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VOLLTEXT 3/2023

VOLLTEXT 3/2023

€9,90

Mit Bei­trä­gen von Swet­la­na Ale­xi­je­witsch, Cor­ne­li­us Hell, Franz Schuh, Peter Slo­ter­di­jk, Harald Gschwandt­ner, Vere­na Roß­ba­cher, Kurt Palm, Son­ja Bre­mer, Kris­ti­ne Kress, Andre­as Mai­er, Alex­an­der Klu­ge, Arno Gei­ger, Tere­sa Prä­au­er, Lau­renz Bol­li­ger, Nor­bert Gst­rein, Mar­tin Mose­bach, Felix Phil­ipp Ingold, Tho­mas Kapiel­ski, Anna Feln­ho­fer, Paul-Hen­ri Camp­bell, Yir­ga­lem Fis­se­ha Mebrah­tu, Franz Josef Czern­in, Peter Härt­ling, Maria Ste­pa­no­va, Susan­ne Schley­er, Micha­el Krü­ger,

Umfang: 76 Sei­ten
For­mat: PDF
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Kategorien: 2023, Ausgaben
  • Beschreibung

Beschreibung

„Es ist ein Wun­der, dass ich mei­ne Kind­heit überlebt habe“
Swet­la­na Ale­xi­je­witsch im Gespräch mit Cor­ne­li­us Hell

Neu­manns Kin­der
Der Par­odist als Roman­cier. Von Franz Schuh

Der aller­letz­te Rit­ter
Zu Recht ver­ges­sen: Richard Schau­kal. Von Harald Gschwandt­ner

Grenz­gän­ge der Lite­ra­tur (VIII)
Von Felix Phil­ipp Ingold

Die Bewoh­ner von Châ­teau Tal­bot
Von Arno Gei­ger

Das lite­ra­ri­sche Ber­lin
Micha­el Krüger erin­nert sich an sei­ne Lehr­zeit in den sech­zi­ger Jah­ren

Franz Josef in Redi­pu­glia
Von Nor­bert Gst­rein

„Sphinx Alex­an­dria“
Mate­ria­li­en & Tex­te aus Alex­an­der Klu­ges sie­ben Kör­ben

Text­ver­ar­bei­tung
Prä­gen­de Lektüren deutsch­spra­chi­ger Autorin­nen und Autoren

Unver­langt ein­ge­sandt
Lob des Hand­werks. Von Lau­renz Bol­li­ger

„Sol­che Inhal­te könn­ten von jedem genutzt wer­den“
Son­ja Bre­mer im Gespräch mit Kris­ti­ne Kress über KI in Lite­ra­tur­ver­la­gen

Zei­len und Tage
Aus den Notizbüchern von Peter Slo­ter­di­jk

Marie-Lui­se Sche­rer und „Die Bes­tie von Paris“
Von Mar­tin Mose­bach

Maas, Mer­ve, Müll
Aus Tho­mas Kapiel­skis Lebend­mas­se

Was bleibt, sind die Bil­der
Lektürenotizen von Anna Feln­ho­fer

Neu­lich
Die Schwal­be, der Eis­vo­gel und Frank-Wal­ter Stein­mei­er. Von Andre­as Mai­er

Prä­au­er streamt
Jede Men­ge Cuten­ess

Schley­ers Foto­jour­nal 

Lyrik-Log­buch 

Preis-Tele­gramm 


ZITATE

„Man konn­te kei­ne Nah­rungs­mit­tel bekom­men, weil die Men­schen sie einem sowje­ti­schen Offi­zier nicht ver­kau­fen woll­ten.“ – Swet­la­na Ale­xi­je­witsch über ihre Kind­heit in der Ukrai­ne.

