Neulich

Andreas Maier über das Autofahren und die kollektive Massenhinrichtung Jahr für Jahr.

Online seit: 12.10.2017

Neulich dachte ich an meine ersten Romane zurück. Damals war die Welt völlig in Ordnung, zumindest, was die Zukunft und die Umwelt betraf. Alle (ich rede von den Jahren 1995 bis 2005, oder genauer gesagt wohl bis 2008) waren völlig optimistisch, dass alles auf dem Weg hin zu einer totalen Besserung sei. Man schwärmte von quasi abgasfreien Automobilen, und sie wurden für einen winzigen historischen Moment sogar kleiner in Deutschland (natürlich nur, um anschließend noch viel größer zu
werden).

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Es ist wie bei einer kollektiven Massenhinrichtung quer durch Europa, Jahr für Jahr. Neulich fragte sogar die FAZ, warum da die Politik nichts tue.

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Ich überlege schon seit über dreißig Jahren, mich mit einem Verbrennungsmotorblock auf die Gasse zu stellen und seine Abgase den nächsten Passantinnen und Passanten ins Gesicht zu blasen.

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Dieser Text ist nur in der Printausgabe 3/2017 verfügbar.

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