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Freitag, 07. April 2006

FAQ – Zeitungsprojekt des Literaturfonds

 

Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen im Zusammenhang mit dem Zeitungsprojekt des Deutschen Literaturfonds.

Worum handelt es sich bei dem Zeitungsprojekt des Deutschen Literaturfonds?

Es handelt sich um eine Kooperation zwischen dem Literaturfonds und VOLLTEXT mit dem Ziel, im April 2007, zum Welttag des Buches, eine Sonderausgabe zu produzieren, die in einer Auflage von 1 Million Stück unter das Publikum gebracht werden soll.

Bekommt VOLLTEXT tatsächlich 300.000 Euro Fördergeld vom Deutschen Literaturfonds, wie in verschiedenen Medien kolportiert wird?

Nein. VOLLTEXT bekommt im Rahmen dieser Kooperation explizit keine Fördergelder.

Wie kommt es zu dieser Falsch-Information?

Für das Projekt wurden mehrere Szenarien entwickelt, darunter ein Best-Case-Szenario, das davon ausgeht, dass das Projekt durch Einnahmen vollständig refinanziert werden kann und ein Worst-Case-Szenario, das davon ausgeht, dass die Kosten unerwartet hoch ausfallen und keinerlei Einnahmen zu verzeichnen sind. Die Gesamtkosten würden in letzterem Fall bis zu 300.000 Euro betragen. Es steht aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt schon fest, dass dieses Szenario nicht mehr eintreten wird.

Was soll die Sonderausgabe enthalten?

Die Zeitung soll deutschsprachige Gegenwartsliteratur bieten, vor allem in Form von Primärtext, zum Teil auch in Form von Gesprächen und Porträts.

Wer wählt die Bücher, Autoren, Texte aus, die in der Sonderausgabe präsentiert werden sollen?

Die Auswahl erfolgt durch eine unabhängige Redaktion, der Florian Kessler von der Literaturzeitschrift BELLA triste, Rainer Moritz vom Literaturhaus Hamburg, Thomas Keul von VOLLTEXT und weitere Personen angehören, deren Namen in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden.

Was ist das Ziel der Aktion?

Deutschsprachige Gegenwartsliteratur soll einem breiten Publikum nahe gebracht werden, vor allem in Form von Primärtext.

Wo soll die Zeitung verteilt werden?

Die Zeitung soll über den Buchhandel, über Bibliotheken, Literaturveranstaltungsorte und Schulen verteilt werden.

Liegen dann nicht nur stapelweise Zeitungen herum, die am Ende ungelesen weggeschmissen werden?

Wir verfügen bereits über eine Liste mit Adressen aller Bibliotheken, aller Gymnasien und aller Hochschulen in Deutschland. Wir werden sie in den nächsten Wochen per E-Mail anschreiben und Ihnen die Sonderausgabe anbieten. Wir schicken sie nicht wahllos in die Welt, sondern nur der erhält Exemplare, der die Anzahl beziffert und versichert, sie auch wirklich zu verteilen. Genauso wollen wir in Österreich und der Schweiz verfahren.

Was bringt VOLLTEXT in die Kooperation ein?

VOLLTEXT bringt in die Kooperation kostenlos Idee und Konzept, Arbeitszeit und redaktionelle Strukturen ein.

Fließt Geld vom Deutschen Literaturfonds an VOLLTEXT?

Es fließt kein Geld vom Literaturfonds an VOLLTEXT, auch die redaktionelle Tätigkeit von Thomas Keul wird nicht entlohnt.

Was bringt diese Kooperation dann für VOLLTEXT?

VOLLTEXT erhofft sich, dass der Bekanntheitsgrad der Zeitung steigt. Einen finanziellen Vorteil zieht VOLLTEXT aus der Kooperation nicht.

Was bringt diese Kooperation dem DEUTSCHEN LITERATURFONDS?

Er bekommt erstens ein Instrument zur Förderung der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, das es in dieser Form und in diesen Dimensionen noch nicht gegeben hat. Zweitens minimiert er die Kosten für dieses Instrument erheblich, weil er eine bestehende Produktions- und Vertriebsstruktur kostenfrei nutzen kann. Und er vermeidet drittens, bestehenden Zeitschriften durch eine eigene Neugründung Konkurrenz zu machen.

Wohin fließt das Geld?

Das Geld – sofern es überhaupt gebraucht wird – dient dazu, jene Rechnungen zu begleichen und Honorare zu zahlen, die nicht durch Einnahmen abgedeckt werden können.

 


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    Freitag, 25. November 2011 

    Cover Volltext 4/2011

    Titelgeschichte: Die Geisterstadt
    Daniel Kehlmann über Sherwood Andersons einflussreichen Klassiker Winesburg, Ohio

    Sebalds Neger
    Die Vereinnahmung von W.G. Sebald als Klassiker erfordert ein Ausblenden seiner widerborstigen Seite. Von Uwe Schütte

    Tiere und Pflanzen, diese gewaltige Dichtung
    Jean-Henri Fabres Erinnerungen eines Insektenforschers. Von Ulrike Draesner

    Eigen, skurril, versponnen
    Christoph Schröder über Jan Peter Bremers Roman Der amerikanische Investor

    „Du elender Hauseingang!“
    Klaus Kastberger über Xaver Bayers Wenn die Kinder Steine ins Wasser werfen

    „Rache ist ein schlechter Berater“
    Christoph Hein spricht mit Katrin Hillgruber über seinen neuen Roman Weiskerns Nachlass.

    Dichter unter Hochdruck
    Daniela Strigl über Leben und Werk des Lyrikers Walter Buchebner

    Neulich
    Andreas Maier dümpelt im Moorsee.

    Grandioses Cartoon-Gespann
    Nicolas Mahler illustriert Thomas Bernhards Alte Meister. Von Thomas von Steinaecker

    Lyrik-Logbuch Michael Brauns Eintragungen zu Gedichten der Gegenwart

    Lyrischer Moment
    Silke Scheuermann als Pandabär in Hongkong

    Siebzehn Stufen
    Zum Verhältnis von Alltag und Literatur. Von Georg Klein

    Wie Literatur funktioniert
    Gerrit Bartels über James Woods Die Kunst des Erzählens

    Das Fahrrad weiß mehr
    Nicht mehr lieferbar! – Eine Serie von Clemens J. Setz über vergriffene Werke bedeutender Autoren. Teil 2: Denton Welch.

    „Es ist viel Arbeit, normal zu bleiben“
    Die Literatur im Zeitalter von Wordpress und Twitter. Eine Umfrage

    Die Bewohner von Château Talbot Von Arno Geiger

    Unsere Popmoderne Die Wechselstunden. Von Marc Degens

    Sehr gepflegt, aber Perser!
    Pavel Kohout entfaltet in seinem neuen Roman Der Fremde und die Schöne Frau ein Panorama alltäglicher Xenophobie. Von Ulrich Faure

    Geld und Erlösung
    Über Hermann Brochs ökonomische Fantasie. Von Bernhard Fetz

    Was kostet ein Broch?
    Rezeption und Autografenhandel. Von Michael Hansel

    Platzanweisung
    Christina Böhms Siegertext beim 19. open mike

    Herr Jesus springt
    Der Siegertext des FM 4-Literaturwettbewerbs Wortlaut. Von Isabella Straub

    Im Schatten der Mauer des Lebens
    Mirko Bonné zu seiner Neuübersetzung von Sherwood Andersons Winesburg, Ohio