Presseschau – 11. März 2024

Rober­to Savia­no / Milan Kun­de­ra / Vol­ha Hapeye­va / Andrea Gio­ve­ne / John Burn­si­de / Gra­ham Gree­ne …

NZZ
Er jag­te die Mafia, bis er von ihr hin­ge­rich­tet wur­de
Rober­to Savia­nos Roman über Gio­van­ni Fal­co­ne

NZZ
„Ich war zehn Minu­ten lang tot.“
Der Schrift­stel­ler John Burn­si­de über­leb­te einen Herz­still­stand

Die Welt
Kommt, Ihr Tod­ge­weih­ten, und spielt Thea­ter
Syra­kus, 412 v. Chr.: Nach ihrer ver­nich­ten­den Nie­der­la­ge wer­den Tau­sen­de kriegs­ge­fan­ge­ne Athe­ner in Stein­brü­chen ein­ge­pfercht. In Fer­dia Len­nons his­to­ri­schem Roman wol­len zwei Tra­gö­di­en­fans dort Euri­pi­des insze­nie­ren. Zynisch? Klar. Aber mit über­ra­schen­dem Ende.

Die Welt
Als Gra­ham Gree­ne ein­mal der drit­te Mann war
Gra­ham Gree­ne war schon älter und brauch­te trotz­dem das Geld, als er sich bei einem Lite­ra­tur­wett­be­werb bewarb. Bei dem soll­te man Roman­an­fän­ge im Stil von Gra­ham Gree­ne ein­rei­chen. Gree­ne reich­te gleich drei unter drei Pseud­ony­men ein. Das Ergeb­nis über­rascht bis heu­te.

Die Welt
„Der Kunst­stoff-Freund für die schö­nen Stun­den des Lebens“
Ach­tung, die Künst­li­che Intel­li­genz lernt gera­de lau­fen: Die Bran­chen­rie­sen inves­tie­ren in Robo­tik-Start-ups, die Figu­re AI oder Agi­li­ty Robo­tic hei­ßen. Was dabei her­aus­kom­men könn­te? Im unge­bühr­li­chen Sci­ence-Fic­tion-Klas­si­ker „Per Anhal­ter durch die Gala­xis“ ist es nach­zu­le­sen.

Die Welt
„Blu­men sind eben belieb­ter als Juden“
Die Autorin Gabrie­le Ter­git war Ende der 1920er-Jah­re berühmt. Doch die Nazis been­de­ten ihre Kar­rie­re. Als die Exi­lan­tin nach 1945 wie­der anfan­gen woll­te, waren jüdi­sche The­men nicht erwünscht. Beson­ders ein Urteil scho­ckier­te die ehe­ma­li­ge Gerichts­re­por­te­rin.

Die Welt
Wie man ver­ges­se­ne Bücher wie­der ins Gespräch bringt
Sei­nen Ver­lag hat er bereits als Stu­dent gegrün­det, sei­ne Lei­den­schaft gilt Ernst Jün­ger und den Autorin­nen der Wie­ner Moder­ne. Beim Tref­fen erklärt Albert Eibl, wie man Schät­ze von ges­tern auf­spürt und erfolg­reich wie­der publik macht.

Die Welt
Book­to­ker und die Lie­be zum Lesen, die Erwach­se­ne oft ver­lernt haben
In den sozia­len Medi­en ent­fa­chen jun­ge Schmon­zet­ten-Leser einen neu­en Buch-Hype. Book­to­ker sind zu einer wich­ti­gen Grö­ße für den Lite­ra­tur­markt gewor­den – und damit auch essen­zi­ell wich­tig für alle Freun­de der Hoch­kul­tur.

FAZ
Die klei­nen, all­täg­li­chen Grau­sam­kei­ten
Die Chi­le­nin Alia Trabuc­co Zerán zählt zu den wich­tigs­ten lite­ra­ri­schen Stim­men ihrer Gene­ra­ti­on. In „Mein Name ist Estel­la“ erzählt sie von einem Kin­der­mäd­chen. Doch dann ist das Kind tot.

FAZ
In einem Dorf vor unse­rer Zeit
Archai­sche Anders­welt: Andrea Gio­ve­nes fünf­bän­di­ger Roman­zy­klus der „Auto­bio­gra­phie des Giu­lia­no di San­se­vero“ führt durch Ita­li­ens 20. Jahr­hun­dert und dar­über hin­aus. Nun liegt er erst­mals voll­stän­dig auf Deutsch vor.

FAZ
Ein Land im Aus­ras­te­zu­stand
Vla­di­mir Sor­okin schickt sei­nen Prot­ago­nis­ten Dok­tor Garin im gleich­na­mi­gen Roman dem Zer­fall Russ­lands hin­ter­her.

Die Pres­se
Isaac Rosa: Alles Lug und Betrug
Mit „Ein siche­rer Ort“ legt Isaac Rosa eine furio­se Abrech­nung voll Witz und Bit­ter­nis vor.

Die Pres­se
Jeder Jäger ist auch Beu­te
In Gaea Schoe­ters’ beein­dru­cken­dem Roman „Tro­phäe“ schlägt ein fins­te­res Herz, in dem rei­che Men­schen ihre Grau­sam­kei­ten in Afri­ka ethisch begrün­den. Am Ende die­ser Logik steht Mord.

Die Pres­se
Vol­ha Hapeye­va schreibt über die Ein­sam­keit einer Vul­ka­no­lo­gin
Noma­di­sches Den­ken und Exil­er­fah­rung durch­zie­hen Vol­ha Hapeye­vas Roman „Samo­ta“.

Die Pres­se
Hier explo­diert die Atom­bom­be
Mit „Dok­tor Garin“ legt Vla­di­mir Sor­okin ein Polit­mär­chen vor, das von der Grau­sam­keit und ­Lie­bes­fä­hig­keit der selt­sa­men Gat­tung Mensch erzählt.

Süd­deut­sche Zei­tung
Hei­li­ge Mischung
Zehn Jah­re nach dem Tod von Gabri­el Gar­cía Már­quez erscheint ein Roman aus dem Nach­lass – gegen sei­nen Wil­len. Eine aller­letz­te Geschich­te von Lie­be und Ein­sam­keit.

Frank­fur­ter Rund­schau
Was­syl Stus – Im Pack­eis der Will­kür
Eine klei­ne Ukrai­ne-Biblio­thek (51): Der vom Gulag umge­brach­te Dich­ter Was­syl Stus.

Frank­fur­ter Rund­schau
Was hält uns, wenn nicht die Ver­bin­dung?
Über Gemein­sinn und Ver­lo­ren­heit: Ein Band mit Essays und Gedich­ten von Bar­ba­ra Köh­ler, dar­un­ter letz­te Tex­te aus der Zeit ihrer Krebs­er­kran­kung.

Tages­spie­gel
„Einer muss­te es tun“
Rai­ner Witt­kamps Roman über eine Fami­lie von Hen­kern

Die Fur­che
Die War­nung bleibt auf­recht
Milan Kun­de­ras Essay „Der ent­führ­te Wes­ten“

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Online seit: 11. März 2024

Zuletzt geän­dert: 12. März 2024