Rauriser Literaturpreis geht an Matthias Gruber

Den För­der­preis erhält Luka Leben.

Der 1984 in Wien gebo­re­ne Autor Mat­thi­as Gru­ber erhält für sein Roman­de­büt Die Ein­sam­keit der Ers­ten ihrer Art (Jung und Jung 2023) den Rau­ri­ser Lite­ra­tur­preis 2024.

In der Begrün­dung der Jury (Julia Encke, Jür­gen Tha­ler, Isa­bel­le Von­lan­then) heißt es: „Mat­thi­as Gru­ber ist ein Roman gelun­gen, der, wohl der Grund sei­nes Erzäh­lens, auf einer gro­ßen Empa­thie sei­nen Figu­ren gegen­über auf­baut und an bedeu­ten­de Gen­res der Lite­ra­tur anschließt: das Mär­chen, die Fabel, die Legen­de. Er bringt die­se Urfor­men des Erzäh­lens so geschickt, leicht­hän­dig und ver­wan­delt ins lite­ra­ri­sche Spiel mit sozia­len Medi­en, gesell­schaft­li­chen Pro­ble­men und Her­aus­for­de­run­gen der heu­ti­gen Zeit ein, dass man über den ästhe­ti­schen Gewinn der Lek­tü­re nur stau­nen kann. Die­ses Buch wirft einen neu­en Blick auf das Leben und was es sein kann.“

Der Preis wird vom Land Salz­burg ver­ge­ben und ist mit € 10.000.

* * *

Der För­de­rungs­preis 2024 geht an die 1989 in Salz­burg gebo­re­ne Autorin Luka Leben. Bei ihrem aus­ge­zeich­ne­ten Pro­sa­text Nachts nur das Rau­schen zum The­ma „Mit­ein­an­der“ han­delt es sich nach Mei­nung der Jury (Hel­mut Neund­lin­ger, Regi­na Pin­tar, Gud­run Sei­de­nau­er) um ein Stück Lite­ra­tur, das „mit gro­ßer Genau­ig­keit und sinn­li­cher Prä­zi­si­on glei­cher­ma­ßen die inne­ren Bewe­gun­gen, die Gedan­ken und bis­wei­len emo­tio­na­len Ver­wer­fun­gen der Prot­ago­nis­tin, die doch über jede Über­for­de­rung hin­aus immer­zu ‚funk­tio­niert‘“, erfasst. „Die Glaub­wür­dig­keit und Scho­nungs­lo­sig­keit der Erzäh­lung beein­dru­cken und berüh­ren beson­ders, da die Autorin eine dem kom­ple­xen und facet­ten­rei­chen The­ma ange­mes­se­ne und immer sou­ve­rä­ne Ton­la­ge wählt, die nie sen­ti­men­tal wirkt oder über­höht […].“

Der För­der­preis wird vom Land Salz­burg und der Gemein­de Rau­ris ver­ge­ben und ist mit € 5000 dotiert.

 

* * *

Online seit: 6. Febru­ar 2024

Zuletzt geän­dert: 6. Feb. 2024