Politik, Alltag und Psyche

In einem faschis­ti­schen Sys­tem kön­nen die­se drei Berei­che toxisch zusam­men­wir­ken. Schwarz­pul­ver zeigt drei Per­spek­ti­ven dar­auf. Einer der geschil­der­ten Ver­su­che der Balan­ce schei­tert, die Zukunft der ande­ren bei­den bleibt offen. Von Chris­toph Schl­int­ner
Die­ser Bei­trag ent­stand im Zusam­men­hang mit dem Semi­nar „Lite­ra­tur- und Kul­tur­kri­tik schrei­ben“.

Laura Lichtblau – „Schwarzpulver“

Lau­ra Licht­blau hält der euro­päi­schen Gesell­schaft mit ihrem Debüt­ro­man Schwarz­pul­ver in Form einer düs­te­ren Dys­to­pie den Spie­gel vor. Doch die inhalt­li­che Fins­ter­nis wird von far­ben­präch­ti­ger Sprach­akro­ba­tik durch­bro­chen, sodass ein Zusam­men­spiel von Hel­lig­keit und Dun­kel­heit ent­steht. Von Lisa Men­sing
Die­ser Bei­trag ent­stand im Zusam­men­hang mit dem Semi­nar „Lite­ra­tur- und Kul­tur­kri­tik schrei­ben“.

Wehret den Anfängen

Gute poli­ti­sche Lite­ra­tur macht auf die Bruch­li­ni­en von Gesell­schaf­ten auf­merk­sam, indem sie tota­li­tä­re Ten­den­zen seis­mo­gra­phisch auf­spürt und demons­triert, wie schnell das Her­ab­sin­ken in die Bar­ba­rei von­stat­ten gehen kann. Wie ver­hält sich hier­zu Lau­ra Licht­b­laus poli­ti­scher Roman Schwarz­pul­ver? Von Pas­cal Mathé­us
Die­ser Bei­trag ent­stand im Zusam­men­hang mit dem Semi­nar „Lite­ra­tur- und Kul­tur­kri­tik schrei­ben“.

Weiß wie Schnee, rot wie Blut, schwarz wie Schwarzpulver

Von Lucia Geis
Die­ser Bei­trag ent­stand im Zusam­men­hang mit dem Semi­nar „Lite­ra­tur- und Kul­tur­kri­tik schrei­ben“.

„Würste haben absolute Priorität, denn sie sind identitätsstiftend“

Eine neue Zeit bricht sich Bahn in Lau­ra Licht­b­laus dys­to­pi­schem Debüt­ro­man Schwarz­pul­ver. Sie galop­piert her­an auf Bocks­fü­ßen und wirft Wun­der­ker­zen. Das tönt abge­dreht. Ist es auch. Alte Fra­gen wer­den viru­lent: Was kann Lite­ra­tur? Und was darf sie? Von Mat­thi­as Fisch­li
Die­ser Bei­trag ent­stand im Zusam­men­hang mit dem Semi­nar „Lite­ra­tur- und Kul­tur­kri­tik schrei­ben“.

Rezension: „Schwarzpulver“ von Laura Lichtblau

Von Simo­ne Bon­garts
Die­ser Bei­trag ent­stand im Zusam­men­hang mit dem Semi­nar „Lite­ra­tur- und Kul­tur­kri­tik schrei­ben“.

Die beknackte Partei

Rezen­si­on zu Lau­ra Licht­blau: Schwarz­pul­ver. Von Ursu­la Engel
Die­ser Bei­trag ent­stand im Zusam­men­hang mit dem Semi­nar „Lite­ra­tur- und Kul­tur­kri­tik schrei­ben“.

Begegnungen in der Autofiktion II

Für Annie Ernaux und Ben Ler­ner – two kinds of blues. Von Jan Wilm

Die Verwirrung des Zöglings Körper

Tho­mas Lang über die rät­sel­haf­ten Wand­lun­gen Yukio Mishi­mas

Rassismus und kein Ende

Ein Zwi­schen­ruf von Hans Chris­toph Buch

Mein Sommer im Volapük

Aus dem Tage­buch des Cle­mens J. Setz

Präauer streamt: Wie man sich vor Kameraüberwachung schützt

„Gegen den digi­ta­len Bil­der­strom schwim­men und auch noch gut aus­se­hen!“

„Beim schreiben auf die sprache gestoßen“

Was bleibt von Vere­na Ste­fan und den Frau­en der Neu­en Inner­lich­keit? Von Almut Tina Schmidt

„The Slave who loved her Master“

Lek­tü­re­no­ti­zen von Ulri­ke Draes­ner zu Büchern von Irm­gard Keun, A.L. Ken­ne­dy, Ter­rance Hayes, Oce­an Vuong, Nata­lia Ginz­burg u.a.

„Der größte norwegische Roman, der je geschrieben wurde“

Tar­jei Vesaas ist neben Ham­sun der bedeu­tends­te nor­we­gi­sche Roman­cier des 20. Jahr­hun­derts – Fos­se, Espe­dal, Knaus­gård schrei­ben in sei­ner Spur. Der von Hin­rich Schmidt-Hen­kel neu über­setz­te Roman Die Vögel zählt zu sei­nen Haupt­wer­ken. Von Judith Her­mann

Andreas Maier: Neulich

Neu­lich wur­de ich mal wie­der gefragt, wie­so ich nicht flie­ge.

Fragebogen: Nicola Steiner

Zum Geschäft der Lite­ra­tur­kri­tik heu­te

Jan Kjærstad: Femina Erecta

Ein Aus­zug aus dem neu­en Roman

Essere Draganović

Von Nor­bert Gst­rein

„Sind Sie auch ein Säugetierpatriot?“

Micha­el Braun im Gespräch mit Levin Wes­ter­mann über Poe­sie und Natur­ge­schich­te

Chronik des Zusammenhangs

Acht Geschich­ten von Alex­an­der Klu­ge

Planetare Opposition

Mit Georg Klein und Rein­hard Jirgl legen gleich zwei bedeu­ten­de deut­sche Schrift­stel­ler einen Mars­ro­man vor. War­um? Von Tho­mas Lang

„Ich war als Kind ständig bei Demonstrationen“

Jona­than Lethem im Gespräch mit Sebas­ti­an Fast­hu­ber über lin­ke Pro­test­kul­tur in Ame­ri­ka, die Macht von Dis­ney und sei­nen neu­en Roman Dis­si­dent Gar­dens.

Der Nerd und die Nazis

Der 1894 gebo­re­ne Her­mann Oberth zählt zu den wich­tigs­ten Vor­den­kern der Raum­fahrt. In Pee­ne­mün­de arbei­te­te er an der V2, in den 50er-Jah­ren gemein­sam mit sei­nem Schü­ler Wern­her von Braun an Rake­ten für die US-Armee. In sei­nen spä­ten Jah­ren neig­te er dem Okkul­tis­mus und der Ufo­lo­gie zu. Der Phy­si­ker Dani­el Mel­lem hat dem schil­lern­den Oberth nun einen Roman gewid­met: Die Erfin­dung des Count­downs. Pas­cal Mathé­us sprach mit ihm über Wis­sen­schaft, Ethik und das Erzäh­len his­to­ri­scher Stof­fe.

„Das erste identitäre Theater Deutschlands“

Lek­tü­re­no­ti­zen von Tho­mas Lang zu Büchern von Bret Eas­ton Ellis, Juan Guse, André Gide u.a.