der Skla­ve spricht – Per­ci­val Ever­ett macht sich über die Wei­ßen lus­tig
Per­ci­val Ever­ett erzählt die „Aben­teu­er des Huck­le­ber­ry Finn“ neu. Sehr frei, sehr komisch, sehr poli­tisch und aus der Sicht des Skla­ven Jim, der den Wei­ßen gegen­über den tum­ben Toren gibt.

Die Pres­se
Robert Men­as­se über Per­ry Rho­dan und eine Welt ohne Gren­zen
Es wird immer wie­der kri­ti­siert, die EU sei nur ein Eli­ten­pro­jekt. Aber in den Sech­zi­ger­jah­ren war die kol­lek­ti­ve Fan­ta­sie schon wei­ter: über ein Euro­pa, das Schritt für Schritt eine nach­na­tio­na­le Poli­tik umsetz­te – und über Per­ry Rho­dan.

Die Zeit
Erin­ne­rung unter­wegs
In einer Gedenk­stät­te in Ruan­da stellt sich unse­re Autorin Fra­gen zu Kolo­nia­lis­mus und Gewalt, zum Erin­nern und Ver­ges­sen. Ein lite­ra­ri­scher Essay

Tages­spie­gel
Schrift­stel­ler Chris­toph Hein über Ber­lin: „Man muss an jeder Ecke auf­pas­sen, dass einen nicht irgend­ein Wahn­sin­ni­ger anspringt“
Chris­toph Hein, einer der bedeu­tends­ten Schrift­stel­ler Deutsch­lands, wird am Mon­tag 80 Jah­re alt. Im Inter­view zieht er Bilanz – und erklärt das ost­deut­sche Gefühl des Abge­hängt-Seins und sei­ne Ent­frem­dung von der Haupt­stadt.

Frank­fur­ter Rund­schau
Der Leid­tra­gen­de
Eine klei­ne Ukrai­ne-Biblio­thek (52): Isaac Bas­he­vis Sin­ger und sein Roman „Jakob der Knecht“.

Süd­deut­sche Zei­tung
Raus aus der Welt­ge­schich­te, rein in die Feri­en
Peter Slo­ter­di­jk gibt bei sei­ner Vor­le­sungs­rei­he in Paris zer­streu­ten Euro­pä­ern Nach­hil­fe in Iden­ti­täts­ge­schich­te ihres Kon­ti­nents – zum Zwe­cke der Hei­lung.

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Online seit: 5. April 2024

Zuletzt geän­dert: 6. Apr. 2024