„Wer nicht mehr für sei­nen Erfolg zu kämpfen hat, dem schwim­men die Res­sen­ti­ments der Jugend davon.“ – Franz Schuh

„War­um schla­gen mich die Kohlenträger nicht tot, denen ich auf der Trep­pe begeg­ne, wenn ich in Lack­schu­hen mit der Ziga­ret­te um halb elf in mein Bureau im Auswärtigen Amt spa­zie­re?“ – Richard Schau­kal

„Jeder Kom­pi­la­tor legt ein unver­wech­sel­ba­res Werk vor – frei­lich nicht sein Werk, nicht sein Ori­gi­nal.“ – Felix Phil­ipp Ingold

„Ger­ne wäre ich Land­wirt oder Förster gewor­den und habe mir eine Kar­rie­re als Viehzüchter in Argen­ti­ni­en vor­ge­stellt.“ – Micha­el Krü­ger

„Dass ent­we­der mit mir oder der Wirk­lich­keit oder den Namen so man­ches nicht stimmt, weiß ich seit dem 24. Dezem­ber 2003.“ – Nor­bert Gst­rein

„Und so ist die Biblio­thek von Alex­an­dria nur fak­tisch ver­brannt, all das, was in ihr ent­hal­ten war, befin­det sich in älte­ren Schich­ten in uns, die irgend­wo gela­gert sind und auf ihre Rege­ne­ra­ti­on war­ten.“ – Alex­an­der Klu­ge

„Elfrie­de Jeli­nek ist eine Maschi­ne, die schnel­ler schreibt, als unser­eins sinn­erfas­send lesen kann.“ – Kurt Palm

„Loli­ta eines der bes­ten Bei­spie­le dafür, dass man als Autor a) jedes The­ma behan­deln darf, b) man sich nicht mit sei­ner Figur iden­ti­fi­zie­ren muss, c) man Leser durch­aus in eine Bre­douil­le brin­gen darf.“ – Vere­na Roß­ba­cher

„ChatGPT kann redi­gie­ren und schrei­ben! In den Ver­la­gen ist das lei­der auch immer mehr zu spü­ren.“ – Lau­renz Bol­li­ger

„Soll­te ein Autor ein KI-gene­rier­tes Werk anbie­ten und als sein eige­nes aus­ge­ben, wür­de er wie beim Pla­gi­at ver­trags­brü­chig wer­den.“ – Son­ja Bre­mer

„Haber­mas wäre nicht der Illu­sio­nist, als den man ihn kennt, wür­de er nicht jetzt auch die ‚Posi­ti­on der grie­chi­schen Regie­rung‘ unter­stüt­zen.“ – Peter Slo­ter­di­jk

„Das war zur Zeit der Ver­öf­fent­li­chung der Stü­cke viel­leicht noch nicht ganz so gewagt wie heu­te, da von Autoren „Hal­tung“ gefor­dert wird – gemeint ist damit eine grund­sätz­li­che Vor­ein­ge­nom­men­heit zuguns­ten der im jour­na­lis­ti­schen Milieu prä­fe­rier­ten Moral­vor­stel­lun­gen.“ – Mar­tin Mose­bach

„Die lin­ken Stu­den­ten waren mir damals schon zu dämlich und bor­niert. Die­se Mischung aus glit­schi­ger Mitfühligkeit und einer gera­de­zu cal­vi­nis­ti­schen Bor­niert­heit und Obermoralität, das konn­te ich nie lei­den: einer­seits Selbst­ver­wirk­li­chung, Duzen, mul­ti­sen­si­bel und Thaiküche, ande­rer­seits ideo­lo­gi­sche Unduld­sam­keit, Exkom­mu­ni­ka­ti­on und Zwangs­ve­ge­ta­ris­mus.“ – Tho­mas Kapiel­ski

„Zum ers­ten Mal rat­los – und ver­är­gert. Ich bin Annie Ernaux, ich gebe es zu, auf den Leim gegan­gen, oder in die Fal­le, oder in die Schlin­ge oder was auch immer es ist, das sie hier so unver­schämt knapp und klein gebaut hat.“ – Anna Feln­ho­fer

„Viel­leicht hät­te ich ihm zur Erhei­te­rung ein­fach die neu­es­te Steinmeier-‚Demokratie‘-Rede vor­le­sen sol­len.“ – Andre­as Mai­er

„Ich tra­ge mei­ne Schrift­stel­le­rin­nen­klei­dung, tags­über Jog­ging­ho­se, Bril­len mit dicken Glä­sern und zum Kno­ten oder Dutt hoch­ge­zwir­bel­tes Haar, abends, zum Aus­ge­hen mit mei­nen ver­schro­be­nen Intel­lek­tu­el­len­freun­den, Tweed­sak­ko und abge­wetz­te Cord­ho­sen. Ein biss­chen wie Dia­ne Kea­ton bei Woo­dy Allen in New York.“ – Tere­sa Prä­au­er

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